teltarif.de MOBIL · DIENSTE
Größtes deutschsprachiges Telekommunikations-Magazin *
Newsletter für: 
Festnetz Internet Mobilfunk Handy & Co. mobicroco Meldung Meinung Service 19.06.2013 

Missbrauch von Marktmacht: Google im Visier der EU-Kommission

03.07.2012
12:15

Google äußert sich zur Internet-Suche und AdWords

Von Hans-Georg Kluge mit Material von dpa
Joaquín Almunia sieht Google in der Pflicht, bestimmte Geschäftspraktiken zu ändern.
Joaquín Almunia sieht Google in der Pflicht, bestimmte Geschäftspraktiken zu ändern.
Google bietet im Streit um die Gewichtung seiner Online-Suchergebnisse der EU-Kommission Zugeständnisse an. Ein entsprechendes Schreiben sei eingegangen, bestätigte der Sprecher von EU-Wettbewerbskommissar Joaquín Almunia am Montag in Brüssel. Details wollte er nicht nennen.

Das Unternehmen geht nach eigenen Angaben auf Kritikpunkte der Brüsseler Wettbewerbshüter ein. "Wir haben einen Vorschlag gemacht, um auf die vier Bereiche einzugehen, die die EU-Kommission als möglichen [Anlass für] Bedenken beschrieben hat." Der Kommissionssprecher sagte, das Angebot werde nun geprüft. Eine Entscheidung solle aber erst in einigen Monaten fallen.

Die EU-Kommission wünscht sich, dass Wettbewerbsverfahren schneller erledigt werden - gerade in Marktsegmenten, die sich schnell verändern. Können Verfahren aus dem Jahr 2010 im Jahr 2012 noch echte Veränderungen für Verbraucher bringen? Wettbewerbsverfahren müssten laut Joaquín Almunia in einem frühen Stadium gelöst werden, da nur dann die Nutzer einen tatsächlichen Nutzen aus einem solchen Verfahren ziehen können. Leider sei es in Wettbewerbsverfahren nicht immer möglich, zu schnellen Lösungen zu kommen.

Zwei Themenfelder: Hat Google seine Marktmacht missbraucht?

Die EU-Kommission hat zwei Themenfelder identifiziert, in denen Google verdächtigt wird, mit seinen Geschäftspraktiken die vorhandene Markmacht zu missbrauchen. Die EU-Kommission habe zu diesen Themen - unterteilt in je zwei spezielle Vorgehensweisen - eine Stellungnahme angefordert.

Die EU-Kommission wirft dem Unternehmen unter anderem vor, eigene Dienste wie Preisvergleiche in den Suchergebnissen besser platziert zu haben - dabei geht es um Themenfelder wie Reisen oder Restaurants. Die EU-Kommission befürchtet, dass Google dieses Vorgehen nutzt, seine eigenen Spezialsuchmaschinen gegenüber der Konkurrenz zu bevorzugen. Auch die Art und Weise, wie Google Inhalte von diesen Konkurrenten in seinen Ergebnislisten anzeigt, könnte ein Verstoß gegen Wettbewerbsrecht sein. Die EU-Kommission sieht die Gefahr, dass Konkurrenten weniger Anreiz haben könnte, in eigene Inhalte zu investieren.

Auch die Online-Werbeplattform AdWords ist ins Visier der EU-Kommission geraten. Google nutzt AdWords, um Werbeplätze in den Suchergebnissen zu versteigern. Google verhindere, dass andere Anbieter in den Suchergebnissen Werbung schalten können. Google versuche also, mit seiner Marktmacht im Bereich der Internet-Suche auch Profite im Segment der Online-Werbung zu erzielen. Google verhindere dabei auch, dass Werbekampagnen neben AdWords auch auf anderen Werbeplattformen geschaltet werden könnten. Die EU-Kommission kritisiert, dass es Entwicklern erschwert werden, Tools zu entwickeln, die Werbekampagnen auf mehreren Plattformen platzieren.

Sollten die - derzeit nicht öffentlichen - Äußerungen Googles der Kommission nicht weitreichend genug sein, soll das Verfahren weiter gehen. Auch die Konkurrenz werde zu den Vorgängen Stellungnahmen abgeben können, bevor eine rechtlich bindende Entscheidung fällt.

Weitere Meldungen zum Thema Google RSS

RSS Empfehlen Drucken
Anzeige:
Ausland inklusive: o2 BLUE ALL-IN L PROFESSIONAL Hier klicken!High-Speed-WLAN mit 2x 450 MBit/s - FRITZ!Box 3390

Meinungen und Erfahrungen der Community:

Weitere News vom 03.07.2012:

- Wiederentdeckt: o2 vergibt ab sofort wieder 0179-Rufnummern
- Telekom: "Wer WhatsApp nutzen kann, zahlt nichts für Joyn"
- Apple-Patentstreit: Verkauf des Samsung-Tablets bleibt verboten
- simyo verkauft Apple iPhone 4S zusammen mit der Allnet-Flat
- Telekom gibt Startschuss für LTE in Berlin
- VDSL-Aktion: Doppel-Flat-Pakete der Telekom jetzt 5 Euro billiger
- Microsoft: Upgrade auf Windows 8 Pro kostet anfangs 40 US-Dollar
- EuGH erlaubt Weiterverkauf von gebrauchten Software-Lizenzen
- Telekom verrät Details zu Entertain to Go
- Base testet Allnet-Flatrate für Bestandskunden für 20 Euro
- Zusammenschluss vollzogen: Unitymedia Kabel BW entsteht
- Missbrauch von Marktmacht: Google im Visier der EU-Kommission
- o2: Community-, Festnetz- und SMS-Option für Prepaid-Kunden
- Microsoft versenkt Milliarden im Online-Geschäft
- Yourflat: Drillisch bringt Allnet-Flatrate im o2-Netz für 19,75 Euro
- Firefox OS: Mozilla bringt eigenes Smartphone-OS
- Alle Meldungen aus der Kalenderwoche, aus der auch obige Meldung ist
- Alle Meldungen der letzten sieben Tage

Werbung
hier klicken!
Wann wollen Sie online gehen?
  
Welche Preisangabe?
Nur Tarife mit längerer Gültigkeit
Genauer Vergleich
Internet-Anbieter
Die Suchmaske unterstützt mehr als 50 Top-Level-Domains (z.B. .de, .at, ch, .fr, .com, .net, .org und viele mehr).
gewünschter Domainname:


powered by xdial.de

 
Alle Texte und Tabellen © 1997 - 2013 teltarif.de Onlineverlag GmbH
[Homepage] · [Unternehmen] · [Impressum/AGB] · [Ihre Daten] · [Feedback] · [Mediadaten] · [Partnerprogramm] · [Presse] · [Jobs]
*) teltarif.de registrierte zuletzt 1 290 000 Unique User pro durchschnittl. Monat
Quelle: teltarif.de: AGOF internet facts 2013-02 Erwachsene ab 14 Jahre