Sicherheit

Fußball-EM: Vorsicht bei Übertragung via Internet-Live-Stream

Manipulierte Suchtreffer leiten Nutzer auf gefälschte Webseiten um
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Fußball-EM: Vorsicht bei Übertragung via Internet-Live-StreamFußball-EM: Vorsicht bei Live-Streams Heute startet die Fußball-Europa­meister­schaft 2012 in Polen und der Ukraine. Die ersten Spiele des Tages starten ab 18 Uhr, Anpfiff der Abendbegegnungen ist um 20:45 Uhr. Trotz der arbeit­nehmer­freundlichen Zeiten der diesjährigen EM werden sicherlich nicht alle Fußball-Fans ein TV-Gerät in der Nähe haben. Aus diesem Grund haben wir bereits Alternativen gezeigt, über die die Zuschauer die Begegnungen der Mannschaften via App über ihr Smartphone oder über einen Live-Stream im Internet verfolgen können.

Gerade bei dem Zugriff auf Live-Streams ist jedoch Vorsicht geboten: Der Sicherheits­experte Kaspersky warnt derzeit vor manipulierten Suchtreffern die die Zuschauer auf gefälschte Webseiten umleiten sollen. Googeln Nutzer einige Minuten vor Anpfiff noch schnell nach einem Live-Stream, landen diese dann unter Umständen nicht beim Spiel, sondern fangen sich Malware ein. "Cyber­kriminelle werden sich ein mediales Großereignis wie die Fußball-Europa­meister­schaft nicht entgehen lassen", so Christian Funk, Virenanalyst bei Kaspersky Lab.

Die Internet-Betrüger sind gut auf die EM vorbereitet und wissen, dass Zuschauer oft nach Live-Stream-Angeboten suchen. In Vorbereitung auf die Spiele machen auch sie sich auf die Suche nach Streaming-Angeboten und versuchen, diese gezielt zu manipulieren. Neben der Suchmaschine Google greifen sie dabei auch gern auf Netzwerke wie Facebook und Twitter zurück, um Benutzer auf die vorab manipulierten Seiten zu lenken. So streuen Cyber­kriminelle einfach Twitter-Postings mit Stichworten wie "HD Videostream EM", hängen einen verkürzten Link an, und schon lotsen sie Fußballfans auf eigene verseuchte Seiten.

EM-Spiele sicher verfolgen

Generell sollten sich Zuschauer beim Thema Video-Streaming an bekannte Anbieter halten. In Deutschland sind dies unter anderem die Sender ARD und ZDF, die die Spiele auch in ihrer Online-Mediathek zeigen. Auch Zattoo bietet ein entsprechendes Angebot an. Um auf diese zugreifen zu können, muss sich der Zuschauer allerdings in Deutschland befinden, IP-Adressen aus dem Ausland sehen schwarz. Aber auch in den Nachbarländern gibt es offizielle Übertragungs­partner, die ihr Angebot auch über das Internet zugänglich machen. Hier sollten sich Nutzer vorab erkundigen.

Noch mehr Sicherheit gibt es, wenn die Links zu den entsprechenden Streaming-Angeboten vorab als Lesezeichen gespeichert werden. So umgehen die Nutzer die hektische Suche vor dem Spiel und landen direkt auf der bekannten Seite.

Sollte dennoch einmal der Link auf eine manipulierte Webseite geklickt werden, warnt ein aktueller Virenschutz vor der Gefahr. Die Sicherheits­software auf dem PC sollte daher stets auf dem aktuellen Stand gehalten werden. Updates laufen in der Regel im Hintergrund, können aber auch manuell initiiert werden.

Weitere Informationen zu Sport­übertragungen unterwegs finden Sie auf unserer Infoseite Sport auch unterwegs per Handy, Laptop und PC.