Überhitzunggefahr

Gigaset tauscht Akkus seines Touchscreen-DECT SL910 aus

Bestimmte Lithium-Ionen-Akkus können "in seltenen Fällen" überhitzen
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Der Akku eines Gigaset SL910: Unten rechts die betreffende Kennzeichnung. HY2711 stammt aus der 27. Kalenderwoche und wäre betroffen.Der Akku eines Gigaset SL910: Unten rechts die betreffende Kennzeichnung. HY2711 stammt aus der 27. Kalenderwoche und wäre betroffen. Der DECT-Telefon-Hersteller Gigaset muss Akkus bei seinem Flaggschiff-Telefon SL910 austauschen. Wie das Unternehmen selbst in einer Pressemitteilung erklärte, kann es bei Akkus, die bis zu einem bestimmten Zeitraum produziert wurden, zu Überhitzungen kommen. Gigaset bitte die Kunden, die Akkus nicht mehr zu verwenden und will ihnen neue zusenden. Dazu muss sich der Kunde jedoch erst mit Gigaset in Verbindung setzen, da dem Unternehmen die Kundendaten nicht bekannt sind.

Betroffen sind Akkus der Telefon-Modelle Gigaset SL910, SL910A und SL910H, die bis zur 38. Kalenderwoche dieses Jahres produziert wurden. Erkennbar ist das an einer Kennzeichnung auf dem Akku. Über der Herstellungsdeklaration "Made in China" steht eine Kombination aus den beiden Buchstaben "HY" gefolgt von vier Ziffern. Dabei stehen die ersten beiden Ziffern für die Kalenderwoche, die zweiten für das Jahr der Herstellung. Betroffen sind somit Akkus bis zur 3811, Kunden die eine 3911 oder höher vorfinden seien nicht betroffen.

Kunden können kostenlose Hotline anrufen

Gigaset SL910Gigaset SL910 Kunden, die einen betreffenden Akku vorfinden, sollen diesen aus dem Telefon entfernen und ordnungsgemäß über entsprechende Sammelstellen entsorgen. Einen neuen Akku sendet Gigaset den Kunden kostenlos zu, wenn diese sich an Gigaset wenden. Dafür hat das Unternehmen die Telefonnummer 0800-2002050 eingerichtet. Anrufe zu dieser Nummer sind kostenlos, erreichbar ist sie montags bis freitags von 8 bis 20 Uhr, samstags von 8 bis 16 Uhr.

Gigaset bezeichnen die Anzahl der Vorfälle im Zusammenhang bis den Akkus als äußerst gering. Dennoch habe man den Vorfall den zuständigen Behörden angezeigt und sich für den Austausch der Akkus entschieden. Kunden mit Akkus aus Produktionswochen ab der 39. Kalenderwoche 2011 sowie Kunden anderer Gigaset-Modelle seinen ausdrücklich nicht betroffen, heißt es.

teltarif hatte das DECT-Telefon mit Touchscreen-Bedienung erst vor wenigen Wochen ausführlich getestet.

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