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Internet im Alltag - Segen oder Fluch?

07.02.2008 16:59

Neue Informations- und Kommunikationswege haben nicht nur Vorteile

teltarif.de Leser hörnchen1 schreibt:

Das Internet ist in den letzten Jahren für das alltägliche Leben und Arbeiten vieler Menschen immer wichtiger geworden. Dank des World Wide Web eröffneten sich neue Informationswege und Kommunikationsmöglichkeiten, die sich großer Beliebtheit erfreuen.

Ohne Internet läuft nichts

Nur ein Bereich von vielen, an dem die gestiegene Bedeutung des Internets sichtbar wird, ist das Studium. Es beginnt mit der Suche nach geeigneten Studiengängen und Universitäten, der Kontaktaufnahme per Email und dem Download der Immatrikulationsunterlagen. Ist die Entscheidung für eine Uni gefallen, geht es weiter mit der Suche nach einer Wohnung, Informationen über den Studienort und seine (Freizeit-)Angebote oder über Bafög-Möglichkeiten.

Während des Studiums ist das Internet nach meinen Erfahrungen als ehemalige Studentin zentrales Informations- und Kommunikationsmedium. Auf der Universitäts-Homepage werden aktuelle Informationen wie Veranstaltungen, Noten, Vorlesungsunterlagen und Sprechzeiten der Dozenten veröffentlicht. Die Terminabsprache mit Fachbetreuern und oft auch mit Kommilitonen läuft hauptsächlich per Email. Zudem dient das Internet als bequemes und nahezu allwissendes Recherche-Mittel und somit als perfekte Ergänzung zur Bibliothek. Gibt es auf Grund der Aktualität eines Themas noch keine oder nur wenige wissenschaftliche Werke, lassen sich häufig dennoch – auch aus seriösen Quellen – Informationen im World Wide Web finden. Selbst die Bibliotheken sind mit ihren Online-Katalogen vertreten und ermöglichen über das Internet die Durchführung der Aus- und Fernleihe. Hinzu kommen Lehrveranstaltungen, an denen man von zu Hause aus teilnehmen kann und bei denen der Lehrstoff online durch Texte, Bilder, Audio-, Video- und interaktive Elemente vermittelt wird. Nicht zu vergessen ist natürlich das Studentenverzeichnis, über das neue Kontakte hergestellt und alte gepflegt, Verabredungen getroffen, öffentlich Tagebücher geschrieben oder alte Klausuren downgeloaded werden können.

Die Vorteile sind dabei nicht zu leugnen: Die Nutzung des Internets spart Zeit und Wege, ist praktisch, bequem und macht nicht zuletzt auch Spaß.

Die Kehrseite der Medaille

Doch wenn ohne Internet scheinbar gar nichts mehr geht, hat das meiner Meinung auch Nachteile.

Sicher war es für mich praktisch, dass man im Internet oder per Email jeder Zeit aktuelle Informationen der Uni abrufen konnte. Doch wenn man mal einen Tag lang nicht online war oder seine Mails gecheckt hat, war man schnell nicht mehr auf dem neuesten Stand oder hatte wenigstens das Gefühl, etwas wichtiges verpasst zu haben. Teilweise habe ich den „Abruf-Zwang“ und die Frage: „Hast du das schon gesehen?“ als ziemlich stressig empfunden. Eigentlich hatte man nie wirklich Ruhe davor.

Auch ein Studentenverzeichnis macht nicht nur Spaß. Wer zu freizügig mit privaten Informationen und Party-Fotos umgeht, kann beim zukünftigen Arbeitgeber, der sich im Internet ein wenig umschaut, schnell einen nicht beabsichtigten Eindruck hinterlassen. Die sonst so wichtige Privatssphäre wird hier scheinbar nicht so genau genommen. Auch teltarif hat bereits über dieses Problem berichtet.

Nicht abzustreiten ist auch der Vorteil des Internets als Informations-Quelle. Auf Grund der Vielzahl an (zum Teil auch unpassenden) Informationen ist es aber häufig schwierig, die richtigen Fakten herauszufiltern und ihre Seriosität oder Aktualität festzustellen.

Die schon erwähnten Online-Seminare machen es möglich, den Zeitpunkt der Durchführung relativ frei zu wählen. Auch die zu lösenden Aufgaben können durch interaktive Elemente zunächst spannend sein. Allerdings sitzt man so immer häufiger allein in seinem Zimmer, statt in persönlichen Kontakt mit Dozenten und Kommilitonen zu treten.

Ähnlich ist es auch mit den neuen Kommunikationswegen wie Email oder ICQ. Unterhaltungen und Austausch mit Freunden sind zwar permanent möglich, aber letztlich ist es doch etwas anderes, am PC zu sitzen, als sich direkt mit einem Menschen zu unterhalten.

Ich denke, insgesamt werden häufig die Vorteile zu sehr in den Vordergrund gestellt, während die Nachteile schnell übersehen werden. Meiner Meinung nach sollten die Menschen aufpassen, dass sie sich nicht zu sehr vom Internet abhängig machen. Denn wenn man ohne die Nutzung des Internets gar nicht mehr zurecht kommt, kann der Segen auch zum Fluch werden!

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Quelle: teltarif.de: AGOF internet facts 2011-12, Erwachsene ab 14 Jahre