Auch nach den ernüchternden Erfahrungen mit Diensten, die den Nutzern das Leben erleichtern sollen, in der Praxis aber erst einmal für Verwirrung und Verunsicherung sorgen - siehe
Google Buzz oder
Google Street View - zaubert Google wieder eine neue Lebenshilfe aus dem Hut: Mit einer Sortierfunktion will
Google den
Nutzern seines Mail-Dienstes beim Kampf gegen die Informationsflut
helfen. Im Postfach von
Googlemail gibt es seit heute eine
Ansicht, die wichtige Nachrichten zuerst anzeigt. Ein Algorithmus
wertet dafür bestimmte Signale aus - etwa ob ein Nutzer die Mails
eines Absenders überhaupt öffnet oder beantwortet. Zudem lässt sich
die Bedeutung von Mails mittels einer neuen Schaltfläche mit "Plus"
oder "Minus" manuell bewerten.
"Es handelt sich um eine lernende Funktion", sagt Google-Sprecher
Stefan Keuchel. Die Sortierung werde mit der "Priority Inbox" über
die Zeit immer ausgefeilter. Die als weniger wichtig bewerteten

Googlemail-Logo
Mails verschwinden nicht, sondern sind weiter im Postfach zu finden.
Nutzer können auch jederzeit in die klassische Ansicht zurückkehren.
Google wirbt mit einem Effizienzgewinn: Ein halbjähriger interner
Test habe gezeigt, dass die Nutzer sechs Prozent weniger Zeit benötigen,
um ihre Mails zu bearbeiten, erklärte Keuchel. Bedenken wegen des
Datenschutzes zerstreute er: Informationen, welche Kontakte
besonders wichtig seien, nutze Google ausschließlich für die neue
Funktion.