VoIP

Google startet Telefondienst in Deutschland

Skype-Konkurrent wird sukzessive freigeschaltet
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Vor rund einem Jahr startete Google in den USA mit einem eigenen Internet-Telefonie-Dienst. Jetzt erweitert der Konzern das Angebot auf weitere Länder, darunter auch auf Deutschland. Damit können die Nutzer eines Google-Kontos künftig nicht nur untereinander, sondern auch in öffentliche Telefonnetze telefonieren.

Google startet VoIP-Dienst in DeutschlandGoogle startet VoIP-Dienst in Deutschland Wann genau das Telefonieren über Google Mail zur Verfügung steht, teilte der Anbieter nicht mit, zumal die Freischaltung sukzessive erfolgen soll. Sobald der eigene Google-Account für die Internet-Telefonie aktiviert wurde, soll dies aber anhand eines entsprechenden Symbols sichtbar sein, das auf der Google-Mail-Hauptseite angezeigt wird.

Vor der Nutzung Browser-Plug-in installieren

Wer den neuen Service nutzen möchte, muss zuerst ein entsprechendes Browser-Plugin installieren. Dieses steht für den Windows-PC, für den Mac und auch für Linux-Systeme zur Verfügung. Darüber hinaus müssen Interessenten zunächst ein Prepaid-Guthaben über Google Checkout aufladen.

Über die Tarife für Telefongespräche via Internet informiert Google auf seiner Homepage. Dabei gilt es zu bedenken, dass ähnlich wie beim Konkurrenten Skype, an dessen Konzept sich der VolP-Service von Google orientiert, Netto-Preise angegeben werden. Zu den 2 Cent pro Minute für Telefonate ins deutsche Festnetz kommt demnach noch die Mehrwertsteuer, so dass der Endpreis bei 2,38 Cent liegt. Für Anrufe in die deutschen Mobilfunknetze berechnet Google einen Netto-Preis von 8 Cent pro Minute, so dass sich ein Gesamtpreis von minütlich 9,52 Cent ergibt.

Keine Rufnummer für Erreichbarkeit erhältlich

Kostenlose Gespräche ins amerikanische Festnetz, wie sie Google für amerikanische Kunden im Rahmen einer Aktion anbietet, gibt es für deutsche Kunden nicht. Stattdessen fällt ein Minutenpreis von 1,19 Cent (brutto) an. Eine weitere Einschränkung gegenüber Google Voice in den USA: Eine eigene Telefonnummer bekommen deutsche Kunden nicht. Somit ist der Kunde über den Google-VoIP-Dienst nicht erreichbar. Zum Vergleich: Der Mitbewerber Skype bietet herkömmliche Rufnummern für die Erreichbarkeit immerhin als kostenpflichtige Option.

Bei abgehenden Telefongesprächen wird keine Rufnummer angezeigt. Beim Angerufenen wird der Google-Nutzer als unbekannter Anrufer angezeigt. Das ist ebenfalls ein Nachteil, zumal nicht jeder Anrufe, bei denen keine Rufnummer übermittelt wird, überhaupt beachtet und entgegennimmt.

Auch Tarif-Optionen oder Flatrates, wie es sie bei Skype und auch bei vielen VoIP-Anbietern gibt, die das SIP-Protokoll verwenden, sind bei Google derzeit noch nicht verfügbar. Dafür verzichtet der Konzern auf die bei Skype im Standardtarif anfallende Verbindungsgebühr.

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