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Google+ offen für alle und mit neuen Features

21.09.2011
10:07

Gleichzeitig will Facebook seinen Nachrichtenstrom interessanter machen

Google+ ist jetzt offen für alle
Google+ ist jetzt offen für alle
Google+ öffnet die Pforten: Ab jetzt kann sich jeder beim jungen Facebook-Rivalen registrieren. Bislang benötigten Interessierte noch Einladungen von bestehenden Nutzern. Ende Juni hatte Google sein Online-Netzwerk zunächst für eine begrenzte Nutzerzahl gestartet. Während des Feldversuchs habe man viel Feedback erhalten und so einige Verbesserungen umsetzen können, schrieb Google-Manager Vic Gundotra im Firmenblog. Zum offiziellen Start rüstet Google den Videochat Hangouts massiv auf und führt eine Suche ein.

Über Hangouts können sich Mitglieder zu Videotelefonaten treffen - zu zweit oder auch in einer Gruppe. Bislang musste man dafür an einem stationären Rechner eingeloggt sein, nun bringt Google diese Funktion auf Mobiltelefone mit Android-Betriebssystem. Auch auf Apple-Geräten mit iOS - also iPhone und iPad - sei das bald möglich, so Gundotra, der bei Google für Soziale Netzwerke verantwortlich ist.

Hangout soll auch Fotos zeigen können

Zudem soll Hangouts künftig die Zusammenarbeit mehrerer Nutzer erleichtern. Google testet derzeit etwa die Möglichkeit, über die Funktion Fotos zu zeigen, gemeinsam Programmcode zu schreiben oder in der Google-eigenen Bürosoftware einen Text zu verfassen. Bereits jetzt ist es möglich, sich mit mehreren Nutzern zusammen YouTube-Videos anzusehen.

Eine weitere Neuerung soll die Funktion für Live-Übertragungen ins Netz aufrüsten: Mit Hangouts on Air könne man Videos öffentlich übertragen, erklärte Gundotra. Diese Möglichkeit stehe allerdings zunächst nur einer begrenzten Zahl von Nutzer zur Verfügung. Um weitere Innovationen zu fördern, hat Google mehrere Schnittstellen (APIs) von Hangouts veröffentlicht. Entwickler können damit eigene Programme schreiben, die auf die Funktion zugreifen.

Hangouts spielt nach Ansicht von Gundotra eine zentrale Rolle für Google+. Es gebe verschiedene Arten, sich mit anderen auszutauschen - die Kommunikation von Angesicht von Angesicht sei aber am originalgetreuesten. "Wir bieten das mit Hangouts kostenlos im Browser an", sagte er der Nachrichtenagentur dpa.

Google will sein Social Network schnell wachsen sehen

Mit Google+ versucht der Internetkonzern, im boomenden Segment der Sozialen Netzwerke gegenüber Facebook an Boden zu gewinnen. Allerdings ist Google noch längst nicht auf Augenhöhe: Der Rivale hat mehr als 700 Millionen aktive Nutzer. Bei Google+ waren es im Juli 10 Millionen. Aktuellere Zahlen gibt das Unternehmen nicht bekannt. Um jetzt zügig Nutzer zu gewinnen, setze Google darauf, dass Nutzer "interessante Inhalte, interessante Menschen und großartige Funktionen wie Hangouts" finden, sagte Gundotra der dpa.

Facebook will Nachrichtenstream lebendiger machen

Im Wettlauf mit Google will Facebook bei seinen Nutzern mit einer lebendigeren und persönlicheren Anzeige der Nachrichten ihrer Freunde punkten. Zum einen versucht Facebook, die relevanten Neuigkeiten seit der vergangenen Anmeldung stärker in den Mittelpunkt zu stellen. Zum anderen sollen neue Kurzmeldungen es leichter machen, mit den Freunden direkt über neue Einträge zu diskutieren.

Es gehe darum, es einfacher zu machen, über das Leben der Personen auf dem Laufenden zu bleiben, die einem wichtig seien - egal, wie häufig oder selten man sich Facebook anmelde, erläuterte das weltgrößte Online-Netzwerk in einem Blogeintrag. Wer öfter bei Facebook unterwegs sei, bekomme eher die neuesten Einträge angezeigt. Für Gelegenheitsnutzer gebe es hingegen zunächst die wichtigen Neuigkeiten, die sie verpasst haben könnten.

Facebook schraubt damit weiter das Innovationstempo hoch. Vor einer Woche stellte das Netzwerk verfeinerte Freundeslisten vor sowie die Möglichkeit, öffentliche Einträge anderer Nutzer zu abonnieren, ohne ihr Facebook-Freund zu werden. Am Donnerstag werden weitere grundlegende Neuerungen von der Facebook-Entwicklerkonferenz f8 erwartet. Laut US-Medienberichten geht es unter anderem um eine tiefere Integration von Inhalten wie Musik und Video.

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Quelle: teltarif.de: AGOF internet facts 2012-01, Erwachsene ab 14 Jahre