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Modellversuch: Funk-Internet kann Fernsehempfang stören

24.03.2010
09:54

Aber: Hohe Zufriedenheit der Testkunden mit neuem Internetzugang

Durch die Nutzung von Rundfunkfrequenzen können bisher weiße Flecken im ländlichen Raum mit einem leistungsfähigen Internetzugang versorgt werden. Das ist das Ergebnis eines von der baden-württembergischen Landesanstalt für Kommunikation (LfK) auf Bitten der Landesregierung durchgeführten Modellversuchs. Mitbeteiligt waren neben Vodafone als Mobilfunkbetreiber auch die Netzbetreiber und Rundfunkveranstalter Media Broadcast, Kabel BW und SWR sowie die zuständigen Verbände für den Bereich Kabel und drahtlose Mikrofone, DKE und ANGA. Über 100 Bürger und Gewerbetreibende in Bopfingen und der Nachbargemeinde Unterschneidheim bei Ulm beteiligen sich seit fast einem Jahr an dem groß angelegten Versuch. Er sollte zeigen, wie ein ländliches Gebiet ohne DSL oder Kabelinternet unter Alltagsbedingungen mit mobilem breitbandigem Internet versorgt werden kann. Die Nutzer wurden von Vodafone mit einem kostenlosen Endgerät ausgestattet und von dem von der LFK beauftragten Marktforschungsunternehmen BIK Marplan zu ihrem Nutzerverhalten und den Erfahrungen mit dem Funkinternet befragt.

Kunden nutzten vor allem Musik- und Bewegtbildangebote

Der Nutzertest ergab eine hohe Zufriedenheit mit dem neuen Internetzugang. Waren zuvor mehr als Dreiviertel der Bürger mit ihrer Internetversorgung unzufrieden, so lag die Zufriedenheit nach der Installation der neuen schnellen Internetverbindungen bei über 90 Prozent. Vor allem die Suchfunktionen im Internet sowie Musik- und Bewegtbildangebote wurden von den Privathaushalten verstärkt genutzt. Bemerkenswerte Unterschiede gab es auch bei der geschäftlichen Nutzung. Hier stiegen die Werte für die Nutzung des Internets für die Pflege von Geschäftskontakten, die Kunden- und Auftragsrecherche drastisch an.

Störungen beim Kabel- und DVB-T-Empfang

Um die Verträglichkeit von Funkinternet mit dem Fernsehempfang über Kabel und Antenne sowie die Störanfälligkeit von drahtlosen Mikrofonen zu untersuchen, wurden von den Projektbeteiligten ein gemeinsames Messkonzept entwickelt und mehrere Messungen vor Ort durchgeführt. Der Pilotversuch hat gezeigt, dass die Frequenzlage von 790 bis 862 MHz deutliche Vorteile bei der Versorgung einer Gemeinde im ländlichen Raum hat gegenüber den bisher für die Internetverbreitung verwendeten Frequenzen.

Der Funkversuch hat aber auch ergeben, dass es zu Störungen beim Fernsehempfang beim Antennenfernsehen (DVB-T) und beim Kabelfernsehen (DVB-C) sowie bei drahtlosen Mikrofonen kommen kann. Die durchgeführten Versuche und Messungen haben bestätigt, dass die aufgrund vorliegender Labor-Schutzabstandsmessungen zu erwartenden Störungen des DVB-T Empfangs beim praktischen Betrieb drahtloser Breitband-Modems auftreten können. Ebenso wurde gezeigt, dass Störungen beim Kabelempfang (DVB-C) mit unterschiedlich stark sichtbaren Auswirkungen durch die mobilen Datenmodems auftreten können. Messtechnisch konnten Beeinflussungen des Kabel-TV-Signals auch auf anderen Kanälen beobachtet werden, sie führten aber nicht zu Bildstörungen am TV-Gerät. Beim Betrieb des Modems in benachbarten Räumen konnten ebenfalls messtechnisch Beeinflussungen festgestellt werden, die von den Beteiligten hinsichtlich Bildstörungen am TV-Gerät unterschiedlich bewertet wurden.

Bei einer Zusammenarbeit aller Beteiligten könnten jedoch Lösungsmöglichkeiten gefunden werden, um das Risiko von Störungen zu reduzieren. So böten, wie es in dem Bericht heißt, die Größen UMTS-Signalstärke, Verwendung von Dachantennen für DVB-T und der räumliche Abstand von Fernsehempfänger und Antenne sowie Mobilfunkterminal Möglichkeiten zur Störungsbeseitigung.

 
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RE: UMTS 900: Welche Handies können ... spaghettimon. 01.01.12 18:23
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RE: UMTS 900: Welche Handies können ... Maugsch 01.01.12 16:36
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Quelle: teltarif.de: AGOF internet facts 2012-01, Erwachsene ab 14 Jahre