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Musik-Plattform Grooveshark macht den Laden dicht

18.01.2012
15:59

Kostenloser Streaming-Dienst ist in Deutschland nicht mehr verfügbar


Grooveshark, eine der beliebtesten und gleichzeitig rechtlich fragwürdigen Musik-Streaming-Plattformen, hat heute in Deutschland ihren Dienst eingestellt. Wer nun die Grooveshark-Website ansteuert, wird nicht mehr von der Suchmaske der Streaming-Plattform begrüßt, sondern von einem Text der Betreiber. In diesem werden die hohen Betriebskosten als Grund aufgeführt und der Schwarze Peter an die Rechte­verwertungs­gesellschaft GEMA weitergereicht. Der eigentlich Grund dürfte allerdings in den Klagen aus Kreisen der Musik-Industrie liegen, die Grooveshark kürzlich erreichten. Die GEMA wehrt sich in einem offiziellen Statement gegenüber den indirekt geäußerten Vorwürfen.

Grooveshark abgeschaltet
Grooveshark abgeschaltet
So sieht sich Grooveshark mit Klagen der Musik-Labels Universal Music, Warner Music und EMI Music konfrontiert, die bemängeln, dass die Streaming-Plattform keine oder zu wenige Gebühren für die angebotene Musik entrichtet. Die Grooveshark-Apps für Android und iOS wurden aus den jeweiligen App-Stores entfernt. Die GEMA lässt mitteilen, Grooveshark weigere sich "grundsätzlich, den von ihm betriebenen Dienst überhaupt in irgendeiner Form zu vergüten. Mit der GEMA hat Grooveshark bislang auch noch in keiner Form Kontakt aufgenommen." Auf der abgeschalteten Grooveshark-Website heißt es: "Wenn Sie die Betriebskosten für Anbieter wie Grooveshark herabsetzen wollen, können Sie eine höfliche Nachricht an die GEMA schicken." Eine E-Mail-Adresse wird ebenso angeboten wie eine Postadresse. Diese wirkt optisch wie die Adresse eines Grooveshark-Büros in Berlin, ist aber tatsächlich die der GEMA-Generaldirektion. Als Alternative verweist Grooveshark auf den Anbieter Simfy, mit dem das Portal kooperiert. Simfy bietet sowohl kostenlose als auch kostenpflichtige Streaming-Dienste an.

Rückkehr von Grooveshark unwahrscheinlich

Grooveshark hatte seinen Nutzern die Möglichkeit gegeben, auf eine riesige Datenbank mit Musik kostenlos im Stream zuzugreifen. Playlisten konnten erstellt und geteilt werden, auch die Verbindung mit Social Networks war möglich. Laut dem Text auf der Grooveshark-Website besteht zwar die Hoffnung, "eines Tages zurück zu kommen", dies klingt aber sehr unwahrscheinlich. Die GEMA stellt klar: "Anlass der Schließung des Dienstes in Deutschland ist damit nicht, wie durch den Infotext auf der Website von Grooveshark fälschlicher Weise suggeriert wird, eine Uneinigkeit über die Vergütungshöhe, sondern die generelle Tatsache, dass Grooveshark Urheber und andere Rechteinhaber an seinen Umsätzen beteiligen muss."

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Betreff Autor Datum
Was soll das? BaseKarl 25.01.12 21:02
  

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Quelle: teltarif.de: AGOF internet facts 2011-10, Erwachsene ab 14 Jahre