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FTTH: Glasfaser-Anschluss der Telekom kostet offenbar 54,95 Euro

Preis gilt für 100-MBit/s-Anschluss, 200 MBit/s kosten 59,95 Euro
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Kleines Kabel, große Bandbreite: Mehrere hundert Megabit pro Sekunden können über eine Glasfaser transportiert werden.Kleines Kabel, große Bandbreite: Mehrere hundert Megabit pro Sekunden können über eine Glasfaser transportiert werden. Diese Woche erst gab die Telekom den Ausbaustart des eigenen Glasfasernetzes in Potsdam bekannt, hielt sich mit den für die Kunden geltenden Tarifen aber bedeckt. Sie sollten erst mit dem Vermarktungsstart in einigen Tagen bekannt gegeben werden. Der Seite Computerbase.de liegen nun Informationen vor, wie viel die Anschlüsse per Glasfaser kosten sollen. Nach Angaben der Internetseite stammen diese von einem Unternehmen, das mit der Entwicklung der Produktseiten betraut ist.

Zum Vermarktungsstart wird die Telekom zwei Bandbreiten anbieten: 100 und 200 MBit/s im Downstream sollen realisiert werden. Damit liegen die FTTH-Anschlüsse weit unter dem, was technisch mit Glasfaser möglich wäre. Gleichzeitig behält die Telekom so aber die Möglichkeit, in den nächsten Jahren noch schnellere Anschlüsse auf den Markt zu bringen, ohne jetzt schon die Luft aus dem Produkt zu nehmen.

Upstream liegt bei 50 MBit/s

Call & Surf Comfort Comfort Fibre 100, so der sperrige Name des Tarifes, kostet demnach 54,95 Euro. Die doppelte Downstream-Bandbreite wird mit 59,95 Euro in Rechnung gestellt. Der Upstream soll den Angaben zufolge bei stolzen 50 MBit/s liegen. Realisiert werden sollen auch die Entertain-Anschlüsse, über die dann TV-Sender in die Wohnungen der Kunden kommen. Hier liegen die Kosten, wie auch bei DSL und VDSL, höher. Als Preispunkt wird 79,95 Euro für den 200-MBit/s-Entertain-Anschluss genannt.

Wer seinen Vertrag bis zum 17. Juli abschließt, zahlt monatlich 10 Euro weniger. Geschaltet werden die Anschlüsse jedoch erst zu einem späteren Zeitpunkt. Es ist davon auszugehen, dass die Telekom die Glasfasernetze in den jeweiligen Städten erst ausbaut, bevor dann die Kunden aufgeschaltet werden.

Glasfaser geht bis ins Wohnzimmer des Kunden

Gebaut wird in insgesamt 10 Städten bzw. Ortsteilen dieser Städte. Wie berichtet handelt es sich dabei um Braunschweig, Brühl, Hannover, Henningsdorf, Neu-Isenburg, Kornwestheim, Mettmann, Offenburg, Potsdam und Rastatt. Um einen FTTH-Anschluss zu bekommen, ist es seitens des Hauseigentümers notwendig, eine Einverständniserklärung zum Ausbau abzugeben. Die Kosten für den Ausbau übernimmt in der ersten Phase die Telekom. Das Besondere bei FTTH: Das Glasfaserkabel geht bis in die Wohnung des Kunden, währen bei FTTB die Glasfaser im Keller des Gebäudes endet und bei FTTC (auch bekannt als VDSL) das Glasfaser im Verteilerschrank auf dem Bürgersteig endet. Die restliche Strecke wird jeweils über Kupferkabel realisiert. Kupferkabel bremst die Geschwindigkeiten jedoch rapide ab, hat aber umgekehrt den Vorteil, dass es bereits in den Wohnungen und Häusern liegt.

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