Schluss mit lustig

Danke Google: Werbe-Blocker aus dem Playstore geworfen

Programme verhindern Verdienst der Entwickler durch In-App-Werbung
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Google wirft Werbe-Blocker aus dem AppstoreGoogle wirft Werbe-Blocker aus dem Appstore Wie Tests der teltarif-Redaktion zeigen, hat Google offenbar vor kurzem viele Adblocker aus dem Playstore für Android geworfen. Mit Hilfe dieser Applikationen konnten Nutzer Werbung in Apps und oft auch im Android-Browser blockieren. Das mag für den Nutzer zwar praktisch sein und sparte in einigen Fällen sicher auch ein, zwei Megabyte an Datenvolumen, ist aber schädlich für die Entwickler. Viele Android-Entwickler stellten ihre Apps kostenlos zur Verfügung, um dann über die Werbe-Anzeigen in den Programmen Geld zu verdienen.

Der Entwickler der Applikation "Ad Blocker" erhiehlt von Google eine Nachricht, in der er darauf hingewiesen wird, dass sein Applikation gegen Sektion 4.4 der Vereinbarung für den Entwicklervertrieb verstoße. Dort heißt es: "Sie dürfen im Hinblick auf Android Market keine Handlungen einschließlich der Entwicklung und des Vertriebs von Produkten vornehmen, durch welche Geräte, Server, Netzwerke oder sonstiges Eigentum oder sonstige Dienstleistungen von Dritten beeinträchtigt, gestört oder beschädigt werden oder auf sie in unerlaubter Weise zugegriffen wird."

In dem Schreiben an den Entwickler heißt es weiter, dass zusätzliche Verstöße gegen die Richtlinie mit einer Auflösung des Entwickler-Accounts bestraft werden können. Außerdem könne es zu weiteren Ermittlungen und sogar der Kündigung des privaten Google-Accounts kommen. Bei einer Auflösung des Entwickler-Zugangs würde Google Zahlungen stoppen. Der Suchmaschinen-Gigant behält sich weiter vor, die Einnahmen aus früheren Verkäufen zurück zu buchen und dem Entwickler die Kosten dafür zu berechnen.

Überraschende Entwicklung?

Ganz überraschend kommt dieser Schritt nicht. Wie eingangs erwähnt, verdienen viele Entwickler mit Werbung in den Applikationen Geld. Programme die dies verhindern, sind schädlich für das Ecosystem des Unternehmens aus Mountain View. Einige Entwickler waren in der Vergangenheit schon dazu übergegangen, die Funktionen ihrer App zu blockieren, wenn ein Ad-Blocker installiert war. Ob die heutige Entscheidung auf Druck von anderen Mitgliedern der Entwickler-Gemeinde gefällt worden ist, oder ob Google dies selbst entschieden hat, ist nicht bekannt.

Auch auf Desktop-Browsern gibt es diese Werbe-Blocker. Ähnlich wie die Ad-Blocker auf Android-Geräten verhindern sie aber, dass der Betreiber der Webseite dadurch Geld verdienen kann. Aus diesem Grund blockieren mittlerweile sogar einige Internetseiten Nutzer, die solche Zusatzprogramme verwenden. Der Nutzer steht hier vor der Wahl: Lebt er ohne Werbung, oder unterstützt seine favorisiertes Online-Magazin dadurch, dass er sich Werbung anzeigen lässt - schließlich ermöglicht diese den Fortbestand der Seite.

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