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| Festnetz | Internet | Mobilfunk | Handy & Co. | Meldung | Meinung | Service | 28.05.2012 |
Mobile Web von 1&1 und Vodafone ...26.10.2008 12:57
... das Portfolio der Kooperation wächst - doch was taugt der Service?
teltarif.de Leser MichiF schreibt:
Vor etwas mehr als zwei Jahren hat der Anbieter 1&1 in Kooperation mit dem Netzbetreiber Vodafone mit seinem Angebot "pocketweb" für Ausehen gesorgt - erhält der Nutzer doch mit dem OGO CT-17 und der gerätegebundenen GPRS-Flatrate für einen Monataspreis von 9,90 EUR die Möglichkeit, günstig mobil zu surfen und via Push eMails zu empfangen. Ein rundheraus gutes und faires Angebot - wie man meinen möchte.
Inzwischen ist dieser Basistarif, der um einige (in meinen Augen allerdings nicht unbedingt attraktiven) Voice-Optionen erweitert werden kann, auch mit HTC-Geräten, dem Blackberry Pearl und Curve und anderen Telefonen erhältlich.
Deshalb will ich an dieser Stelle einmal kurz die Vor- und Nachteile dieses Angebots andiskutieren - einiges wurde in den News von TT auch schon ausführlich besprochen. Im ersten Teil dieser Betrachtung soll es um meine Erfahrungen mit dem Gerät, der Technik und der Qualität gehen, im zweiten will ich mit meinen persönlichen Erfahrungen zum Service den Interessierten eine Hilfe in Richtung Kaufentscheidung geben. Zur "Technik" sei folgendes gesagt: Die Flatrate umfasst in der Tat alle Verbindungen ins Internet, die via GPRS getätigt werden. UMTS funktioniert ausdrücklich nicht. Das mag für alle, die den "Datenturbo" nicht benötigen, durchaus interessant sein. Aber Vorsicht: Nicht alle Seiten werden korrekt angezeigt. Beim OGO steigt das Gerät regelmäßig bei datenmäßig zu großen Seiten aus und informiert den Nutzer mit der lapidaren Fehlermeldung "The requested page cannot be displayed". Seiten, die Frames verwenden, sind quasi nicht benuzbar: Die Frames werden nur als Übersichtsfelder angezeigt und wer den Content sehen will, kann oft nur raten, unter welcher der als hellblauen "Kacheln" gezeigten Frames sich der Inhalt befinden mag. Seiten, die noch von einem Jahr am OGO ohne Probleme anzusehen waren, werden heute nicht mehr angezeigt. Wer böse wäre, würde unterstellen, dass man so auch Traffic einsparen kann, weil ich aber lieb bin, unterstelle ich das ausdrücklich nicht ;-). Von anderen Nutern, die dieses Produkt mit einem BB benutzen, hörte ich von ähnlichen Schwierigkeiten, selbst nachvollzogen habe ich sie noch nicht. Allerdings sagten mir besagte BB-Nuter auch, dass die Darstellung von Webseiten mit Frames am BB überhaupt kein Problem ist. Wer seinen Mailaccount bei GMX, 1&1 oder web.de hat, der kann sich auch über Push-Mail freuen. In aller Regel funktioniert das auch zuverlässig (es sei denn, Vodafone hat mal wieder einen Netzausfall oder bei 1&1 raucht mal wieder ein Server ab). Nutzer der GMX MailDomain dürfen sich ebenso freuen, es funktioniert auch mit der eigenen Domain alles ohne Schwierigkeiten. Auch das Abrufen von RSS-Feeds funktioniert leidlich - der im OGO verfügbare Reader weist halt einige in meinen Augen unsinnige Limitationen auf... Zum OGO selbst sei noch angemerkt, dass die verwendete Displaytechnologie und der Webbrowser unterirdisch sind, die verwendete Tastatur aber mit das Beste ist, was ich bei solchen Geräten je gesehen habe. Der Service: Sind die Nutzer der "pocketwebs" Kunden zweiter Klasse? Wie eingangs ja bereits erwähnt, sind diese von 1&1 vertriebenen Mobilfunkprodukte das Ergebnis einer Kooperation von 1&1 und Vodafone. Was beim Push-Mail-Service ganz gut funktioniert, erweist sich beim Service als erheblicher Nachteil. Um o.g. Frage schonmal vorweg zu beantworten: Ich habe mich oft als Kunde zweiter Klasse gefühlt. Bei Netzausfällen oder Störungen der entsprechenden Dienste wendet man sich schon gern mal an eine Hotline. Das ist bei besagten Produkten aber ein teures Vergnügen, der Telefonsupport des Pocketwebs wird über eine kostspielige 0900er-Nummer abgewickelt - knapp zwei Euro sind in der Minute dafür zu berappen. Auf Mails reagiert 1&1 zwar, aber ich habe auch schon Korrespondenzen mit kompetenteren Serviceteams per Mail geführt. Meine Faxe an das Haus 1&1 wurden bis heute komplett (sic!) ignoriert. Vodafone gilt da als responsiver, aber geholfen hat mir dort noch nicht wirklich jemand. Anfragen werden immer per Post beantwortet, allerdings enthielten die Antwortschreiben von Vodafone in meinem Fall immer nur die Standard-Textbausteine - um meine Anliegen hat sich dort niemand gekümmert. Noch schlimmer wars allerdings an der Vodafone-Hotline - hier spielt man offensichtlich mit den Kunden Pingpong: An der Hotline von Vodafone wurde ich regelmäßig zu 1&1 verwiesen um dann von 1&1 postwendend wieder zu Vodafone geschickt zu werden. Zwischen Weihnachten und Neujahr 2007 fiel dann der (selbstverständlich bezahlte) Dienst für mehrere Tage aus und konnte sich dann im neuen Jahr erst durch einen kompletten Reset des OGOs wieder nutzen lassen. Wer also - selbst wenn nur ab und an - auf Service zurückgreifen will, der lasse im Eigeninteresse besser die Finger von 1&1 sowie von Vodafone. In Kombination ist der Service so rudimentär, dass er mir bis heute weder bei Ausfällen oder Störungen noch bei Unklarheiten der Rechnung nicht ein einziges Mal hätte weiterhelfen können. Wer hier aufmerksam mitliest, der wird auch feststellen, dass Ausfälle der Datendienste bei Vodafone nicht selten sind... Fazit: Wer ab und an unterwegs mit Mail und WAP für wenig Geld arbeiten vill und zudem ein separates Gerät mit sich führen mag (oder die teuren Sprachkonditionen akzepieren kann, weil er nur sehr selten telefoniert) ist mit dem Angebot nicht mal schlecht bedient. Wer auf Verfügbarkeit und Stabilität von mobilen Datendiensten angewiesen ist und Service schätzt, findet mit Sicherheit eine vernünftige Alternative - den billig ist nicht zwingend gut....
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