
FRITZ!App Ticker ermöglicht den Zugriff auf die heimische Anrufliste
Ziemlich genau fünf Monate nach der
Ankündigung auf der CeBIT im März hat
der Berliner Routerhersteller
AVM seine
Android-App FRITZ! App Ticker in den
Android-Market
gebracht. Die App ist ein Widget, das vom Handy aus den Zugang zur FRITZ!Box und
so einen Einblick in die heimische Anrufliste ermöglicht. Allerdings ist die App
nicht für alle Modelle geeignet.
Die lange Zeit zwischen Ankündigung und Veröffentlichung begründete AVM vor einigen
Wochen gegenüber teltarif.de, dass das neue Widget ein Firmware-Update bei den Boxen
selbst benötige und dieses noch nicht fertig sei. Mittlerweile hat AVM dieses Update für
die aktuellsten Boxen bereitgestellt, so dass sich die Berliner nun zu einer Veröffentlichung
des Widgets entschlossen haben. Eingesetzt werden kann es entsprechend
nur in Verbindung mit den FRITZ!Box-Modellen 7390, 7270 und 7240.
Die ebenfalls aktuelle 6360 Cable, die bei Kabelanschlüssen zum Einsatz kommt
und andere, ältere Boxen werden indes noch nicht unterstützt. Hier ist zu hoffen, dass mit
künftigen Firmware-Updates die entsprechenden Funktionen ebenfalls bereitgestellt werden.
Zugriff erfolgt per DynDNS
Wer FRITZ!App Ticker nutzen will, muss auf seiner FRITZ!Box die Fernwartung mit einem DynDNS-Dienst
aktivieren. Diese Daten nutzt die App, um die FRITZ!Box zu kontaktieren. Sie wüsste sonst nicht, unter
welcher Adresse der Router zu finden ist. Der Dienst ermöglicht es aber, unter einer gleichbleibenden
Adresse den Router aufzurufen, auch wenn sich die IP-Adresse ändert. Der Zugriff erfolgt auch,
wenn der Nutzer nicht im heimischen WLAN unterwegs ist, sondern hat einen anderen mobilen Datenzugang nutzt.
Auf einem der Android-Homescreens abgelegt, sieht der Nutzer, welche Anrufe seine FRITZ!Box zu Hause
empfangen hat, die aber nicht beantwortet wurden. Anrufe des aktuellen
Tages werden in fetter Schrift hervorgehoben und ein Zähler zeigen die Anzahl entsprechender
verpasster Anrufe sowie jene, die vom Anrufbeantworter angenommen wurden.
Rückrufe sind direkt aus der Anrufliste oder dem Telefonbuch möglich.
Die Liste der Anrufe wird automatisch im Hintergrund aktualisiert. Schaltet sich das Handy in
Stand-by, erfolgt keine Aktualisierung, was den Akku des Smartphones schonen soll.
Nach der Reaktivierung soll aber eine sofortige Aktualisierung erfolgen.
AVM stellt die App derzeit in einer Labor-Version bereit. Das bedeutet, dass diese noch nicht das finale Stadium
erreicht hat und auch noch Fehler enthalten kann. Nutzer kritisieren indes, dass AVM dieses Widget
nicht in bestehende Apps integriert hat und fordern eine Zusammenlegung.
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