Test

Das AVM FRITZ!Fon MT-F im DECT-Telefon-Test

Telefon dient auch als Wiedergabegerät für Live-Streams oder Podcasts
Von Jan Rähm
AAA

Fast eben so lange wie auf die FRITZ!Box Fon WLAN 7390 mussten AVM-Fans auf das neue FRITZ!Fon MT-F warten. Erstmals vorgestellt auf der CeBIT 2009 dauerte es bis Dezember, bis erste vereinzelte Exemplare zu den Kunden kamen. Noch heute scheint das Telefon nur sporadisch verfügbar zu sein. Ein Blick in die Bestands-Anzeigen vieler Online-Händler zeigt, dass noch immer nicht genug Telefone im Umlauf sind: Fast alle Verfügbarkeits-Anzeiger melden "bestellt", "im Zulauf" und manche gar "nicht lieferbar". Uns hat der Hersteller sowohl die FRITZ!Box Fon WLAN 7390 als auch das Schnurlos-Telefon FRITZ!Fon MT-F zum Testen zur Verfügung gestellt.

Schon der erste Blick auf das Gerät macht deutlich: Das FRITZ!Fon MT-F ist eine konsequente Weiterentwicklung seines Vorgängers MT-D. Schaut man sich die Telefone nur flüchtig an, könnte man beide glatt miteinander verwechseln. Der augenfälligste Unterschied zum Vorgänger FRITZ!Fon MT-D ist das Display. War es im alten Modell noch ein monochromes Dot-Matrix-Bildschirmchen mit einer Auflösung von 112 mal 65 Pixel, sitzt nun im neuen Telefon ein vergleichsweise hochauflösendes LCD mit 240 mal 320 Pixel, das bis zu 262 144 Farben darstellen kann. Ob man dies bei einem Telefon braucht, sei dahingestellt - schön anzusehen ist es auf jeden Fall.

Das Telefon an der Stereoanlage

FRITZ!Fon MT-F im TestFRITZ!Fon MT-F Schaut man dann genauer hin, fällt auf, auch der Rest der Optik des neuen Telefons hat sich ein wenig gewandelt. Das ehemals hochglänzende Gehäuse hat AVM durch eines ersetzt, dessen Vorderseite zwar weiterhin hübsch schwarz glänzt, die Rückseite jedoch besteht jetzt aus matt schwarzer Plastik. Diese fühlt sich beim Telefonieren einerseits subjektiv besser an und verspricht andererseits, nicht so schnell zu verkratzen. Das zeigt auch die Praxis: Nach nun gut zweimonatiger täglicher und intensiver Benutzung finden wir auf der Rückseite nahezu keinen einzigen Kratzer.

Bei der weiteren Begutachtung fällt uns der neue 3,5-Millimeter-Klinkenanschluss für die Verbindung mit einem Headset oder zur heimischen Stereoanlage auf. Beim Anschluss eines Headsets ist allerdings ein wenig Glück erforderlich. Wir zumindest fanden keines, das komplett funktioniert. Meist wurde nur der Ton auf die Ohrhörer ausgegeben, das Mikrofon blieb funktionslos. Ein anderes Headset erzeugte gar starke Störgeräusche. An einen Verstärker oder ein paar Aktiv-Lautsprecher angeschlossen klingt das MT-F jedoch gar nicht einmal schlecht. FRITZ!Fon MT-F im TestFRITZ!Fon MT-F und FRITZ!Fon MT-D

Wer jetzt rätselt, was ein Telefon an der Stereoanlage soll, dem wollen wir eine der Zusatzfunktionen enthüllen. Denn das Telefon dient als Wiedergabegerät für Live-Streams aus dem Internet oder für Podcasts. Die Adressen lassen sich jeweils über die Basisstation - entweder eine FRITZ!Box Fon WLAN 7270 oder eine FRITZ!Box Fon WLAN 7390 - eintragen und pflegen. Nicht unterstützt werden übrigens Live-Streams im Format OGG/Vorbis und Windows Media Audio.

Eine weitere Neuerung versteckt sich an der Oberseite. Dort sitzt nun ein kleines Plastikfenster. Gemunkelt wird, dahinter könnte ein Lichtsensor sitzen, der zukünftig die Helligkeit des Displays regelt. Es könnte aber auch eine Infrarot-LED sein. Welche Funktion diese einmal übernehmen wird, darüber wird in Foren auch noch gerätselt. Denkbar wäre die Steuerung der Mediabox, die AVM ebenfalls im Angebot hat. Doch sicher ist das nicht. Klar ist bisher nur: Eine Funktion übernimmt das neue Bauteil derzeit nicht.

Auf der folgenden Seite lesen Sie mehr über die Vorzüge des FRITZ!Fon im Vergleich zu einem herkömmlichen DECT-Telefon.

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