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GMX: Neue FreeMail-Oberfläche im ersten Test

Farbgebung, Startseite und Menü zum Teil anders als bei Web.de
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GMX: Neue FreeMail-Oberfläche im ersten TestGMX: Neue FreeMail-Oberfläche im ersten Test Das etwas angestaubte Design des E-Mail-Dienstes GMX erfährt momentan eine schon länger erwartete Auffrischung. Die Oberfläche wurde komplett überarbeitet. Obwohl Ähnlichkeiten zum Schwesterndienst Web.de unübersehbar sind, gibt es auch Unterschiede.

Schon länger war darüber spekuliert worden, wann GMX als einer der Pioniere bei den deutschen Freemail-Diensten das Design seiner Oberfläche modernisieren und dem der Konkurrenten angleichen würde. Spätestens seit dem Facelift von Web.de FreeMail vor einem Jahr war es absehbar, dass auch GMX irgendwann ein neues Interface bekommen würde. Zwischenzeitlich gab es immer wieder einmal Updates beim Speicherplatz beider Dienste, allerdings muss der Nutzer dafür eine Toolbar installieren.

Wie schon vor einem Jahr bei Web.de nimmt das Unternehmen die Umstellung schrittweise vor. Wer möchte, kann sein Postfach bereits jetzt unter mein.gmx.net manuell migrieren, alle anderen Postfachnutzer werden bis Ende März automatisch umgestellt. Nach Angaben des Unternehmens sind rund 16 Millionen Postfächer von Kunden in Deutschland, Österreich und der Schweiz betroffen.

Farbgebung und Startseite anders als bei Web.de

In großen Teilen hat die 1&1 Mail & Media GmbH das Design von Web.de auf GMX übertragen. Ein Unterschied ist die Farbgebung: Während der FreeMail-Dienst von Web.de in Gelb und Hellblau gehalten ist, dominieren bei GMX weiterhin Dunkelblau und Weiß. Auch die Startseite ist bei beiden Diensten unterschiedlich gestaltet - dies rührt daher, dass beide Freemailer verschiedene kostenpflichtige Zusatzoptionen anbieten.

Als wir bei unserem Test-Postfach die Umstellung über das oben beschriebene Verfahren durchgeführt hatten, empfing uns die neue Oberfläche deutlich aufgeräumter und übersichtlicher als die alte. Sowohl beim alten Web.de als auch beim alten GMX war die Startseite mit Werbung für kostenpflichtige Dienste förmlich zugekleistert.

Neben der schon von Web.de bekannten Navigationsleiste auf der linken Seite gibt es im Zentrum der Startseite momentan fünf klar voneinander abgegrenzte Blöcke. Interessanterweise wird der Nutzer beim neuen GMX auf der Startseite nicht wie bei Web.de mit Namen begrüßt. Der Übersichtsblock zeigt neben der eigenen Mailadresse und dem letzten Login die Anzahl der neuen Mails sowie den verfügbaren Speicherplatz an. Hier gibt es immer noch den Textlink "E-Mail-Speicher erweitern", der den Nutzer zur Buchung des kostenpflichtigen Top-Mail-Angebots verführen will. Immerhin hält sich GMX mittlerweile konsequent an die im letzten Jahr eingeführte Button-Lösung - der Bestell-Button zeigt klar, dass der Nutzer hier einen kostenpflichtigen Vertrag abschließt.

Unter dem Übersichtsblock liegt momentan eine Informationsgrafik, hinter der sich Infos zur Postfachumstellung verbergen. Die restlichen drei Elemente sind eine Wettervorschau, ein Link zur nicht zwingend notwendigen MediaCenter-Software sowie zu weiteren (zum Teil kostenpflichtigen) GMX-Angeboten.

Navigationsmenü, Performance und Fazit

GMX FreeMail: Neues Design erinnert an Web.de, hat aber UnterschiedeGMX FreeMail: Neues Design erinnert an Web.de, hat aber Unterschiede Das Navigationsmenü auf der linken Seite ist zwar von der Grobgliederung her von Web.de übernommen, allerdings sind oft mehrere Einträge unter einem Menüpunkt zusammengefasst, was das Menü kürzer macht als bei Web.de. Trotzdem enthält das Menü mit eBay, Otto, Zalando u. a. auch wieder eindeutig werbliche Einträge. Bei der Ansicht im Posteingang kann der Nutzer wieder wählen zwischen Listenansicht, Mailvorschau rechts oder Vorschau unten. Auch Drag&Drop ist ein Feature, das der GMX-Maildienst nun erstmals mitbringt.

In unserem Test an mehreren Standorten war die neue Oberfläche deutlich schneller und flüssiger zu bedienen als das alte Design. Nach unserem Eindruck sind nun auch in vielen Fällen weniger Klicks notwendig als bisher. Beim alten Interface müssen ja immer erst die Untermenüs ausgeklappt werden, bevor einzelne Unterordner oder Unterfunktionen aufgerufen werden können.

Aus unserer Sicht gibt es keine Veranlassung mehr, beim alten Design zu bleiben. Selbst Performance-Gründe, die beispielsweise bei der Web.de-Umstellung viele Nutzer älterer Hardware dazu bewogen haben, so lange wie möglich das alte Design zu nutzen, gelten nach unserem Test bei der jetzigen GMX-Umstellung nicht mehr. Lediglich bei den technischen "Basisdaten" wie Postfachgröße, Anhang-Größe und Cloud-Speicherplatz hinkt der Dienst weiterhin der Konkurrenz hinterher, wie auf unserer Übersichtsseite zu Freemail-Diensten zu sehen ist.

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