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| Festnetz | Internet | Mobilfunk | Handy & Co. | Meldung | Meinung | Service | teltarif.de | 13.03.2010 |
Seit September 2008 mischt Google auch
auf dem Browsermarkt mit. Chrome heißt die Entwicklung des
Suchmaschinen-Giganten, die derzeit in der dritten Version verfügbar
ist. Mittlerweile gibt es aber auch schon eine Beta-Version von
Generation vier. Die Entwickler legen sich nicht zuletzt deshalb ins
Zeug, um den Platzhirschen Internet Explorer und Firefox Marktanteile
abzuluchsen. In manchen Punkten will sich Google aber auch gar nicht
mit den etablierten Browsern messen.
An der Gesamtoptik, die sich nach dem Setup bietet, hat Google auf den ersten Blick nichts geändert. Alles ist weiterhin bewusst schlicht gehalten. Dafür zeichne er sich durch sein Tempo aus. Der Unterschied sei nicht nur messbar: Die Nutzer - im deutschen Sprachraum laut den Marktforschern Fittkau & Maaß zuletzt 2,3 Prozent aller Surfer - könnten ihn auch selbst bemerken. Vor allem aufwendige Web-2.0-Seiten wie Google Earth würden merklich schneller geladen. Apples Safari kann es in Sachen Tempo mit Chrome aufnehmen, aber die Google-Entwicklung ist optisch aufgeräumter gestaltet. Ein zentraler Ansatz liegt in der Multiprozess-Technik von Chrome. Das sogenannte Rendering, die JavaScript-Engine und Plug-ins laufen nicht wie bei anderen Browsern nacheinander, sondern nebeneinander ab. Dies hat zur Folge, dass sich eine langsam laufende JavaScript-Anwendung nicht auf die Gesamtgeschwindigkeit des Browsers auswirkt. ![]() Google Chrome: Der Browser des Suchmaschinen-Riesen Logo: Google Chrome Das sei zum Beispiel bei Firefox nicht der Fall. Damit dient die Multiprozess-Technik auch der Absturzsicherheit. Sollte eine Seite abstürzen, können alle anderen weiterarbeiten. Die Schließung des gesamten Browsers wird so umgangen. Ein weiterer Vorteil liege im Speichermanagement. Sobald ein Tab geschlossen wird, werde auch der Prozess geschlossen. Dieser Speicher stehe dann wieder zur Verfügung. Das sei besonders nützlich, wenn der Nutzer mit vielen Browserfenstern gleichzeitig arbeitet. Multiprozess erschwert auch das Eindringen von Schadsoftware. Arbeiten der Browser und alle Tabs in einem Prozess, sei es für Malware einfacher, ins System zu gelangen. Mit einzelnen Prozessen sei diese Gefahr deutlich geringer. Das System wird auch Sandbox-Prinzip genannt. Das sei zwar sinnvoll, es biete aber nur bei einer bestimmten Art von Schwachstellen Schutz, sagt Jan Steffan vom Fraunhofer Institut für Sichere Informationstechnologie (SIT) in Darmstadt. So werde der Schaden begrenzt, falls der Browser eine Sicherheitslücke hat und es ein Angreifer schafft, diese durch eine präparierte Webseite auszunutzen. Gefahren drohten aber wie bei allen anderen Browsern durch Lücken in Zusatzkomponenten, mit denen Web-Inhalte betrachtet werden: Flash-Player, Silverlight, Java-Applets, Video-Player oder PDF-Betrachter.
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