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Für Informationen im Internet bezahlen?!?

16.12.2009 17:17

Axel Springer verlangt Geld für Online-Nachrichten

teltarif.de Leser bilderbuch schreibt:

Der Axel-Springer Verlag macht es vor, und weitere Verlagshäuser werden in naher Zukunft sicherlich nachziehen. Bestimmte Informationen in den Online-Ausgaben der Berliner Morgenpost und des Hamburger Abendblatts sind ab sofort kostenplichtig. Für diejenigen Nutzer, die den freien Zugang zu diesen Informationen gewöhnt waren, wird die Einführung der Bezahlinhalte sicherlich unerfreulich sein.

Wir leben nun jedoch schon seit einiger Zeit in einer Informationsgesellschaft, in der Informationen neben Arbeit, Kapital und Boden mittlerweile zu den Produktionsfaktoren gezählt werden können. Somit war dieser Schritt aus meiner Sicht zu erwarten und wird von mir auch durchaus akzeptiert. In der Flut an Informationen, die im Internet umherschwirrt, ist es nicht immer leicht die Qualität und den Wahrheitsgehalt zu erkennen, geschweige denn die Quelle zu identifizieren und einzuschätzen. Wenn sich nun jemand die Arbeit macht und aus Daten einen Informationsgehalt schafft, sei es nun in einer Redaktion, an einer Hochschule oder anderen (seriösen) Informationseinrichtungen, kann dafür durchaus ein gewisser Preis verlangt werden. Immerhin läuft es im "normalen" Print-Leben nicht anders. Bei Tageszeitungen erscheinen die gleichen Nachrichten sowohl in der Print-Ausgabe als auch auf deren Website. Für die gedruckte Zeitung sind viele bereit zu zahlen, immerhin begegnen mir unterwegs viele zeitungslesende Menschen. Auch wenn der Absatz zurück gehen mag ist er ja noch nicht bei Null angekommen. Demnach sollte es online theoretisch nicht anders sein, denn was sich ändert ist nur das Medium. Wir wurden im Internet in letzter Zeit sehr verwöhnt, so dass viele wahrscheinlich im ersten Moment eher nicht ein Online-Abo abschließen würden. Denn warum für etwas zahlen, dass es auch umsonst gibt, oder? Ich würde im Moment wahrscheinlich kein Online-Abo abschließen, jedoch nur weil das Lesen auf Papier für mich noch angenehmer ist als auf dem Bildschirm.

Ich für meinen Teil sehe die Entwicklung der Bezahlinhalte im Internet positiv. Was meint Ihr dazu? Wärt Ihr generell bereit für ausgewählte Informationen im Internet zu bezahlen?

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Antworten auf diesen Bericht:

interessierter_Laie antwortet 16.12.2009 17:56
Ich habe eine sehr geringe Zahlbereitschaft
die wenn überhaupt nur für hochwertige Inhalte zum tragen kommen wird. Boulevard Tageszeitungen gehören sicher nicht dazu.

Und solange man die Zahlung (laut Presseberichten gewollt) so einfach wie derzeit umgehen kann...

1. man suche die gewünschte News an Hand der Überschrift über google (oder eine andere Suchmaschine)
2. man besuche einfach die mobile Version der betreffenden Medien
3. man gibt sich per User Agent Switcher als Suchmaschine aus

... sind die drei mir bekannten Wege
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hering antwortet 16.12.2009 18:14
Bezahlen für Content
Benutzer bilderbuch schrieb:
> In
> der Flut an Informationen, die im Internet umherschwirrt, ist
> es nicht immer leicht die Qualität und den Wahrheitsgehalt zu
> erkennen, geschweige denn die Quelle zu identifizieren
> und einzuschätzen.

Stimmt, wenn ich weiß dass ein Artikel vom Axel-Springer-Verlag erstellt wurde, kann ich die Qualität und den Wahrheitsgehalt sehr viel besser einschätzen. Es ist ein Segen für die Internet-Community, dass ausgerechnet dieser Verlag damit beginnt, sein Online-Angebot konstenpflichtig zu machen.

Versteht mich nicht falsch, ich wäre durchaus bereit für gut recherchierte Artikel von einem anderen Verlag einige Cents zu bezahlen. Ich will aber kein Abo und ich will für die billiger zu erstellende Onlineausgabe auch weniger bezahlen als für die gedruckte Version. Kürzlich wollte ich bei Warentest einen kostenpflichtigen Artikel herunterladen - aber bei einem Preis von 2,50 EUR habe ich es mir verkniffen und kurz gegooglet, wer die Testsieger waren. Meine Schmerzgrenze für diesen ca. 5-seitigen Testbericht wäre bei 50 ct gelegen.
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Conax antwortet 16.12.2009 18:20
Ich hab KEINE Zahlungsbereitschaft
Für normale Lesetexte im Internet bezahlen???
Kommt bei mir jetzt, später und in Zukunft nicht in Frage.
Der Trend scheint zwar dahin zu gehen alles was im Netz ist, einen Mehrwert abzufassen, jedoch wenn die breite Masse (was ich hoffe) den Schritt nicht mit geht, wird sich das nicht durchsetzen und gut ist!
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hörnchen1 antwortet 17.12.2009 12:15
Schwierig
Problem ist wohl hauptsächlich, dass man es gewöhnt ist, die Inhalte im Netz umsonst zu bekommen. Logisch, dass keiner bereit ist, jetzt auf einmal dafür zu bezahlen.

Andererseits ist es eigentlich ok, für diese Inhalte zu bezahlen, da man eine Printausgabe ja auch nicht umsonst haben will und es sich letztlich um ein Produkt handelt, das auch irgendjemand herstellen muss und für das gearbeitet wird.

Voraussetzung dafür, dass sich der PaidContent durchsetzt, ist zudem ein einfaches Bezahlsystem, das möglichst flexibel ist. Ich würde zum Beispiel kein Abo abschließen wollen. Damit legt man sich auf ein Angebot fest und der Witz im Internet ist ja, dass ich ganz schnell auf die unterschiedlichsten Quellen zugreifen kann und will. Und mehrere Abos für unterschiedliche Angebote will ich schon gar nicht. Also müsste es irgendwie so funktionieren, dass ich ganz unkompliziert bei allen möglichen Seiten einzelne Artikel bezahlen kann.

Und nun noch zur eigentlichen Frage: Solange es ausreichend freie Angebote gibt, werde ich mich nicht für ein kostenpflichtiges entscheiden.
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Conax antwortet auf hörnchen1 17.12.2009 16:03
Benutzer hörnchen1 schrieb:
> Problem ist wohl hauptsächlich, dass man es gewöhnt ist, die
> Inhalte im Netz umsonst zu bekommen. Logisch, dass keiner
> bereit ist, jetzt auf einmal dafür zu bezahlen.
Richtig.Und warum soll ausgerechnet jetzt etwas daran geändert werden?
>
> Andererseits ist es eigentlich ok, für diese Inhalte zu
> bezahlen, da man eine Printausgabe ja auch nicht umsonst haben
> will und es sich letztlich um ein Produkt handelt, das auch
> irgendjemand herstellen muss und für das gearbeitet wird.
Jetzt mal rein vom Praktischen lese ich nicht eine ganze Zeitung-egal welche-im Netz.Gedruckt ist das schon was anderes..
Warum frag ich mich wollen jetzt auf einmal einige Geld, es ging doch Jahre auch so wie bisher?Schließlich schalten sie auch Werbung auf ihren Seiten, woraus sie Einnahmen generieren und ihr Blatt bekannt machen.Darüber hinaus muß der Content ja nicht ein zweites Mal geschaffen werden, sondern nur noch auf Webseiten-Niveau gebracht werden.
>
> Und nun noch zur eigentlichen Frage: Solange es ausreichend
> freie Angebote gibt, werde ich mich nicht für ein
> kostenpflichtiges entscheiden.
Logische Schlussfolgerung.Genau.
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