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Google StreetView

14.09.2008 11:54

Verreisen ohne aus dem Haus zu gehen oder Verlust der Privatsphäre

teltarif.de Leser onlineshopper schreibt:

Um meinen Urlaub zu planen, sah ich mir die entsprechenden Karten bei Google-Maps an. Mit ein paar Mausklicks kann ich so schnell Hunderte von Kilometern überfliegen. An wichtigen kulturellen Orten – oder jenen die andere für wichtig halten – sind Fotos eingestellt. So kann ich mir direkt ansehen, wo ich unterwegs vorbei komme. Oder ich kann gezielt zu einem solchen Ort fahren. Mit google Street View kann ich bald sogar die gewünschte Strecke virtuell abfahren.

Dazu haben im Sommer schwarze Google-Autos mit Kamera-Aufbauten viele Großstädte und andere Orte durchkreuzt, die von Google zurzeit (noch) verheimlicht werden. Die Autos krochen durch die Straßen, um alle 10 Meter ein Bild zu machen. Bei Googel-Maps kann man sogar nachsehen wo die Google-Autos überall gesichtet wurden. Spekuliert wird, dass diese Bilder Ende des Jahres in Deutschland online verfügbar sind. Schrittchen für Schrittchen kann ich so Deutschlands Straßen virtuell abfahren, ohne nur einen Fuß vor die Türe zu setzen.

Einmal fotografiert für immer im Internet

Doch was auf der einen Seite wie ein großer Spaß aussieht, hat auch seine Schattenseiten: Auf den jeweiligen Fotos von Google sind, abgesehen von den Straßen und der jeweiligen Bebauung, auch Personen und andere persönliche Gegenstände zu sehen. KFZ-Kennzeichen und Gesichter sollen laut Google von der Software unkenntlich gemacht werden. Eine Ankündigung um Datenschützer zu beruhigen?

Ein weiteres Stück Anonymität und Privatsphäre geht mit StreetView auf jeden Fall verloren. Denn auch meine potenziellen Arbeitgeber könnten sich Anhand der Fotos erst einmal auch ein Bild über meine Wohngegend machen und die Orte an denen sich mein Leben bislang abgespielt hat. Die ganze Welt kann praktisch sehen, dass ich im Sommer 2008 grüne Vorhänge an den Fenstern hingen.

Wie ihr lest bin ich hin und hergerissen: Datenschutz und Privatsphäre gegen Spaß beim Surfen. Wie seht ihr das?

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fmeier636 antwortet 15.09.2008 09:51
Ich nutze die StreetView. Meiner Meinung werden solche Dienste zukünftig immer mehr Bedeutung gewinnen. Und wir brachen sie auch. Ich bin auch der Meinung, dass das Thema Datenschutz zu hoch gekocht wird. Wenn wir wirklich innovative Ideen entwickeln wollen, um fit für die Zukunft zu werden, dann dürfen wir uns durch so "Kleinigkeiten" wie den Datenschutz nicht einschränken lassen.
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interessierter_Laie antwortet auf fmeier636 15.09.2008 10:21
Warum nicht gleich Webcams an jeder Ecke?
Konservenbilder sind doch langweilig! Warum nicht gleich Webcams mit 10fach Zoomobjektiv an jeder Straßenecke, damit es nicht bei der langweiligen Erkenntnis der grünen Vorhänge bleibt....

Rettet den Datenschutz!

Aber mit der Einstellung "Ich hab ja nichts zu verbergen" die viel zu viele Bürger von Herrn Schäuble adoptiert haben ist es wohl dafür leider schon zu spät...
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alexander57 antwortet 09.01.2009 17:24
Großes Interesse an StreetView und Häuserfotos
Das Portal annoknips.com hat in den letzten fünf Monaten ziemlich eindrucksvoll bewiesen, dass sehr viele Internetnutzer der Ansicht sind, StreetView und insbesondere Häuserfotos seien unproblematisch. Gleich mal mehr als 25000 Häuser- und Straßenfotos haben Privatleute dort hochgeladen, mehr als 6500 davon öffentlich. annoknips.com hat daraufhin Google StreetView in die eigene Anwendung eingebaut, so dass man für alle Adressen, die von StreetView erfasst sind, in annoknips.com 3D Panoramen sehen kann. Bei soviel Zustimmung muss man sich fragen, ob da nicht eine kleine Gruppe weniger Datenschützer, die vermutlich nichtmal so richtig verstanden haben, was mit StreetView geht und was nicht, Millionen von Internetnutzern vorschreiben will, was sie sehen dürfen und was nicht. Man kann mit StreetView ja nichts sehen, was man nicht auch sehen kann, wenn man mit eigenen Augen guckt. Was also ist da die schützenswerte Privatsphäre?
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