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| Festnetz | Internet | Mobilfunk | Handy & Co. | Meldung | Meinung | Service | 28.05.2012 |
Bin ich schon drin 2.021.02.2008 10:33
Das Internet wird zu einer Biografie von Vielen.
teltarif.de Leser zoink schreibt:
Das Internet entwickelt sich mit den Leuten weiter, die es nutzen. Aber in letzter Zeit wird immer wieder von der Weiterentwicklung des Netzes gesprochen: Web2.0.
Früher war man „drin“, wenn man Zugang zum Internet hatte und die bunte und aufregende Welt der Webseiten bestaunen durfte. Mit dem Web2.0 bekommt der Ausspruch von Boris Becker aus der AOL-Werbung einen ganz neuen Sinn: „Bin ich schon drin? Das war ja einfach.“ Datenschutz? Das man im Internet Informationen über fast jeden finden kann ist nichts Neues. Nur die Menge, die man mit ein bisschen suchen finden kann, ist teilweise erschreckend. Doch soziale Netzwerke sind nur die Spitze des Eisbergs und wirklich neu ist das Phänomen der sinkenden Privatsphäre auch nicht. Viele haben mal eine kleine Homepage über sich gebastelt. Wenn man diese sieht könnte man oft wirklich von „Jugendsünde“ sprechen. Darauf vielleicht Informationen, die man heute nicht mehr herausgeben möchte – doch das Web vergisst nicht. Jedenfalls nicht ohne Beihilfe und selbst dann nicht allzu schnell. Daten werden im Suchmaschinen-Cache (Zwischenspeicher) gelagert, über www.archive.org kann man auf längst gelöschte Seiten zugreifen und wenn man Glück hat, findet man in den Suchmaschinen oft noch Private Seiten, die auf irgendeinen kostenlosen Webspace rumliegen. Damit keine falsche Meinung aufkommt: Ich mag das Web2.0. In der Vielzahl von Blogs gibt es einige, die sich wirklich durch Wissen und Fachinformationen ausweisen. Foren bieten oft mehr Hilfe, als der offizielle Support. Bilder, Videos und Musik können einfach anderen präsentiert werden. Doch in all der Euphorie geht viel zu oft der Datenschutz unter. Viele vergessen, dass im Internet nicht immer alles gut ist, man kann andere Identitäten annehmen und Daten ausnutzen. Ich möchte jetzt nicht darüber diskutieren, ob der Mensch grundsätzlich gut oder böse ist. Aber die mögliche Anonymität mindert bei vielen die Angst vor Konsequenzen. Wer die Geheimnisse von Promis und Politiker wissen möchte liest deren Biografie, in der diese oft mit Ihren Fehlern im Leben aufräumen um Profit daraus zu schlagen. Wer die Geheimnisse von Privatpersonen lesen möchte, guckt einfach im Internet. Hier entwickelt sich gerade eine Massen-Biografie der Nutzer.
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