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Google Glass: Tester für die Datenbrille der Zukunft gesucht

Google Glass soll für Tester 1500 Dollar zuzüglich Steuern kosten
Von mit Material von dpa
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Google Glass von Google ist bereit für das echte Leben: Der Internet-Konzern sucht nach ersten Testern in den USA. Die Datenbrille soll Informationen und Bilder aus dem Internet im Blickfeld des Nutzers anzeigen. Die Bedienung soll weitgehend mit Sprachbefehlen funktionieren. Im Februar 2012 wurde das Projekt Google Glass vorgestellt. Im April 2012 erlaubte ein Video erste Einblicke. Die eingeblendeten Informationen ähneln den Google-Now-Karten, die Google in der Android-Such-App seit Android 4.1 einsetzt.

Google Glass kostet für Interessenten 1500 Dollar plus Steuern

Sergey Brin stellt die Datenbrille Google Glass vor (Archivbild).Sergey Brin stellt die Datenbrille Google Glass vor (Archivbild). Interessenten aus den USA können sich online bewerben, wie Google auf einer neuen Website ankündigte. Interessenten sollen sich mit einem kurzen Bewerbungstext (maximal 50 Wörter) direkt an Google wenden. Auch bis zu fünf Bilder und Videos bis zu einer Länge von 15 Sekunden können hinzugefügt werden. Die Bewerbungen sollen deutlich machen, was man mit der Google-Brille zu tun gedenke. Die kurze Bewerbung soll als öffentlicher Google+-Post getätigt werden. Für die Gewinnbenachrichtigung wird ebenfalls Google+ verwendet. Bewerber müssen daher dem Google-Glass-Projekt folgen. Alternativ könne auch dem Twitterkanal gefolgt werden. Bewerbungsschluss ist der 27. Februar 2013.

Die Teilnahme an dem Test ist nicht kostenlos. Erfolgreiche Bewerber müssen das Testgerät bezahlen, welches 1500 Dollar zuzüglich Steuern kosten soll. Zusätzlich sei auch die Teilnahme an einem Pick-up-Event verpflichtend. Wie viele Geräte zur Verfügung stehen werden, wurde nicht bekannt.

Google Glass: Internet im wahren Leben

Google Glass ist ein Prestige-Projekt, um das sich Mitgründer Sergey Brin persönlich kümmert. Er will mit "Google Glass" das Internet noch nahtloser in den Alltag integrieren als das bei Smartphones der Fall ist. Die Bedienung erfolgt hauptsächlich über Sprachbefehle. In einem Demonstra­tions­video wird zum Start eines Befehls "Ok, Glass." gesprochen. Darauf folgt der Befehl. Die Brille soll Fotos und Videos aufnehmen können. Das Video zeigt außerdem, wie Ergebnisse von Internetsuchen eingeblendet werden. Auch eine Integration in das Google+-Netzwerk scheint vorhanden: Die Brille soll einen Google+-Hangout initiieren oder eine Nachricht verschicken können. Auch Navigations­befehle können eingeblendet werden.

Allerdings erscheint das Konzept selbst Google ziemlich gewagt: Zuletzt waren Gerüchte aufgekommen, Google plane eigene Shops. Dort könnte Google den Kunden die Möglichkeiten der Datenbrille präsentieren und diese vom Kauf überzeugen. Aber auch für andere Produktreihen, wie die Nexus-Smartphones und -Tablets oder Chromebooks könnte sich die Einrichtung eigener Läden lohnen.

Videodemonstration von Google Glass

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