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Breitband auf dem Land - EDGE-Flatrate

08.01.2009 20:08

EDGE wäre als Übergangslösung sofort überall möglich !

teltarif.de Leser sambucus schreibt:

Hallo zusammen,

wer auf dem Lande wohnt, kennt das Problem: umfangreichen Datenverkehr mit der veralteten Analogtechnik abzuwickeln ist mit Analog-Modem und max. 40 kbps nicht gerade ein Vergnügen.....

Mögliche unbürokratische und schnelle Übergangslösung :

Da die Dt. Telekom über ein deutschlandweites 100%-flächendeckendes EDGE-System ( max. 200 kbps) verfügt und sich derzeit massiv um staatliche Stütze zum Aufbau einer flächendeckenden Breitbandversorgung für die ach so arme Landbevölkerung bemüht - sich also angeblich so um uns sorgt - könnte sie doch mit dem unbürokratischen und vor allem günstigen Zugang zu EDGE rasch Abhilfe schaffen. Zumindest für diejenigen die über ein Edge-Handy verfügen und dieses als Modem einsetzen können.

Günstig heißt:

Prepaid-Mobilfunk-Daten-Flatrate : max. 10 EUR /Monat - Laufzeit max. 1 Monat.

Der progressive Discounter Simyo im E-Plus-Netz hat schon ein ähnliches Angebot im Programm, leider fast nur im langsamen GPRS-Modus. EDGE bzw. UMTS etc. ist hier kaum verfügbar !

5-Mal schneller ins Internet, das wäre doch was - guter Wille natürlich vorausgesetzt !

Ich befürchte aber , dass es wieder einmal nur ums billige Abkassieren von Steuergeldern geht und den Herrschaften bei der Telekom die Landbevölkerung ziemlich egal ist ! Die Regierung könnte, wenn sie denn regierte, diesen EDGE-Zugang via Flatrate zumindest zur Bedingung für weitere Subventionszahlungen machen.......

Sambucus

(7)
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RSS  2x geändert, zuletzt am 08.01.2009 23:15

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Antworten auf diesen Bericht:

denis_gaebler antwortet 08.01.2009 20:29
Edge ist kein Breitband
Mag sein, daß die Definition von Breitband bei 128kBit anfängt, aber EDGE ist oft weit entfernt von 200kBit und zumeist sogar langsamer als ISDN.
Für mich fängt Breitband dort an, wo ich beim arbeiten nicht mehr auf Internet/Client Server Anwendungen warten muß. Je nach Anwendung sind das zwischen 2MBit oder auch mal 10MBit.
Bei vielen Anwendungen ist auch der Ping entscheidend und nicht die Bandbreite und die ist bei EDGE auch, sagen wir mal, stark verbesserungswürdig.
Mal abgesehen davon mögen Systeme mit geteilter Bandbreite zwar kostengünstiger sein (EDGE, UMTS, HSPA, Wimax), aber wenn viele Leute etwas gleichzeitig machen, bleibt von der Bandbreite wenig übrig.
Dann schon lieber ein paar hundert Millionen für Glasfaser versenken, wie es die Norweger machen. Wäre auf jeden Fall besser als Straßen zu bauen.
Andererseits gibts wichtigeres als Breitband, zum Beispiel die Betreuungsschlüssel in Kitas verbessern, 2 Erzieher mit 33 Kindern, da sind die Hälfte der Kinder beim Schuleintritt gestört. Ein Erzieher für 10 Kinder anstatt für 17 wäre schon ein echter Fortschritt. Wenn ich mir die Kosten für die Ergotherapie der Kinder im Bekanntenkreis anschaue, die nicht malen können, weil es die Kitas nicht machen, die zu dick sind, weil die Kitas kein Sport machen, die sich nicht Konzentrieren können, weil sie ständig abgelenkt oder angerempelt werden, die zu Hause noch rumschreien, weil sie leise in der Masse untergehen, die nicht mit Messer und Gabel essen können, weil die Erzieher das nicht leisten können oder nicht dürfen/sollen, weil es Konzepte von freier Beschäftigung, freiem Spielen und Kinder bringen sich selbst Dinge bei gibt, die in der Praxis einfach nur eine Aufbewahrung von Kindern oder Wegschließen hinter Kitamauern sind.
Aber das gehört eigentlich nicht ins Teltarif Forum. Oder vielleicht doch, daß vielen die relative Belanglosigkeit von Telekommunikation nicht bewußt ist.
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Eugenius antwortet 08.01.2009 21:02
Benutzer sambucus schrieb:
>
> Da die Dt. Telekom über ein deutschlandweites
> 100%-flächendeckendes EDGE-System ( max. 200 kbps) verfügt und
> sich derzeit massiv um staatliche Stütze zum Aufbau einer
> flächendeckenden Breitbandversorgung für die ach so arme
> Landbevölkerung bemüht - sich also angeblich so um uns sorgt -
> könnte sie doch mit dem unbürokratischen Zugang zu EDGE ( z.B.
> über günstige Prepaid-Mobilfunk-Flatrate) rasch Abhilfe
> schaffen. Zumindest für diejenigen die über ein Edge-Handy
> verfügen und dieses als Modem einsetzen können.
>

sowas gibt es bei 1&1...aber im Vodafone Netz und für 24 Monate... und heisst Notebook Flat (ohne HSDPA).
mit einer BildMobil oder Edeka Prepaid-Karte könnte man z.B. zuerst "Internet" über Vodafone-Netz testen und dann evtl. einen Vetrag abschließen. Aber für ca. 20-25 Euro kann man schon "incl. HSDPA" Flat und nur mit 6 Mon. laufzeit finden :)
Bei 1&1 ist aber usb-hsdpa-Stick kostenlos dazu :)
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merlion antwortet auf Eugenius 09.01.2009 00:51
einmal geändert am 09.01.2009 00:54
stimmt schon aber
EDGE ist von Vodafone nicht so toll ausgebaut wie bei T-Mobile. Und das 1und1 Angebot ist viel teurer als 10 € ;-)
Meine DSL Flat kostet rechnerisch 5 € das wäre doch mal ein Preis ;-) Nein irgendwie muss sich das Netz ja auch finanzieren. Zur Zeit sieht es so aus als ob vertragskunden die Discounter subventionieren ... Aber stellt euch mal vor der Anteil der Discounter Kunden steigt. Dann geht diese Rechnung auch nicht mehr auf ...

T-Mobile ist echt ein super netz. Wenn viele Nutzer in einer Funkzelle das Internet nutzen müssen sie sich die Kapazität teilen. Und die Leute die nur telefonieren wollen brauchen auch noch Kapazität. Und wenn die Kapazität knapp ist fangen Leute anzumeckern wie schlecht doch das Netz ist.

Mir ist ein gutes Netz wichtiger als der Preis.
Man könnte es ja in Ländlichen gegenden anbieten. So das man regional die Karte in seinem Homebereich nutzen kann ansonsten gilt die Flat nicht. Das wäre bestimmt möglich und so würden die verrückten Städter nicht in der Ubahn den Tarif "mißbrauchen" ;-)




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Eugenius antwortet auf merlion 09.01.2009 08:39
einmal geändert am 09.01.2009 08:51
Benutzer merlion schrieb:

> Meine DSL Flat kostet rechnerisch 5 € das wäre doch mal ein
> Preis ;-)


Ich zahle auch nur ("echte") 5 Euro/Monat... aber für 5GB Daten Flat im T-Mobile Netz :)

EDIT:

was ich vergessen habe, ist dass o2 EDGE da hat, wo es kein UMTS gibt, dann könnte man für 2,5 Eur/Monat Genions S oH holen und als Datenoption für 10 Euro/Monat 1GB aus der Homezone nutzen. nur 3 Monate Laufzeit. Flat für 25 Euro möglich. (Mit Online-Vorteil sogar günstiger).

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horst72 antwortet auf Eugenius 09.01.2009 10:00
Surfen über Edge
O2 hat nicht überall, wo kein UMTS ist, EDGE. Ich möchte mir auch nicht vorstellen, das in einer DSL-losen Gemeinde mit, sagen wir mal 300 Haushalten, nur 50 Haushalte gleichzeitig die vermutlich einzig verfügbare Funkzelle mit EDGE belegen wollen. Da Sprache auch noch priorisiert wird, geht dann nichts mehr.
Hinzu kommt, das über EDGE/UMTS kein vollwertiger Zugang existiert. Ellenlange PINGs und keine öffentlichen IPs, um nur zwei Dinge zu nennen.

Die Lösung wäre, den s.g. Universaldienst so zu formulieren, das nicht ein funktionsfähiger Internetzugang, sondern ein Zugang mit mindestens 1MBit down und 200kB up zur Verfügung steht.
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Eugenius antwortet auf horst72 09.01.2009 10:21
Benutzer horst72 schrieb:
> O2 hat nicht überall, wo kein UMTS ist, EDGE.

deswegen muss man zuerst mit einer Prepaid-Karte testen oder beim Netzbetreiber nachfragen
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Grayhound antwortet 09.01.2009 21:27
Benutzer sambucus schrieb:

> Ich befürchte aber , dass es wieder einmal nur ums billige
> Abkassieren von Steuergeldern geht und den Herrschaften bei der
> Telekom die Landbevölkerung ziemlich egal ist ! Die Regierung
> könnte, wenn sie denn regierte, diesen EDGE-Zugang via Flatrate
> zumindest zur Bedingung für weitere Subventionszahlungen
> machen.......

Schalte doch einfach mal einen Gang zurück. Bei Wikipedia z.B. steht: "Die Aktiengesellschaft vereint in der Regel eine große Anzahl von (vielfach passiven) Aktionären, die ihr Kapital in die Unternehmung investiert haben um Erträge zu erwirtschaften." Und dass die Telekom eine Aktiengesellschaft wurde, war Wille des Wählers (auch meiner!). Dann dürfen wir uns aber nicht beklagen, wenn das Unternehmen sich dagegen wehrt, unwirtschaftliche Vorhaben nicht durch zu führen oder eben finanzielle Unterstützung verlangt. Die Aktionäre (Eigentümer) würden wohl ziemlich ungehalten werden, wenn hier Kapital ohne entsprechende zu erwartende Rendite im wahrsten Sinne des Wortes vergraben würde. Fachleute sagen, dass allein "das Vergraben" von einem Kilometer Lichtwellenkabel bis zu 50000 Euro kostet. Das wäre aber nun mal nötig, um die DSL-Technik näher zum Kunden zu bringen, wenn er denn zu weit entfernt wohnt. Dazu kommt, dass die Telekom aus regulatorischen Gründen gezwungen ist, ihren Wettbewerbern den Zugang zum Netz zu gewähren. Was natürlich bedeutet, dass sie allein investieren soll, aber nicht allein "die Erträge erwirtschaften". Also bitteschön konsequent sein. Wer A sagt, muss auch B sagen. Und übrigens bin ich mir sehr sicher, dass, wenn daran etwas zu verdienen wäre, mindestens einer der Mitbewerber schon lange "die Landbevölkerung" versorgen würde. Die Zahlung von "Subventionen" von einer EDGE-Flatrate abhängig zu machen wird allein rechtlich schon nicht funktionieren. T-Home (DSL) und T-Mobile (EDGE) sind rechtlich eigenständige Unternehmen.

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Flo1987 antwortet 10.01.2009 23:16
Benutzer sambucus schrieb:

> Ich befürchte aber , dass es wieder einmal nur ums billige
> Abkassieren von Steuergeldern geht und den Herrschaften bei der
> Telekom die Landbevölkerung ziemlich egal ist !
>
> Sambucus
>
>


Warum immer die Telekom? es gibt auch andere Anbieter!
Die Telekom muss doch nicht immer alles vorantreiben, wenn sie kein Bedarf sieht!

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