Deutsches Smartphone

Gigaset ME im Test: Handschmeichler mit starker Leistung

Der deutsche Hersteller Gigaset legt mit dem Gigaset ME im ausführlichen Test einen guten Start hin - das Lollipop-Smartphone ist schick und schnell. Doch welche Kompromisse muss der Käufer bei Akku, Kamera und Dual-SIM-Telefonie machen?
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Smartphone-Herstellung gibt es in Deutschland schon lange nicht mehr - doch wie sieht es mit der Entwicklung aus? In den vergangenen Jahren gab es keinen Hersteller mehr, der seine Smartphones hierzulande entworfen hätte. Anfang September horchte die Fachwelt allerdings auf, als der für DECT-Telefone und Telefonanlagen bekannte Hersteller Gigaset drei Smartphones vorstellte. Würde Gigaset mit den Smartphone-Platzhirschen mithalten können?

So ganz beantworten lässt sich diese Frage noch nicht. Denn da ist zuerst einmal das Problem der Verfügbarkeit. Von den drei vorgestellten Modellen ist bislang nur das Gigaset ME erhältlich - und das wie berichtet auch nur direkt beim Hersteller und nicht über Drittanbieter-Shops. Die Modelle Gigaset ME Pure und ME Pro sind noch gar nicht bestellbar.

Immerhin werfen wir nun einen ausführlichen Blick auf das bereits für 469 Euro erhältliche Gigaset ME. Dass Gigaset hier bereits ungewöhnliche Wege geht, beispielsweise beim Verpackungs-Design, haben wir bereits in unserem Unboxing zum Marktstart Mitte November in Bildern gezeigt. Doch nun wollten wir wissen: Was taugt das deutsche Smartphone wirklich?

Ein Öffnungswerkzeug für den SIM-Card-Schlitten liegt bei
Ein Öffnungswerkzeug für den SIM-Card-Schlitten liegt bei

Handschmeichler, aber etwas rutschig

Den ersten Sinneseindruck, der sich bei uns einstellte, als wir das Gigaset ME aus der Packung nahmen, könnte man als "weich" oder "geschmeidig" bezeichnen. Die beiden Gorilla-Glass-Fronten auf der Vorder- und Rückseite werden von einem abgerundeten Metallrahmen gehalten. Auch die Glaskanten sind zum Rahmen so schön abgerundet, dass das Gigaset ME tatsächlich wie ein Handschmeichler in der Hand liegt. Es hat auch kein Übergewicht auf der Seite des Kameramoduls wie andere Smartphones.

Homescreen des Gigaset ME
Homescreen des Gigaset ME
Die beiden Glasfronten sind fast komplett geschlossen, sogar für Hörer und Mikrofon werden keine Aussparungen benötigt. Auf der Rückseite gibt es lediglich Aussparungen für den Fingerabdrucksensor, die Kamera, den Blitz und den Autofokus-Sensor. Dieses Design verleiht dem Gigaset ME ein edles Aussehen - bei längerer Benutzung stellt sich allerdings heraus, dass Fingerabdrücke auf der Glasfläche und dem Rahmen haften bleiben, was unschön aussieht und den Gesamteindruck trübt.

Kameramodul und Fingerabdrucksensor
Kameramodul und Fingerabdrucksensor
An der rechten Schmalseite liegen Powerbutton und Kartenschacht, dem Lieferumfang hat Gigaset ein Öffnungswerkzeug beigelegt. Auf der linken Schmalseite sind die zwei Lautstärkebuttons eingelassen. Die obere Schmalseite hat Öffnungen für die Infrarot-Schnittstelle und die Klinkenbuchse, während an der unteren Schmalseite zwei Lautsprecheröffnungen und die USB-Buchse vom Typ C eingelassen sind.

USB-C-Anschluss und Lautsprecher-Öffnungen
USB-C-Anschluss und Lautsprecher-Öffnungen
Optisch erinnert das Gigaset ME recht stark an die aktuelle iPhone-Generation, wobei zu sagen ist, dass die Metallrückseite der iPhones etwas rutschsicherer in der Hand liegt als die Glasrückseite des Gigaset-Smartphones. Hektische Bewegungen sollte man also vermeiden, wenn das Telefon nicht sicher in der Hand liegt.

Auf der folgenden Seite schauen wir uns nicht nur die Oberfläche des Betriebssystems an, sondern auch die vorinstallierten Apps, die zum Teil sehr sinnvoll sind. Außerdem haben wir Telefonie, den Lautsprecher und das Dual-SIM-Modul getestet.

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