Der Telefon-Hersteller
Gigaset hofft nach hohen
Verlusten wieder auf ein leicht positives Ergebnis im laufenden Jahr.
Im ersten Quartal verbuchte die frühere
Siemens-Tochter, die seit
2008 zu gut 80 Prozent der Beteiligungsgesellschaft
Arques gehört,
ein Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) von 17,7 Millionen Euro, nach einem Minus von 17,6 Millionen Euro im
Vorjahreszeitraum, wie das Unternehmen in München
mitteilte. Ein Ergebnis unterm Strich wurde nicht genannt, nach den
Worten von Arques-Chef Hans Gisbert Ulmke ging es aber auch hier
aufwärts.
Der Umsatz sank dagegen von 140 Millionen auf 125 Millionen Euro.
Allerdings hatte Arques im vergangenen Jahr das Breitband-Geschäft und
andere Aktivitäten von Gigaset abgespalten und verkauft. Ohne diese
Aktivitäten habe der Umsatz des Unternehmens im Gesamtjahr bei 485 Millionen Euro gelegen, sagte ein Gigaset-Sprecher. Für 2010 peilt
das Unternehmen Erlöse von 500 Millionen Euro an, "bei deutlich
verbesserter Rentabilität", wie es hieß.

Das Unternehmen profitiere von der Konzentration auf das
Kerngeschäft Telefonie und der entschlossenen Positionierung als
Premium-Hersteller. Hinzu kam eine Restrukturierung, bei der auch
Stellen abgebaut wurden. Noch zu Siemens-Zeiten hatte Gigaset 2 100
Beschäftigte, mittlerweile sind es noch 1 700. Die Gespräche über
einen möglichen Abbau weiterer 140 Arbeitsplätze dauerten an, sagte
der Unternehmenssprecher.
In den vergangenen Monaten hatte es zwischen Arques und Siemens
mehrfach Streit über die Geschäftspolitik des Telefon-Herstellers
gegeben, zuletzt wegen der Ablösung des früheren Geschäftsführers
José Costa e Silva, auf die Siemens "mit Bestürzung" reagiert hatte.
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