Bundesnetzagentur misst bundesweit Breitband-Anschlüsse
14.06.2012 11:49
Jeder Internetnutzer kann sich sofort ohne Anmeldung beteiligen
Von
 Der Breitband-Test der Bundesnetzagentur
Die Bundesnetzagentur hat heute eine bundesweite Messkampagne gestartet. Auf der
Internetseite www.initiative-netzqualität.de
können Internetnutzer die Geschwindigkeit ihres Breitbandanschlusses überprüfen.
Nach Angaben der Behörde lässt sich
die genaue Datenrate des Anschlusses
bestimmen. Die Ergebnisse der Messungen fließen in eine Studie zur Dienstequalität von
Internetzugängen in Deutschland ein. Die
Kampagne läuft bis zum Jahresende.
"Im Rahmen der Studie wollen wir feststellen, wie häufig und wie stark die tatsächlich erreichte Datenübertragungsrate von der im
Vertrag angegebenen Rate abweicht. Ziel ist es, mehr Transparenz in Bezug auf die Qualität von Internetzugängen zu erreichen. Wir
betrachten dabei auch verschiedene Technologien und regionale Unterschiede", sagte Jochen
Homann, Präsident der Bundesnetzagentur.
Die Bundesnetzagentur hofft, dass sich möglichst viele Nutzer an den Tests beteiligen. Nur so sei
"ein zuverlässiges Bild der tatsächlich verfügbaren Leistungen überall in Deutschland" möglich.
Die Studie steht im Kontext der Maßnahmen der Bundesnetzagentur zur Sicherung der Netzneutralität
und eines offenen Internets in
Deutschland. Im Rahmen der Studie wird demnach auch untersucht, inwieweit die Bandbreite des
Internetzugangs durch parallele Nutzung von IPTV
oder VoIP beeinträchtigt wird. Darüber hinaus wird überprüft, ob die Datenübertragungsraten je nach Anwendung,
Ziel oder Inhalt
unterschiedlich sind.
Test hat ähnliche Funktionsweise wie andere Speedtests
Die nun begonnene Studie untersucht zunächst den aktuellen Stand. In einem nächsten Schritt sollen langfristige
Verfahren entwickelt werden, um die Einhaltung der Transparenzvorgaben dauerhaft sicherzustellen.
Die Ergebnisse der Studie sollen der
Bundesnetzagentur dabei helfen, hierfür geeignete Messverfahren zu etablieren.
Der Test selbst unterscheidet sich nicht groß von den zahlreichen im Internet angebotenen Speedtests.
Der Nutzer wird nach seiner Postleitzahl und der Anschlussart gefragt. Dann wird der eigene Anbieter ausgewählt und die gebuchte
Downstream-Datenrate abgefragt. Anschließend wird über den Flash Player die Geschwindigkeit gemessen, die
beim Browser ankommt. Die Bundesnetzagentur bittet darum, dass keine anderen Rechner oder mobilen Endgeräte
zum Messzeitpunkt auf das Internet zugreifen und dass die Messungen über ein LAN-Kabel und nicht per WLAN
durchgeführt werden.
BNetzA verpflichtet Anbieter zur Einrichtung einer Beschwerdestelle
Die Anfang Mai in Kraft getretenen neuen Vorschriften des Telekommunikationsgesetzes (TKG) zum Anbieterwechsel und zur Transparenz
bieten der Bundesnetzagentur ein breitgefächertes Instrumentarium, um die Endkunden zu unterstützen. So hat die Bundesnetzagentur alle
Telekommunikationsanbieter verpflichtet, für Fälle, bei denen es beim Anbieterwechsel zu einer Versorgungsunterbrechung gekommen ist,
eine gesonderte Beschwerdestelle für den Kontakt mit der Bundesnetzagentur einzurichten. Hierdurch soll kurzfristig eine
Wiederherstellung der Versorgung sichergestellt werden.
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