In Ihrem Beitrag schreiben Sie, dass nur noch 35% der T-Com Telefonzellen Münzen akzeptieren. Dies kann ich nicht bestätigen.
Bereits seit Jahren werden systematisch Kartentelefone abgebaut und durch reine Münzfernsprecher ersetzt. Ärgerlich ist vor allem, dass reine Münztelefone gerne an Standorten eingesetzt werden, an denen nur ein einziger Apparat vorhanden ist. Die Nutzung von T-Com Telefonkarten ist daher z.B. im Landkreis Starnberg praktisch unmöglich geworden, da alleine in der Kreisstadt Starnberg 19 von 21 Fernsprechern auf reine Münztelefone umgerüstet worden sind.
Die praktischen Kombigeräte dagegen, die sowohl Münze als auch Karte akzeptieren, stehen meist nur an Orten, wo ohnehin 2, 5 oder 10 Apparate vorhanden sind, hier könnte man genausogut 5 Münztelefone und 5 Kartentelefone aufstellen.
Da ich keinen Zeitgenossen kenne (und mich selbst auch nicht dazu zähle), der ständig mit Rollen von 10-Cent Münzen herumläuft, sind Münztelefone äußerst unpraktisch. I.d.R. hat man nie das passende Kleingeld dabei, wenn man es braucht. Aus diesem Grund wurde 1986 die Telefonkarte eingeführt. Ich persönlich finde es sehr ärgerlich, dass ein Abtelefonieren des Kartenguthabens praktisch unmöglich geworden ist, und man dann doch wieder auf teure Handygespräche zurückgreifen muss.
Die Deutsche Telekom AG weigert sich auch, obgleich ihr der Sachverhalt bekannt ist, das Guthaben zurückzuerstatten, mit dem Verweis, dass es angeblich immer noch 50.000 Kartentelefone in Deutschland gibt. Nur scheinen diese offenbar immer gerade da nicht zu sein, wo man eines benutzen möchte. Münztelefone werden daher von mir auch boykottiert, außer um DM-abzutelefonieren, was ich eine sinnvolle Einrichtung finde, da man die DM-Stücke nicht versehentlich beim Bäcker ausgeben kann und so immer noch Telefongeld dabeihaben kann.
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