Abschluss

Übernahme abgeschlossen: Google schluckt Motorola

Motorola-Chef wird durch Google-Mann ersetzt
Von mit Material von dpa
AAA

Google schluckt MotorolaGoogle schluckt Motorola Eine fast schon unendliche Geschichte findet heute ihren Abschluss. Wie Google-Boss Larry Page in einem offiziellen Blog-Post erklärte, ist die Übernahme der Mobility-Sparte des Mobilfunk-Urgesteins Motorola durch den Internet-Riesen nun abgeschlossen. Der komplette Vorgang der Übernahme hatte acht Monate gedauert. Der bisherige Chef von Motorola Mobility, Sanjay Jha, ist im Zuge des Übergangs zurückgetreten, wie Google heute mitteilte. Seinen Platz nimmt der langjährige Google-Mitarbeiter Dennis Woodside ein. Der passionierte Triathlet hatte in der Vergangenheit vor allem im Nahen und Mittleren Osten, Russland und Osteuropa den Suchmaschinen-Riesen vertreten, in den vergangenen drei Jahren führte er die Geschäfte in Amerika.

Der Weg für den 12,5 Milliarden US-Dollar (etwa 9,7 Milliarden Euro) schweren Zukauf war freigeworden, nachdem am Wochenende auch die chinesischen Wettbewerbshüter grünes Licht gaben. Diese hatten zunächst die letzte Hürde vor dem Abschluss der Übernahme dargestellt. Google bekräftigte abermals, dass das mobile Betriebssystem Android weiterhin offen bleiben werde. Der Internet-Konzern will mit der Übernahme nach eigenen Angaben das Patent-Arsenal hinter Android stärken. Die Plattform ist häufiges Ziel von Klagen im Patentkrieg der Mobilfunk-Branche. Unter den Hardware-Konzernen hatten sich zuletzt Bedenken breitgemacht, ob ihnen durch die Übernahme von Motorola Nachteile entstehen könnten, etwa durch verzögerte Bereitstellung von Updates oder schlechtere Unterstützung seitens Google.

Google sieht in die Zukunft

Google-Boss Larry Page sieht für die Zukunft vor allem mobile Bezahldienste als wichtiges Feature für mobile Geräte wie Smartphones und Tablets. Auch die weitere Verbreitung von Internet-Anschlüssen liegt dem Google-Boss am Herzen, und hier sei abzusehen, dass viele neue Internet-Nutzer keinen traditionellen Desktop-Computer mehr nutzen werden, sondern eher ein Handy, Smartphone oder Tablet - wenn möglich natürlich mit dem Google-Betriebssystem Android. Hier sei die Erfahrung und Innovationskraft von Motorola entscheidend. Angesichts der steigenden Zahl von Patent-Streitigkeiten und juristischen Konflikten zwischen den großen Unternehmen der ITK-Branche dürfte allerdings das große Patent-Protfolio ein mindestens ebenso wichtiges Kauf-Argument gewesen sein.

Mehr zum Thema Google

Mehr zum Thema Motorola