Messaging

Google arbeitet angeblich an WhatsApp-Konkurrenten

Laut einem Bericht der indischen Economic Times arbeitet Google an einem WhatsApp-Konkurrenten. Der kostenlose Messaging-Dienst soll Teil der Android-One-Initiative werden. Weitere Details erfahren Sie in unserer Meldung.
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Messaging: Google setzt auf Indien.Messaging: Google setzt auf Indien. Offenbar lässt der sagenhafte Erfolg von WhatsApp Google keine Ruhe: Nach dem der Suchmaschinengigant beim Wettbieten um den Messaging-Dienst gegen Facebook verloren hat, soll Google nun an einer eigenen Messenger-App arbeiten. Wie die indische Zeitung The Economic Times berichtet, sei diese derzeit noch in einem frühen Entwicklungsstadium, sie soll aber im kommenden Jahr bereitgestellt werden.

Im Gegensatz zu anderen Google-Diensten wie Google+ oder Google Hangouts soll die neue Messaging-App keinen Google-Login erfordern. Außerdem will Google den Dienst kostenlos anbieten. Das wäre zumindest ein kleiner Vorteil gegenüber WhatsApp. Neben Textnachrichten soll der Dienst auch eine Sprache-zu-Text-Funktion bieten.

Eigentlich wollte sich Google mit WhatsApp in den Messaging-Markt einkaufen - zehn Milliarden US-Dollar wollte Google das Unternehmen angeblich für den beliebten Messenger auf den Tisch legen. Allerdings hat Facebook den Konkurrenten in einem viel beachteten Deal um eine erhebliche Summe überboten. Offenbar will sich Google damit aber nicht geschlagen geben und starten nun einen neuen Versuch mit einer Eigenentwicklung, die Teil der Android-One-Initiative werden soll.

Günstige Smartphones für Indien

Mit Android One will Google vor allem in Schwellen- und Entwicklungsländern einheitlich ausgestattete Smartphones unter die Leute bringen, die technisch keine Highlights bieten, aber mit Dual-SIM-Funktion und einer Update-Garantie für Android kommen und somit aktuelle Smartphone-Funktionen zu einem erschwinglichen Preis bieten sollen.

Mit dieser Initiative hat Google vor allem den riesigen indischen Mobilfunkmarkt im Blick, auf dem es derzeit zwar schon viele Teilnehmer, aber noch nicht viele Smartphones gibt. Der indische ist nach dem chinesischen der zweitgrößte Mobilfunkmarkt der Welt. Mit der erwarteten Verbreitung von günstigen Android-One-Geräten sollen die Kunden offenbar gleich den Google-eigenen Messenger geliefert bekommen - und diesen dann statt der etablierten Konkurrent nutzen.

Abzuwarten bleibt, ob diese Rechnung aufgeht. Neben WhatsApp gibt es inzwischen eine ganze Reihe weiterer Messenger auf dem Markt, die sich insbesondere nach der Übernahme des Marktführers durch Facebook wachsender Beliebtheit erfreuen. Unter den 600 Millionen WhatsApp-Nutzern sind laut der Economic Times 65 Millionen Inder. Der Konkurrent Line hat in Indien bereits 18 Millionen registrierte Nutzer, Viber peilt bis Ende des Jahres die 30-Millionen-Marke an. Und es gibt noch jede Menge andere Angebote, die auch in Indien bereits eifrig genutzt werden.

Alles rund um das Thema Instant Messaging finden Sie bei uns im Ratgeber-Bereich.

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