Streit in der Blogosphäre wird vor Gericht ausgetragen
Eine US-Bloggerin beschimpfte auf der Webseite "Skanks in NYC", einem Weblog des Google-Dienstes Blogger.com, das Model Liskula Cohen aus Kanada.
Die Frau ließ die Verleumdungen nicht lange auf sich sitzen und verklagte Google. Aufgrund der eingereichten Klage forderte das Gericht den Suchmaschinen-Giganten dazu auf, die Identität der Bloggerin preis zu geben. Zunächst versuchten sich die Geschäftsführer dagegen zu wehren, mussten aber letzten Endes dem Gerichtsbeschluss Folge leisten und die IP-Adresse sowie die E-Mail-Adresse herausgeben. Cohen hat mittlerweile ihre Klage zurückgezogen.
Nun fühlt sich die demaskierte Bloggerin Rosemary Port verraten und hat selbst Klage gegen Google eingereicht, so berichtet die britische Times auf ihrer Webseite. Demnach will Port sich auf das Datenschutzgesetz und freie Meinungsäußerung berufen, da dieses Recht in ihren Augen verletzt wurde, und fordert 10 Millionen Euro von Google als Entschädigung. Der Internetkonzern verwies die Bloggerin wiederum auf die Nutzungsbestimmungen von Blogger.com, wonach Google eine Weitergabe von persönlichen Daten infolge rechtlicher Schritte erlaubt sei. Das Verfahren der demaskierten Bloggerin ist weiterhin noch offen.