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22.12.2009 16:33
Wie sollte die Zukunft der öffentlich-rechtlichen Sender aussehen?
teltarif.de Leser hörnchen1 schreibt:
Diskussionen um die GEZ und deren Verwendung durch die öffentlich-rechtlichen Fernsehsender gibt es viele, und die auch schon lange. Da gibt es die Verfechter, die ausschließlich ö-r gucken und die Privaten ganz grausam finden und deshalb auch gern Gebühren zahlen. Dann gibt es die, die ganz auf ö-r verzichten möchten und die Gebühren als Frechheit empfinden. ...
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01.01.2010 23:18
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Benutzer Telly schrieb:
> > Kann Dir bei einer qualitativen Sendung nicht passieren ;-)
> > Was? Süchtig zu werden.
> > Es macht aber einen Unterschied, welche Qualität ich zu > > welchen Zeiten anbiete. Logischerweise bindet nun mal die > > Primetime die meisten Zuschauer. Und welche Qualität ich dann > > anbiete, oder anders gesagt, wieviele Zuschauer ich mit welchem > > Niveau erreiche, läßt durchaus eine qualitative Einschätzung > > des Senders zu.
> > Es lässt eher eine qualitative Einschätzung der Zuschauer zu. > Nicht des individuellen Zuschauers, sondern der Gruppe an sich. Ich habe ja nach wie vor die "objektiven" Qualitätskriterien im Sinn. Demzufolge spricht es nicht gerade für einen Sender, wenn er anspruchsvolle Sendungen kürzt oder zu unattraktiven Sendeplätzen verschiebt.
> Würde ich gelten lassen, wenn mit der Ausdehnung der Sendezeit > auch die GEZ-Gebühren gestiegen wären. Dann könnte man nämlich > die Beibehaltung des verhältnismäßigen Niveaus erwarten.
Heißt das jetzt, dass wir dankbar sein sollten, bei der von mir beklagten Verschiebung des Qualitätsverhältnisses, dass wir wenigstens nicht mehr bezahlen müssen ;-) ?
> Die Gebührenhöhe ist im Mittel quasi gleichgeblieben.
Bevor wir diese Baustelle aufmachen - ich beklage keineswegs die Gebührenhöhe (hatte ja sogar meine Bereitschaft angedeutet, mehr zu bezahlen, wenn im Gegenzug die Werbung wegfällt). Ich würde sogar meckern, wenn der Qualitätsverlust mit einem Gebührennachlass versüßt werden würde. ;-)
> Mir ist es ja auch nicht egal. Ich interessiere mich sehr und > überlege mir immer genau, wem ich meine Stimmen gebe. Doch das > Ergebnis dieser Überlegungen führt halt immer öfter und > intensiver dazu, dass ich am liebsten keinem meine Stimme gebe. > Und das liegt eindeutig an den Politikern und nicht an mir.
Mein Verständnis für Nichtwähler ist ja auch zunehmend gestiegen. Denn wenn man meint, dass keine der angebotenen Alternativen was bringt (auf dem Standpunkt stehe ich allerdings zur Zeit nicht), ist dies die naheliegende Konsequenz.
> Du meinst man soll sich die Frage vor seiner Wahlentscheidung > stellen?
UNBEDINGT!
> Ich kann kein Latein und habe jetzt mal auf Wikipedia > schnell geschaut. "Zum Vorteil gereichen"...
Oder auf gut deutsch: WEM nutzt es, bzw. wer hat bisher von den Entscheidungen und Vorstößen der jeweiligen Partei profitiert. Es ist ganz legitim, dass Parteien Interessenvertreter sind. Fragt sich nur, in WESSEN Interesse sie durch ihre Entscheidungen NACH Wahlen (und weniger durch ihre Ankündigungen VOR Wahlen) gehandelt haben.
> Wem zum Vorteil? Zu meinem? Den Politikern? Aus welcher Sicht > meinst Du das?
Genau das ist ja die Frage: Wenn ich Partei X wähle, WER hat bei vorigen Machtbeteiligungen dieser Partei profitiert bzw. wer würde aller Wahrscheinlichkeit profitieren.
> Ich stelle mir jedenfalls schon die Frage, wer könnte mir > persönlich am meisten nützen.
Völlig legitime Wahlentscheidung, da man natürlich die Partei wählen sollte, von der man sich die übereinstimmendste eigene Interessenvertretung erwartet.
> Erstens müsste ich der jeweiligen Partei auch > glauben können, dass sie Ihre Versprechen umsetzt, wenn sie > denn die Gelegenheit bekommt
Versprechen sind Schall und Rauch. Die "lateinische Frage" ist da viel aussagekräftiger.
> und zweitens müssten manche > Parteien erstmal genau offenlegen was sie eigentlich wollen.
DAS wiederum finde ich mit dem genannten "Cui bono"-Test gar nicht so schwer, herauszufinden. Auf Erfahrungswerte der Vergangenheit kann man zwar nicht zurück greifen, wenn die Partei noch nie in Verantwortung stand, aber ich kenne keine von der Größe her interessante Partei, von der die profitierende Klientel nicht klar auszumachen wäre.
> Die Parteiprogramme an sich sind ja bewusst stets schwammig > formuliert.
Teils, teils. Manchmal "blitzt" aber auch bei denen - vielleicht sogar unbeabsichtigt - eine deutliche Positionierung durch. Aber wie gesagt, die bekannten Erfahrungen geben mehr Klarheit als die Lektüre eines Parteiprogramms.
> Ich gehöre zahlenmäßig einer Minderheit an, weil ich schwul > bin. Deshalb tendiere ich auch eher zum linken Spektrum. So > einfach kann man es sich meiner Meinung nach aber nicht machen. > Wenn eine Partei ansonsten nichts zu bieten hätte oder das aus > meiner Sicht Falsche, dann würde ich sie auch nicht wählen.
Es wird kaum eine Partei geben, wo man ALLES unterschreiben würde. Da muss man dann Prioritäten setzen, um die Partei der bestmöglichen Übereinstimmung zu finden.
> Da wird meiner Meinung nach nix mehr weiterentwickelt. Im > Zeitalter von Festplattenreceiver braucht man es ja auch nicht > mehr dringend. Aber bequemer wars schon.
Na, sinnvoll ist es nach wie vor. Ich gebe zwar vorneweg und hintendran immer einiges an Zeit zu, aber stundenlang zuzusetzen, macht schon deswegen kaum Sinn, wenn (laut Plan) eine halbe Stunde später eine andere aufzunehmende Sendung beginnen soll. |
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02.01.2010 01:02
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> Ich habe ja nach wie vor die "objektiven" > Qualitätskriterien im Sinn. > Demzufolge spricht es nicht gerade für einen Sender, wenn er > anspruchsvolle Sendungen kürzt oder zu unattraktiven > Sendeplätzen verschiebt.
Ich weiß, wie Du es meinst. Ich sag aber mal so. Die beiden Q`s sollten in vernünftigem Verhältnis stehen. Qualität und Quote.
Das klingt doch jetzt schon wie "hohe Politik", oder nicht? *lach*
> Heißt das jetzt, dass wir dankbar sein sollten, bei der von mir > beklagten Verschiebung des Qualitätsverhältnisses, dass wir > wenigstens nicht mehr bezahlen müssen ;-) ?
Ich rede nicht von "dankbar"; sondern wollte nur die Relation klar darstellen.
> > Die Gebührenhöhe ist im Mittel quasi gleichgeblieben.
> Bevor wir diese Baustelle aufmachen - ich beklage keineswegs > die Gebührenhöhe (hatte ja sogar meine Bereitschaft angedeutet, > mehr zu bezahlen, wenn im Gegenzug die Werbung wegfällt). > Ich würde sogar meckern, wenn der Qualitätsverlust mit einem > Gebührennachlass versüßt werden würde. ;-) Das sehen sicher die Wenigsten so. Und wenn nur die "Qualitätszuschauer" in Zukunft für das ÖR noch bezahlen müssen, dann werden die auch motzen. Weil soviel wollen sie dann auch wieder nicht zahlen.
> Mein Verständnis für Nichtwähler ist ja auch zunehmend > gestiegen. Denn wenn man meint, dass keine der angebotenen > Alternativen was bringt (auf dem Standpunkt stehe ich > allerdings zur Zeit nicht), ist dies die naheliegende > Konsequenz.
Ich kann Nichtwähler auf der einen Seite ja auch verstehen. Doch gerade der Anstieg der Nichtwähler macht mir wirklich Sorgen. Ich hoffe, dass ich alt werde, gesund bleibe und keinen Krieg erleben muss und ein halbwegs gutes Auskommen hab; Je nach Betrachtungswinkel sind das kleine oder große Wünsche...
Du wählst also aus Überzeugung? Ich gratuliere Dir - da werde ich ja neidig - und das werde ich sonst nie.
> Oder auf gut deutsch: WEM nutzt es, bzw. wer hat bisher von den > Entscheidungen und Vorstößen der jeweiligen Partei profitiert.
> Genau das ist ja die Frage: Wenn ich Partei X wähle, WER hat > bei vorigen Machtbeteiligungen dieser Partei profitiert bzw. > wer würde aller Wahrscheinlichkeit profitieren.
Das ist ja das schlimme. Vom Mittelstand abwärts hat "netto" die letzten 30 Jahre niemand profitiert. Was nützt mir, wenn man mir aus der rechten Tasche das doppelte rausnimmt, was man mir in der linken Tasche hineingesteckt hat.
> Versprechen sind Schall und Rauch. Die "lateinische > Frage" ist da viel aussagekräftiger.
Das ist es ja. Die Erfahrungen sind ja so erschütternd und niederschmetternd.
> Auf Erfahrungswerte der Vergangenheit kann man zwar nicht > zurück greifen, wenn die Partei noch nie in Verantwortung > stand, aber ich kenne keine von der Größe her interessante > Partei, von der die profitierende Klientel nicht klar > auszumachen wäre.
Naja. Klientelpolitik... Sagen wir mal so - glaubst Du ernsthaft, dass die FDP ihre "Klientel" so gut bedient, dass sie allenernstes nächstes Mal noch mind. 11 % bekommt?
Entscheidend ist was drin ist - und nicht was draufsteht. Aber alle sind ja Mogelpackungen. Das ist ja das Schlimme.
> Es wird kaum eine Partei geben, wo man ALLES unterschreiben > würde. Da muss man dann Prioritäten setzen, um die Partei der > bestmöglichen Übereinstimmung zu finden.
Stimme voll zu. Ich erwarte genauso wenig eine "Traumpartei" wie ich einen "Traumpartner" erwarte. Doch wenn die "bestmögliche Übereinstimmung" bei allen Parteien max. 35 % beträgt, dann ist mir das zu wenig.
Telly
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02.01.2010 11:40
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Benutzer Telly schrieb:
> > (hatte ja sogar meine Bereitschaft angedeutet, > > mehr zu bezahlen, wenn im Gegenzug die Werbung wegfällt). > > Ich würde sogar meckern, wenn der Qualitätsverlust mit einem > > Gebührennachlass versüßt werden würde. ;-)
> > Das sehen sicher die Wenigsten so. Ja, ist mir schon klar, dass die meisten mit der heutigen Geiz-ist-geil-Mentalität lieber auf Qualität als auf ein paar Cent verzichten.
> Ich kann Nichtwähler auf der einen Seite ja auch verstehen. > Doch gerade der Anstieg der Nichtwähler macht mir wirklich > Sorgen.
Oder nennen wir die Ursache doch beim richtigen Namen: Eine Politik und erlebte "Vorbilder", die die Menschen in die Enthaltung treiben, und ganz wichtig: die den Eindruck erweckt, es gäbe keine Alternativen, denn Wahlenthaltung ist ihnen lieber als Abwanderung. Zwar juckt die Politiker Wahlenthaltung recht wenig, da sie keine Skrupel hätten auch mit nur einer einzigen Stimme Mehrheit zu regieren, ein paar Krokodilstränen werden aber immer pflichtschuldigst vergossen. Dennoch wird die Legitimation immer geringer. Da beruhigt man sich als Politiker gern mit der Einbildung, dass man die Anhänger nur nicht mobilisieren konnte, denn WENN die Nichtwähler zur Wahl gegangen wären, hätten sie mehrheitlich ganz bestimmt immer genau die Partei gewählt, der der jeweils tagträumende Politiker angehört. Um diese Typen in die Realität zurück zu holen, empfiehlt Urban Priol: "Hingehen zur Wahl, unbedingt hingehen - und dann den Wahlzettel durchstreichen und ggf. mit einem Kommentar versehen, dass keine der angegebenen Alternativen zusagt." Die Gesichter der Politschranzen möchte ich sehen, wie die dann bei 95 Prozent Wahlbeteiligung und 50 Prozent ungültiger Stimmen ihre "Einäugigkeit" von 25 Prozent unter den anderen Blinden als Legitimität verkaufen wollen.
> Du wählst also aus Überzeugung? Ich gratuliere Dir - da werde > ich ja neidig - und das werde ich sonst nie.
Ein großes Wort. Sagen wir eher, ich sehe noch Alternativen ohne der gewählten Partei gleich um den Hals zu fallen. Seit Schröder hat sich ja dieses TINA-Geschwafel als beliebte FLoskel durchgesetzt, womit man glaubt, jedes Gegenargument gegen eine Entscheidung erschlagen zu können. Sogar "unsere journalistischen Hirnzwerge" (Volker Pispers) lassen sich davon beeindrucken und haben das Nachhaken und Hinterfragen schon lange verlernt.
> Das ist ja das schlimme. Vom Mittelstand abwärts hat > "netto" die letzten 30 Jahre niemand profitiert. Was > nützt mir, wenn man mir aus der rechten Tasche das doppelte > rausnimmt, was man mir in der linken Tasche hineingesteckt hat.
Eben, genau jetzt wieder zu beobachten. Ein paar Euro kommen in die Kindergeldtasche und dafür wird das doppelte dann aus der Krankenversicherungstasche wieder rausgeholt, von Planspielen wie PKW-Maut und Mehrwertsteuererhöhung gar nicht zu reden. Aber dafür war es ja unbedingt notwendig, den Hotelliers einen warmen Regen zu bescheren. Die Hotelgäste werden davon mit Sicherheit durch gesunkene Zimmerpreise (hihi) profitieren.
> Das ist es ja. Die Erfahrungen sind ja so erschütternd und > niederschmetternd.
Nicht verzweifeln, so lange es noch Alternativen gibt. Und die gibt es, entgegen allem TINA-Gefasel.
> Naja. Klientelpolitik... Sagen wir mal so - glaubst Du > ernsthaft, dass die FDP ihre "Klientel" so gut > bedient, dass sie allenernstes nächstes Mal noch mind. 11 % > bekommt?
Also an der dankbaren Klientel liegts nun wahrlich nicht. Nur wird die Addition der Klientel + der "Eingefangenen" ("dummmen" lasse ich jetzt mal weg ;-) ) beim nächsten mal keine 11 Prozent mehr ergeben. Allerdings war auch - entgegen allen Beteuerungen unseres Außen-Guidos - ein gehöriger Anteil taktischer CDU-Wähler dabei, die ganz sicher gehen wollten, die Biene Maja zu bekommen. Und dieses Wahlverhalten ist dabei noch das verständlichste.
> Entscheidend ist was drin ist - und nicht was draufsteht. Aber > alle sind ja Mogelpackungen. Das ist ja das Schlimme.
ALLE würde ich nicht sagen. Sonst sähe ich ja keine Alternative und müßte Nichtwähler werden.
> Stimme voll zu. Ich erwarte genauso wenig eine > "Traumpartei" wie ich einen "Traumpartner" > erwarte. Doch wenn die "bestmögliche Übereinstimmung" > bei allen Parteien max. 35 % beträgt, dann ist mir das zu > wenig.
Ich würde für mich so auf 70 Prozent tippen. Das reicht mir. Den Wahlomaten kennst Du hoffentlich? www.wahlomat.de
Eine gern belächelte Hilfestellung für die Platzierung des Kreuzchens. Man mag davon halten, was man will, aber für Unteschlossene durchaus eine Hilfestellung. Und warum ist der sinnvoll? Ganz einfach: weil hier nicht wie in den Medien einer hämisch was über eine Partei schreibt, wo schon die Wortwahl den Leser in die gewünschte Richtung lenkt, sondern es werden aktuelle Fragen gestellt (z.B. Afghanistan-Einsatz, Vermögenssteuer, Mindestlohn usw.) und man hat dann die Auswahl zwischen "stimme zu", "stimme nicht zu" und "egal". Bei Bedarf kann man dann anschließend die einzelnen Fragen noch wichten. Da zu allen Fragen die jeweiligen Positionen der Parteien bekannt sind (Parteiprogramme oder maßgebliche Verlautbarungen), errechnet dann der Wahlomat eine Rangfolge der Übereinstimmung zur eigenen Position mit Auflistung der eigenen Antworten und der der ausgewählten Parteien. Gemeckert wird immer, auch über den Wahlomat. Entweder ist dem deutschen Michel etwas nicht einfach genug oder nicht kompliziert genug. Aber wie gesagt, als Grundorientierung für Unentschlossene durchaus brauchbar. Man könnte auch mutmaßen, dass es so manchem gar nicht lieb ist, wenn solchen Wählern ein Instrument so ganz ohne MeinungsMACHE(!) an die Hand gegeben wird, hat es doch durchaus schon für erstaunliche Ergebnisse und Aha-Effekte gesorgt. |
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05.01.2010 23:17
einmal geändert am 05.01.2010 23:18
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> Die Gesichter der Politschranzen möchte ich sehen, wie die dann > bei 95 Prozent Wahlbeteiligung und 50 Prozent ungültiger > Stimmen ihre "Einäugigkeit" von 25 Prozent unter den > anderen Blinden als Legitimität verkaufen wollen.
Das kriegen die hin! Das sind Politiker!
> Ein großes Wort. Sagen wir eher, ich sehe noch Alternativen > ohne der gewählten Partei gleich um den Hals zu fallen.
Ich sage ja nicht, dass ich das nächste Mal nicht wieder eine Partei wähle, die wohl die 5% schafft. Doch dieses mal bin ich mit meiner Entscheidung wirklich zufrieden. Ich kann sagen, dass ich gewählt habe (gültig) und trotzdem nicht den Mist, der jetzt dran ist bzw. schmollt, weil er nicht dran ist.
> Seit Schröder hat sich ja dieses TINA-Geschwafel als beliebte > FLoskel durchgesetzt, womit man glaubt, jedes Gegenargument > gegen eine Entscheidung erschlagen zu können.
Was ist TINA?
> Sogar > "unsere journalistischen Hirnzwerge" (Volker Pispers) > lassen sich davon beeindrucken und haben das Nachhaken und > Hinterfragen schon lange verlernt.
Investigativ ist für die ein Fremdwort.
> Die Hotelgäste werden davon mit > Sicherheit durch gesunkene Zimmerpreise (hihi) profitieren.
Mit Sicherheit! ;-)
Wenn ich nicht ein Stammhotel habe und daher nötigenfalls dem Hotelier sagen kann, dass er den Preis nicht gesenkt hat - werde ich wohl gar nicht wissen, was es früher kostete. Insofern wird man dadrauf bauen und die Preise nicht anpassen.
> Nicht verzweifeln, so lange es noch Alternativen gibt. Und die > gibt es, entgegen allem TINA-Gefasel.
Momentan gibt es sie für mich nicht. TINA? (s.o.)
> Ich würde für mich so auf 70 Prozent tippen. Das reicht mir.
Das würde mir ja auch wieder reichen.
> Den Wahlomaten kennst Du hoffentlich? > www.wahlomat.de
Ja klar! Nutze ihn schon viele Jahre. Und er hat auch wirklich seine Vorteile. Insbesondere wenn man sich die Mühe macht, die Einzelpositionen zu prüfen. Denn es kam dieses Jahr vor, dass ich sowohl die CSU als auch die Linken empfohlen bekam. Sie waren gleich auf auf dem ersten und zweiten Platz. Bestätigt das nun, das Alternativen vorhanden waren? ;-)
Telly
Nachtrag: Ich wohne übrigens nicht im CSU-Land. Mist - jetzt fällts mir ein: Ich hätte ja dann Links wählen müssen ;-)
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05.01.2010 23:50
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Benutzer Telly schrieb:
> Was ist TINA?
Seit Schröder eine beliebte Variante der Basta-Politik oder des "mit-der-Faust-auf-den-Tisch-hauens". Neudeutsch: "There is no alternative" Es gibt keine Alternative. Mit diesem Möchtegern-Totschlag-"Argument" werden sämtliche Kritik und Einwände gegen eine Entscheidung abgebügelt, so falsch sie auch sein mag. Leider lassen sich viele - auch unsere "journalistischen Hirnzwerge" (Volker Pispers) dadurch ehrfürchtig den Mund verschließen. Ich gehöre aber zu den Widerspenstigen, die bei politischen Entscheidungen IMMER Alternativen für möglich halten, zumindest bei den Entscheidungen, die man uns bisher als TINA verkaufen wollte.
> Investigativ ist für die ein Fremdwort.
Ja, leider. Auch der Journalismus verkommt, und nicht nur, weil inzwischen auch diese Berufsgruppe saumäßig und oft freiberuflich bezahlt werden. Für das Geld bekommt man dann nur noch Leute, die höchstens DPA-Meldungen oder voneinander abzuschreiben können.
> Wenn ich nicht ein Stammhotel habe und daher nötigenfalls dem > Hotelier sagen kann, dass er den Preis nicht gesenkt hat - > werde ich wohl gar nicht wissen, was es früher kostete. > Insofern wird man dadrauf bauen und die Preise nicht anpassen.
Och, selbst im Stammhotel "vertraue" ich darauf, dass mir der Chef schon erklären wird, warum er auf Grund anderer Belastungen, die Einsparung LEIDER nicht an die Preise weitergeben konnte.
> Ja klar! Nutze ihn schon viele Jahre. Und er hat auch wirklich > seine Vorteile. Insbesondere wenn man sich die Mühe macht, die > Einzelpositionen zu prüfen. Denn es kam dieses Jahr vor, dass > ich sowohl die CSU als auch die Linken empfohlen bekam. Sie > waren gleich auf auf dem ersten und zweiten Platz. Bestätigt > das nun, das Alternativen vorhanden waren? ;-)
Böse, böse! Also bei mir lagen die beiden nicht so dicht beieinander. Es gab natürlich auch einige wenige Fragen, wo ich genau konträr zur präferierten Partei lag, aber unterm Strich hat's dann doch hingehauen.
> Nachtrag: Ich wohne übrigens nicht im CSU-Land. Mist - jetzt > fällts mir ein: Ich hätte ja dann Links wählen müssen ;-)
Um Gottes(!) Willen! Steht dafür dort nicht mindestens lebenslänglich drauf? |
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07.01.2010 08:17
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> > Bestätigt das nun, das Alternativen vorhanden waren? ;-)
> Böse, böse! Grins;-)
> > Nachtrag: Ich wohne übrigens nicht im CSU-Land. Mist - jetzt > > fällts mir ein: Ich hätte ja dann Links wählen müssen ;-)
> Um Gottes(!) Willen! Steht dafür dort nicht mindestens > lebenslänglich drauf? "dort"? Meinst Du Bayern? Da wohne ich NICHT ;-)
Telly
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07.01.2010 09:39
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Benutzer Telly schrieb:
> > > Nachtrag: Ich wohne übrigens nicht im CSU-Land. Mist - jetzt > > > fällts mir ein: Ich hätte ja dann Links wählen müssen ;-)
> > Um Gottes(!) Willen! Steht dafür dort nicht mindestens > > lebenslänglich drauf? > > "dort"? Meinst Du Bayern? Da wohne ich NICHT ;-) Na klar. Du sprachst doch von CSU-Land. Wo sonst steht links wählen unter Strafe ;-) |
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