Wieder da

Google Maps auf dem iPhone 5: Ein erster Eindruck der neuen App

Kartendienst steht nun wieder im iTunes-Store zum Download bereit
AAA

Der Kartendienst Google Maps ist nach der ausführ­lichen Testphase nun erstmals als App im iTunes-Store von Apple zu finden. Nachdem der iPhone-Hersteller Google Maps - damals noch integraler Bestandteil des Betriebssystems und keine Extra-App - vor drei Monaten beim neuen System iOS 6 aus dem Programm genommen und durch eine eigene Karten-Software ersetzt hatte, können Nutzer nun wieder auf den Dienst des Such­maschinen-Riesen zugreifen.

Datenblätter

Google bietet seinen Karten­dienst für das iPhone und iPad mit der Betriebs­system-Version iOS 5.1 oder höher an. Die kostenlose und speziell für das größere Display des iPhone 5 optimierte App gibt es in 29 unter­schied­lichen Sprachen. Wir haben uns Google Maps auf dem iPhone 5 einmal näher angeschaut und verraten unseren ersten Eindruck.

Quer durch die Stadt mit Google Maps

Google Maps auf dem iPhone 5: Ein erster Eindruck der neuen AppGoogle Maps jetzt wieder im iTunes-Store erhältlich
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Nach dem ersten Start von Google Maps kann der Nutzer seine Login-Daten für Google angeben und so Lieblings­orte sowie Suchen und Routen speichern. Auch die Frage nach der Standort­freigabe wird hier geklärt. Bereits zu Beginn fällt auf, dass der ganze Dienst sehr flott läuft. Das liegt nicht zuletzt daran, dass Google die Karten nicht mehr als speicher­intensive Bitmap-Grafiken, sondern als stufenlose skalierbare Vektor-Grafiken ausliefert.

Google Maps zeigt mit dem Start des Dienstes den aktuellen Standort des Nutzers an. Für die Navi­gation von diesem Ort zu einem frei gewählten Ziel reicht ein Klick auf den sich neben dem Suchfeld befind­lichen Pfeil. Dabei kann angegeben werden, ob die Strecke mit dem Auto, der Bahn oder zu Fuß zurückgelegt werden soll. Bei der Fahrt mit dem Auto erfolgt die Routen-Navi­gation via Sprach­eingabe. Google Maps auf dem iPhone 5: Ein erster Eindruck der neuen AppSchnelle Ladezeiten der Karten und übersichtliches Menü Die weibliche Computer­stimme ist dabei laut und deutlich zu verstehen, wenn auch die Worte etwas abgehackt wirken. Wählt der Nutzer die öffentlichen Verkehrs­mittel für eine Verbindung, gibt die App alle Haltestellen mit aktuellen Abfahrts­zeiten aus, die bis zum Ziel führen. Bei dem Weg zu Fuß kenn­zeichnet eine blaue Linien­führung den berech­neten Weg, ein Feld informiert über die ungefähre Zeit bis zum Ziel. Ein Klick auf "Vorschau" lässt eine zusätzliche Navi­gations­ansicht erscheinen, die den Nutzer Schritt für Schritt und mit Angabe der Richtung zum Ziel führt.

Eine weitere Möglichkeit der Navigation ist die Strecken­führung über Google Street View. Mit einem längeren Druck auf eine Straße lässt sich die bekannte rote Pinnadel setzen. Falls vorhanden können Bewertungen und Erfahrungs­berichte von Restaurants, Geschäften, Theatern oder Bars am gewählten Ort angezeigt werden. Ein Klick auf das Google-Street-View-Symbol öffnet die 360-Grad-Ansicht.

Ansichten, Menü und Verkehrsmeldungen

Das Menü der App ist über einen am unteren rechten Display­rand versteckten Zugang verborgen. Zieht der Nutzer die - zugegeben recht klein ausgefallene - Lasche nach links, öffnet sich ein schwarzes Fenster, über das die Satelliten­ansicht aktiviert und verschiedene Zusatzinformationen hinzu­geschaltet werden können. Karten in der Satelliten­ansicht brauchen zum Öffnen etwas länger. Teilweise bauen sich die Abschnitte Stück für Stück in quadra­tischen Abschnitten auf. Hier meckern wir jedoch auf hohem Niveau, da die Karten immer noch zügiger als bei bisherigen Versionen geladen werden.

Google Maps auf dem iPhone 5: Ein erster Eindruck der neuen AppAuf Wunsch gibt es die 360-Grad-Ansicht über Google Street View sowie Bewertungen von Standorten Zu den Zusatz­infor­mationen gehören Angaben zur Verkehrslage, die Google über anonymisierte Geo-Daten diverser Smartphones berechnet: Häufen sich in einem bestimmten Strecken­abschnitt die Stopps oder werden die Nutzer zunehmend langsamer, inter­pretiert Google dies als Stau oder Verkehrs­störung. Rot gekenn­zeichnete Strecken sind dann zu vermeiden, bei grünen ist die Fahrt frei.

Google Maps für iOS bietet viele Funktionen, die bereits von der Android-Version bekannt sind. Was mit der iPhone-Karten-App allerdings noch nicht funktioniert, ist das Starten einer Suche oder Navigation mit einer Sprach­eingabe. Außerdem können bislang keine Karten für eine Offline-Nutzung abgespeichert werden. Dennoch haben Apple und Google in Kooperation einen vertrauten, zuver­lässigen und schönen Dienst nun auch wieder für iOS6-Geräte wie das iPhone 5 verfügbar gemacht. Die Installation der App lohnt sich in jedem Fall.

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