teltarif.de MOBIL · DIENSTE
Größtes deutschsprachiges Telekommunikations-Magazin *
Newsletter für: 
Festnetz Internet Mobilfunk Handy & Co. mobicroco Meldung Meinung Service 19.06.2013 

Lotto und Sportwetten im Internet werden wieder zugelassen

30.06.2012
13:37

Neuer Glücksspielstaatsvertrag erlaubt private Wettanbieter

Von mit Material von dpa
Die mit Umsatzeinbußen kämpfenden staatlichen Lotto-Gesellschaften hoffen mit dem neuen Glücksspielstaatsvertrag auf deutlich mehr Einnahmen. Sie wollen dabei auch von der Öffnung des Sportwetten-Marktes für private Konkurrenten profitieren und in dem Milliarden-Geschäft mit ihrem Anbieter Oddset mitmischen.

"Wir wollen - speziell durch diesen verbesserten Staatsvertrag - die Umsätze mittelfristig erhöhen", sagte Bayerns Lotto-Chef Erwin Horak der Nachrichtenagentur dpa in Berlin. "So stehen wieder mehr Erträge für das Gemeinwohl und den Breitensport bereit." Hierfür sei es wichtig, dass der neue Staatsvertrag auch konsequent vollzogen werde.

Der neue Glücksspielstaatsvertrag soll nach Zustimmung in mindestens 13 der 16 Bundesländer am 1. Juli in Kraft treten. Damit halten die Bundesländer am staatlichen Lottomonopol fest. Auf Druck der Wettbewerbshüter muss der Glücksspielmarkt aber für private Anbieter geöffnet werden. Für eine siebenjährige Experimentierphase sollen 20 Konzessionen an Sportwettenanbieter vergeben werden. Weitere Erläuterungen zum Glücksspielstaatsvertrag stellt das Land Schleswig-Holstein im Internet zur Verfügung.

Online-Casino und -Poker bleiben verboten

Lotto und Sportwetten im Internet werden wieder zugelassen
Lotto und Sportwetten im Internet
werden wieder zugelassen
Der Steuersatz bei Sportwetten wird auf fünf Prozent auf die Einsätze gesenkt. Online-Casinospiele und Online-Poker bleiben verboten. Der Vertrieb von Sportwetten und Lotterien über das Internet wird aber wieder zugelassen. Die privaten Glücksspielanbieter werfen den staatlichen Gesellschaften vor, sich mit dem Vertrag auf Kosten der Konkurrenz sanieren zu wollen.

Im vergangenen Jahr stellten die Lottogesellschaften den Ländern Horak zufolge rund 2,5 Milliarden Euro für Breitensport, karitative und soziale Organisationen, Kunst, Kultur sowie Umwelt- und Denkmalschutz bereit. "Mittelfristig streben wir wieder mindestens drei Milliarden Euro an, davon 600 Millionen Euro für den Sport."

Staatliches "Oddset" muss sich privater Konkurrenz stellen

Private Sportwetten-Anbieter werden sich nach Einschätzung von Horak in erster Linie den Profisport als Kooperationspartner auswählen. Er habe den Eindruck, dass die Lotteriegesellschaften mit dem Breitensport weiter machen wollen und sich entsprechend bemühen. "Aber das ist natürlich auch eine Frage der vorhandenen Werbemöglichkeiten."

Der staatliche Sportwettenanbieter Oddset will sich in der Rechtsform einer GmbH neu aufstellen. Mittelfristig wird ein Umsatz von einer Milliarde Euro angestrebt - nach zuletzt etwa 175 Millionen Euro. "Oddset stellt sich dem künftigen Wettbewerb und wird sich um eine Konzession bewerben", sagte Horak. "Wir sind zuversichtlich, dass wir sie auch von den Ländern zugesprochen bekommen." Oddset werde sich dann auch als Sponsoring-Partner am Markt betätigen.

Glücksspielverbot im Internet hatte Einbußen verursacht

Die Umsatzeinbußen der staatlichen Lottogesellschaften begründete Horak mit dem seit 2008 geltenden Verbot von Internet-Glücksspielen. "Lotto und Oddset haben sich daran gehalten." Kommerzielle Anbieter hätten weiter illegal im Internet Angebote gemacht. Während zudem Oddset Abgaben in Höhe von 32 Prozent leiste, würden die von Malta oder Gibraltar aus agierenden illegalen Anbieter dort nur eine Steuerlast von 0,5 Prozent tragen und in Deutschland nichts zahlen.

Ein Vertragsverletzungsverfahren der EU-Kommission befürchtet Horak trotz der von Brüssel aufgeworfenen Fragen zum neuen Staatsvertrag nicht. Aus Sicht des Lotto-Chefs ist für Brüssel eher der Umgang mit Automaten in Spielhallen das größere Problem. "Hierauf wird Brüssel das Hauptaugenmerk legen - auf dieses Nicht-Zusammenpassen von regulierten Lotterien und Sportwetten und quasi unregulierten Spielautomaten."

Die neue Koalition in Schleswig-Holstein will das von Schwarz-Gelb erlassene eigene Landes-Glücksspielgesetz mit einer weitergehenderen Liberalisierung wieder kippen und dem Staatsvertrag der anderen 15 Länder beitreten. Zuvor will die "Dänen-Ampel" in Kiel prüfen, wie sie das alte Gesetz ohne Schadenersatz aufheben kann. Erste Lizenzen an private Sportwettenanbieter waren vor der Wahl am 6. Mai vergeben worden.

Weitere Meldungen zum Thema Sport RSS

RSS Empfehlen Drucken
Anzeige:
Allnet-Starter - Alles Drin für nur 9,95€/Monat! Samsung Galaxy S4 – Das beste Galaxy S aller Zeiten
cleverSMART200 im DNetz: Freiminuten/SMS+Datenflat Smart-Option: 200 Min + 200 SMS + InternetFlat 200. Nur 9,90€!

Meinungen und Erfahrungen der Community:

Betreff Autor Datum
RE: am besten komplett freigeben helmut-wk 22.07.12 15:24
RE: am besten komplett freigeben getodavid 02.07.12 08:36
RE: Lotto und Internet CHEFE 01.07.12 22:30
am besten komplett freigeben Chegga 01.07.12 19:40
Beitrags-Index ]  [ Thread-Index ] 

Weitere News vom 30.06.2012:

- Base Lutea Home im Test: DECT-Telefon mit SIM als Festnetzersatz
- Apple lässt Verkauf des Galaxy Nexus in den USA verbieten
- Ratgeber: So finden Sie den richtigen Computer für unterwegs
- Warum ARD und ZDF weiter im Kabel bleiben
- Lotto und Sportwetten im Internet werden wieder zugelassen
- D1 und D2 werden 20: Ein Blick 20 Jahre in die Vergangenheit
- Minitel sagt Adieu: Frankreichs Internet-Vorgänger wird eingestellt
- Diskotheken schalten aus Protest gegen GEMA-Tarife die Musik ab
- Alle Meldungen aus der Kalenderwoche, aus der auch obige Meldung ist
- Alle Meldungen der letzten sieben Tage

Werbung
Sei schlau, telefonier blau!

Hier klicken!


 
Alle Texte und Tabellen © 1997 - 2013 teltarif.de Onlineverlag GmbH
[Homepage] · [Unternehmen] · [Impressum/AGB] · [Ihre Daten] · [Feedback] · [Mediadaten] · [Partnerprogramm] · [Presse] · [Jobs]
*) teltarif.de registrierte zuletzt 1 290 000 Unique User pro durchschnittl. Monat
Quelle: teltarif.de: AGOF internet facts 2013-02 Erwachsene ab 14 Jahre