Kein Einstieg in Telekommunikations-Infrastruktur geplant
Der Suchmaschinengigant Google
wird künftig immer häufiger zuerst für Mobilfunkgeräte - und
dann erst für Personal Computer entwickeln. Das kündigte Google-Chef Eric Schmidt
heute auf der Mobilfunkmesse MWC in Barcelona
an. Schmidt begründete diese Strategie mit dem großen Volumen des Mobilfunkmarktes.
Täglich würden allein 60 000 Geräte mit dem von Google geförderten
Handybetriebssystem Android ausgeliefert.
Der Konzernchef trat Befürchtungen entgegen, Google dränge sich immer mehr in
die Wertschöpfungsketten der Mobilfunkprovider und Telekommunikationsunternehmen.
So sei das kürzlich angekündigte Projekt von
Google zur Erprobung von Hochgeschwindigkeitsnetzen für private Haushalte ein
"Feldversuch", mit dem man bestimmte Geschwindigkeitsgrenzen durchbrechen möchte.
"Google wird nicht in das Geschäft mit Telekommunikations-Infrastruktur einsteigen."
Während des Auftritts von Schmidt zeigte der aus Aachen stammende Neurobiologe
und Google-Mitarbeiter Hartmut Neven, wie auf einem Smartphone mit Android eine
Sprachsuche auf Deutsch funktioniert. Außerdem demonstrierte Neven, wie aus einem
Foto einer in deutsch formulierten Speisekarte in wenigen Sekunden aus dem Netz
eine englischsprachige Übersetzung gezogen werden kann. Solche Dienste seien auf
dem Handy möglich, weil im Netz eine unglaublich hohe Rechenleistung zur Verfügung
stehe.