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| Festnetz | Internet | Mobilfunk | Handy & Co. | Meldung | Meinung | Service | 15.02.2012 |
Google lenkt bei Streit um Datenschutz bei Street View ein17.06.2009
13:00 Datenschutzbeauftragter Caspar meldet gelungenen Kompromiss
Der Streit um mangelnden Datenschutz bei dem neuen Google-Online-Dienst
Street View
in Deutschland ist beigelegt. Der kalifornische Internet-Konzern habe die an
ihn gestellten Forderungen akzeptiert, teilte der Hamburgische
Datenschutzbeauftragte Johannes Caspar heute mit. "Google hat rechtzeitig die Gelegenheit genutzt und ist auf
unseren Kompromissvorschlag in allen Punkten eingegangen", sagte Caspar. Damit
wird die Vorgehensweise beim Filmen von Straßenzügen für "Street View" in
wichtigen Punkten verändert.
Caspar forderte zugleich, das aus den 1970er Jahren stammende Bundesdatenschutzgesetz an die mittlerweile digital vernetzte globale Informationsgesellschaft anzupassen. Der Gesetzgeber müsse effiziente und vollziehbare Regelungen zum Schutz des informationellen Selbstbestimmungsrechts schaffen, betonte Caspar. Bei Widerspruch werden auch die Rohdaten unkenntlich gemachtGoogle werde künftig bei allen Aufnahmen von Personen, Grundstücken oder Autos, gegen die Widerspruch eingelegt wird, in einer bestimmten Frist auch die Rohdaten unkenntlich machen, heißt es in der Mitteilung. Die Datenschützer hätten zudem durchgesetzt, dass Betroffene auch schon vor der Veröffentlichung der Bilder Widerspruch einlegen können. Ende vergangener Woche war Google bereits den Forderungen europäischer Datenschützer entgegengekommen: Das Unternehmen will künftig in Europa öffentlich die Routen der Kamera-Autos ankündigen, bevor sie in einer Gegend ihren Einsatz beginnen. Für "Street View" schickt der Suchmaschinen-Spezialist seit einiger Zeit mit 360-Grad-Kameras ausgestattete Autos durch die Lande. Für deutsche Städte ist der Dienst noch nicht verfügbar, er lässt sich aber bereits in Städten wie San Francisco und New York nutzen. Mit den aufgenommenen Bildern will Google seinen Karten-Dienst Maps erweitern, so dass der Nutzer am Computer-Bildschirm realitätsnahe "Kamerafahrten" durch die Straßen einer Stadt unternehmen kann. Gesichter und Kfz-Schilder werden mit Hilfe einer Software automatisch unkenntlich gemacht. In Europa und vor allem in Deutschland hatte sich allerdings vielerorts Protest geregt, da viele Menschen ihre Privatsphäre dadurch verletzt sehen. dpa / ddp / Steffen Herget
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