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| Festnetz | Internet | Mobilfunk | Handy & Co. | Meldung | Meinung | Service | 28.05.2012 |
Modellversuch: Funk-Internet kann Fernsehempfang stören24.03.2010
09:54 Aber: Hohe Zufriedenheit der Testkunden mit neuem Internetzugang
Durch die Nutzung von Rundfunkfrequenzen
können bisher weiße Flecken im
ländlichen Raum mit einem leistungsfähigen Internetzugang versorgt
werden. Das ist das Ergebnis eines von der baden-württembergischen
Landesanstalt für
Kommunikation (LfK)
auf Bitten der Landesregierung durchgeführten
Modellversuchs. Mitbeteiligt waren neben
Vodafone
als
Mobilfunkbetreiber auch die Netzbetreiber und Rundfunkveranstalter
Media Broadcast,
Kabel BW
und SWR
sowie die zuständigen Verbände für den
Bereich Kabel und drahtlose Mikrofone, DKE und ANGA.
Über 100 Bürger und Gewerbetreibende in Bopfingen
und der Nachbargemeinde Unterschneidheim bei Ulm beteiligen sich seit fast einem Jahr an dem groß
angelegten Versuch. Er sollte zeigen, wie ein ländliches Gebiet ohne
DSL
oder Kabelinternet unter Alltagsbedingungen mit mobilem breitbandigem
Internet versorgt werden kann. Die Nutzer wurden von Vodafone mit einem
kostenlosen Endgerät ausgestattet und von dem von der LFK beauftragten
Marktforschungsunternehmen BIK Marplan zu ihrem Nutzerverhalten und den
Erfahrungen mit dem Funkinternet befragt.
Kunden nutzten vor allem Musik- und BewegtbildangeboteDer Nutzertest ergab eine hohe Zufriedenheit mit dem neuen Internetzugang. Waren zuvor mehr als Dreiviertel der Bürger mit ihrer Internetversorgung unzufrieden, so lag die Zufriedenheit nach der Installation der neuen schnellen Internetverbindungen bei über 90 Prozent. Vor allem die Suchfunktionen im Internet sowie Musik- und Bewegtbildangebote wurden von den Privathaushalten verstärkt genutzt. Bemerkenswerte Unterschiede gab es auch bei der geschäftlichen Nutzung. Hier stiegen die Werte für die Nutzung des Internets für die Pflege von Geschäftskontakten, die Kunden- und Auftragsrecherche drastisch an. Störungen beim Kabel- und DVB-T-EmpfangUm die Verträglichkeit von Funkinternet mit dem Fernsehempfang über Kabel und Antenne sowie die Störanfälligkeit von drahtlosen Mikrofonen zu untersuchen, wurden von den Projektbeteiligten ein gemeinsames Messkonzept entwickelt und mehrere Messungen vor Ort durchgeführt. Der Pilotversuch hat gezeigt, dass die Frequenzlage von 790 bis 862 MHz deutliche Vorteile bei der Versorgung einer Gemeinde im ländlichen Raum hat gegenüber den bisher für die Internetverbreitung verwendeten Frequenzen. Der Funkversuch hat aber auch ergeben, dass es zu Störungen beim Fernsehempfang beim Antennenfernsehen (DVB-T) und beim Kabelfernsehen (DVB-C) sowie bei drahtlosen Mikrofonen kommen kann. Die durchgeführten Versuche und Messungen haben bestätigt, dass die aufgrund vorliegender Labor-Schutzabstandsmessungen zu erwartenden Störungen des DVB-T Empfangs beim praktischen Betrieb drahtloser Breitband-Modems auftreten können. Ebenso wurde gezeigt, dass Störungen beim Kabelempfang (DVB-C) mit unterschiedlich stark sichtbaren Auswirkungen durch die mobilen Datenmodems auftreten können. Messtechnisch konnten Beeinflussungen des Kabel-TV-Signals auch auf anderen Kanälen beobachtet werden, sie führten aber nicht zu Bildstörungen am TV-Gerät. Beim Betrieb des Modems in benachbarten Räumen konnten ebenfalls messtechnisch Beeinflussungen festgestellt werden, die von den Beteiligten hinsichtlich Bildstörungen am TV-Gerät unterschiedlich bewertet wurden. Bei einer Zusammenarbeit aller Beteiligten könnten jedoch Lösungsmöglichkeiten gefunden werden, um das Risiko von Störungen zu reduzieren. So böten, wie es in dem Bericht heißt, die Größen UMTS-Signalstärke, Verwendung von Dachantennen für DVB-T und der räumliche Abstand von Fernsehempfänger und Antenne sowie Mobilfunkterminal Möglichkeiten zur Störungsbeseitigung. Anzeige:
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