Mit seiner Software für kostenlose
Internet-Telefonate
provoziert Google erneut den
iPhone-Hersteller
Apple und die
Mobilfunk-Industrie. Eine neue Version des Programms
Google
Voice könnte nun auch über den Browser des
Multimedia-Handys
genutzt werden, berichtete der Konzern aus dem kalifornischen
Mountain View. Google hatte Voice zuvor bereits als
Zusatz-Programm in Apples Online-Laden
App Store anbieten wollen,
erhielt aber
keine Zulassung. Mit der
Internet-basierten Version
umgeht der Konzern die Blockade. Die Software lässt sich auch mit dem
Palm Pre nutzen.
Google Voice ermöglicht Nutzern, ihre Kommunikation unter einer
einzigen Telefonnummer zu bündeln. Gespräche innerhalb der USA sind
kostenlos, für Auslandstelefonate werden Gebühren fällig. Der Dienst
ist noch in einer Testphase. Auch schon vorher ließ sich Voice über
den Browser aufrufen, die alte Version hatte jedoch deutlich weniger
Funktionen und galt daher nicht als Alternative zu regulären Handy-
Telefonaten.
An dem Programm hatte sich ein heftiger Streit zwischen den einst
befreundeten Unternehmen entzündet. Die Software untergräbt das
Geschäftsmodell von Mobilfunk-Anbietern und könnte damit auch Apple
schaden, das sein Gerät in etlichen Ländern exklusiv bei einem
Provider vermarktet. Die amerikanische Telekom-Aufsicht FCC prüft die
Angelegenheit.
Google ist selbst im Mobilfunkmarkt aktiv: Der Konzern ist die
treibende Kraft hinter dem offenen Betriebssystem Android und
vertreibt seit kurzem über das Internet selbst das Android-Handy
Nexus One.
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