Google Chrome synchronisiert jetzt Lesezeichen auf mehreren PCs
18.08.2009 15:34
Neues Feature aber bislang nur Entwickler-Testversion 4.0.201.1 verfügbar
Anfang August hat Google Pläne veröffentlicht, seinen Chrome-Browser
mit einem Synchronisations-Feature nach Vorbild von Opera auszustatten.
Damit soll ein automatischer PC-übergreifender Abgleich der im Browser gespeicherten
Lesezeichen möglich sein. Später soll sich auch der Verlauf der besuchten Webseiten auf
diesem Weg PC-übergreifend synchronisieren lassen.
Ab sofort steht die Synchronisation - zunächst für die Lesezeichen - zur Verfügung. Allerdings
ist das Feature noch nicht in der offiziellen aktuellen Chrome-Version, sondern in einer
Entwickler-Testversion des neuen Chrome-4-Browsers für Windows zu finden. Diese Testversion mit
der Nummer 4.0.201.1 kann neben Entwicklern aber auch von anderen Interessenten
heruntergeladen
und genutzt werden.
Im teltarif-Test hinterließ Chrome 4 schon einen guten Eindruck. Das Internet-Surfen
war ähnlich schnell wie von früheren Chrome-Versionen bekannt. Zu Fehlern kam es im Gegensatz
zur im Juni veröffentlichten ersten Beta-Version von Opera 10
nicht. Alle aufgerufenen Webseiten wurden schnell und ohne Probleme dargestellt. Das
Synchronisations-Feature ist allerdings zunächst nicht zu finden.
Synchronisation freischalten: So geht's
Standardmäßig hat Google die Synchronisation noch deaktiviert. Wer diese Möglichkeit des
automatischen Datenabgleichs nutzen möchte, muss die Verknüpfung zu Chrome auf dem Desktop
mit der rechten Maustaste anklicken. Danach wird im Menü Eigenschaften => Ziel der Text -enable-sync
ergänzt. Die Zeile sieht demnach am Ende wie folgt aus: Anwendungsdaten\Google\Chrome\Application\chrome.exe"
-enable-sync.
Ruft man anschließend Chrome erneut auf, so ist der neue Menümunkt "Sync my bookmarks" zu
finden. Hier werden die eigene Google-Mail-Adresse und dazu gehörende Passwort eingegeben.
Anschließend steht die Synchronisation zur Verfügung. Die Erweiterung der Kommandozeile mit
dem Text -enable-sync muss für jede auf dem PC genutzte Verknüpfung vorgenommen werden, da
sich das Feature derzeit bei jedem Brower-Aufruf nur auf diesem Weg freischalten lässt. Bei
künftigen Beta-Versionen dürfte der Zugriff auf den Datenabgleich jedoch vereinfacht
werden.
Datenabgleich erfolgt mit Google Docs
Ungewöhnlich ist die Tatsache, dass die Lesezeichen mit Google Docs und nicht - was
naheliegender wäre - mit Google Bookmarks synchronisiert werden. Im Docs-Online-Account
ist auch der Zugriff auf die gespeicherten Bookmarks möglich. Für Mac-Benutzer steht die
Chrome-Synchronisation derzeit noch nicht zur Verfügung.
Unterdessen plant auch Xmarks, Anbieter
eines browserübergreifenden und Rechner-übergreifenden Synchronisations-Tools die Erweiterung
auf Google Chrome, nachdem die Nutzer bislang bereits ihre Favoriten aus dem Microsoft
Internet Explorer, von Mozilla Firefox und Apple Safari (für Mac) abgleichen konnten. Für
die Erweiterung auf Google Chrome hat Xmarks in seinem Blog eine geschlossene Testphase
angekündigt.
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