Digitale Dividende: Frequenz-Auktion tritt offenbar in Endphase
04.05.2010 14:19
Aktuell keine neuen Gebote mehr für die 800-MHz-Frequenzen
Die Versteigerung neuer Funkfrequenzen steht nach
einem gut dreiwöchigen Bietprozess möglicherweise vor einem baldigen
Ende. Heute wurden bei den Frequenzblöcken aus dem Bereich von
800 MHz (Digitale Dividende) von den vier Mobilfunkbetreibern in mehreren Runden
zunächst keine Gebote mehr abgegeben.
Diese Funkfrequenzen, die durch
die Umstellung des Rundfunks auf Digitaltechnik frei geworden waren,
sollen vor allem für die Schließung von Versorgungslücken auf dem
Lande mit schnellen Internetanschlüssen eingesetzt werden. Sie werden von
den vier Bietern T-Mobile, Vodafone, E-Plus und o2 stark
umworben.
Insgesamt lag nach 126 Auktionsrunden die Summe aller Höchstgebote
bei 2,9 Milliarden Euro. Davon entfallen alleine 2,6 Milliarden Euro
auf die Frequenzen der Digitalen Dividende. Neben diesen begehrten
Frequenzen werden von der Bundesnetzagentur noch weitere Blöcke in
höheren Frequenzbereichen versteigert. Mit dem Erwerb wollen sich die
Mobilfunkkonzerne vor allem für den explosionsartigen Anstieg der
mobilen Datenkommunikation wappnen.