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Google Chrome OS stößt auf wenig Gegenliebe bei Herstellern

Acer und Samsung haben kaum Chromebooks verkauft
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Es ist verdächtig ruhig geworden um Google Chrome OS, und das hat offenbar tiefgreifende Gründe. Google hat allem Anschein nach große Probleme, das unter großem Aufwand ins Leben gerufene Betriebssystem unter die Leute zu bringen. Wie das taiwanesische Wirtschaftsmagazin Digitimes meldet, zeigten sich die dortigen Hardware-Hersteller gegenüber Google-Aufsichtsrat Eric Schmidt deutlich skeptisch, was die Chancen des Systems angeht. So müsse Google mehr Ressourcen und Energie in das Projekt investieren, wenn es sich im PC-Markt durchsetzen soll. Google konzentriert sich offenbar darauf, Chromebooks im Unternehmensbereich anzupreisen. Hier sei jedoch das Web-basierte Office-Programm Google Docs nicht leistungsfähig genug.

Chromebooks kommen nicht anChromebooks kommen nicht an Unterdessen wurde auch bekannt, dass die bisher vorgestellten Chromebooks von Acer und Samsung seit dem Start wie Blei in den Regalen der Händler liegen. Dem Bericht der Digitimes zufolge konnte Acer bisher weltweit nur 5 000 Exemplare seines Chromebooks, das immer noch nicht in Deutschland erhältlich ist, absetzen. Samsung soll sogar noch weniger Geräte verkauft haben, obwohl hierzulande die Modelle mit und ohne 3G-Unterstützung seit geraumer Zeit erhältlich sind. Es dürfte sich hier derzeit also um ein sattes Minus-Geschäft für die Hersteller handeln.

Chromebooks sind zu teuer und bieten zu wenig

Der Haupt-Kritikpunkt an den Chromebooks war dann auch der hohe Preis, der sich seit dem Start auch kaum geändert hat. So kostet das Samsung Series 5 Chromebook ohne UMTS noch immer stolze 399 Euro. Zwischenzeitlich war der Preis zwar kurzzeitig um 50 Euro gesunken, dann jedoch wieder auf das Ursprungsniveau gestiegen. Auch 349 Euro erschienen jedoch für das Gerät, das auch im Test nicht besonders gut wegkam und in Sachen Material doch recht lieblos wirkte, noch sehr viel, denn das Chromebook ist schließlich eigentlich nur ein Fenster ins Internet ohne besonders aufregende Technik. Ob angesichts dieser Zahlen und der ungewissen Aussichten Unternehmen wie zum Beispiel Asus ihre Ankündigung, noch in diesem Jahr eigene Chromebooks auf den Markt bringen zu wollen, wahrmachen werden, ist zu bezweifeln.

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