Allgemeines Forum
  • 27.10.2012 14:47
    surfboy schreibt

    Warum werden SIM-Karten eigentlich oft bei Nichtnutzung abgeschaltet?

    Hallo zusammen,

    ich finde die Marotte der Netzbetreiber bzw. Provider/Discounter sehr nervig, dass SIM-Karten nach einigen Monaten Nichtnutzung oft einfach deaktiviert werden.

    Unpraktikabel ist das z.B., wenn man eine Daten-SIM für die Benutzung mit dem Notebook im Urlaub hat, die die meiste Zeit des Jahres nur ungenutzt im Notebook oder Suftstick bzw. in der Schublade liegt.

    1. Warum erfolgt überhaupt die Abschaltung - entstehen den Anbietern für eine nicht genutze SIM Kosten, oder haben sie nur Angst, dass der Inhaber nach Monaten der Nichtnutzung ggf. umgezogen ist und sein Konto gewechselt hat, so dass er die Rechnung nicht mehr bezahlen könnte? Wobei letzteres unplausibel erscheint, da ja auch Prepaid-SIM-Karten abgeschaltet werden.

    2. Werden die SIM-Karten eigentlich bei allen Anbietern irgendwann deaktiviert, oder gibt es Ausnahmen, und betrifft dies Prepaid- als auch Vertragskunden (wenn auch ohne Grundgebühr wie z.B. bei Congstar) gleichermaßen?
  • 27.10.2012 19:16
    raio-k antwortet auf surfboy
    Benutzer surfboy schrieb:
    > 2. Werden die SIM-Karten eigentlich bei allen Anbietern
    > irgendwann deaktiviert, oder gibt es Ausnahmen, und betrifft
    > dies Prepaid- als auch Vertragskunden (wenn auch ohne
    > Grundgebühr wie z.B. bei Congstar) gleichermaßen?

    SIM-Karten die nicht aktiv genutzt werden verursachen auch "Kosten", so müssen z.B. die Datenbestände gepflegt werden und Rufnummern werden auch blockiert.

    Jeder Prepaid-Anbieter behält sich in irgendeiner weise die Deaktivierung der SIM-Karten vor, nur ist diese Regelung nicht einheitlich.

    Prepaid-Handys: So umgeht man die Abschaltung:

    http://www.teltarif.de/prepaid-tarif-min...

    http://www.golem.de/1009/77920.html

    http://www.verivox.de/ratgeber/wie-man-die-sperrung-der-prepaidkarte-vermeiden-kann-65074.aspx

    http://handy.t-online.de/so-verhindern-sie-die-prepaid-abschaltung/id_42966936/tid_embedded/sid_40868764/si_0/index

    Die Abschaltung von Prepaidkarten ist aber kein rein deutsches Phänomen, auch in anderen Ländern, wie z.B. in der Schweiz, ist dies auch üblich und hier sind die Zeiträume teils viel kürzer gefasst.
  • 28.10.2012 20:00
    einmal geändert am 28.10.2012 20:01
    surfboy antwortet auf raio-k
    Mh, ich verstehe allerdings nicht, was da an "Datenbestandspflege" überhaupt genau nötig sein soll, und warum dadurch angeblich Kosten entstehen sollen.

    Auch gibt es doch angesichts der mittlerweile zahlreichen Vorwahlen genügend Handy-Rufnummern.

    So richtig nachvollziehen kann ich den Grund für das Sperren von SIM-Karten bei längerer Nichtnutzung daher immer noch nicht.
  • 28.10.2012 20:20
    raio-k antwortet auf surfboy
    Benutzer surfboy schrieb:
    > Mh, ich verstehe allerdings nicht, was da an
    > "Datenbestandspflege" überhaupt genau nötig sein soll, und
    > warum dadurch angeblich Kosten entstehen sollen.

    Hier sind mal ein paar Beispiele:
    - Vertragsanlage, Vertragslöschung, Vertragsänderungen
    - Datenpflege (SIM Karten Nummer, Twin Bill, Rückgabe usw.)
    - Verlust/ Diebstahl: Kartensperrung, -freischaltung
    - Provider- / Anbieterwechsel
    - Vertragspartnerwechsel
    - Tarif- und Optionsänderungen
    - Bereitstellung von Auswertungen (z.b. Rechnung / EVN)
    - Kundenbetreuung / Kundenberatung / Einweisung
    - Störungsbehebung / Call-Bearbeitungen (Bedienerprobleme, Defekte, etc.)
    - Tausch, Verwaltung Leihgeräte, Verlust, Rückgabe
    - Installation und Konfiguration der mobilen Endgeräte

    Dafür braucht es nun mal auch einen Support und nicht nur irgendwelche Rechnerleistung in einem "Rechnercenter", mal abgesehen davon das für die Daten auch Speicher-Kapazitäten bereitgestellt werden müssen.

    > Auch gibt es doch angesichts der mittlerweile zahlreichen
    > Vorwahlen genügend Handy-Rufnummern.

    Stimmt, aber müssen wir diese Verschwenden?!

    > So richtig nachvollziehen kann ich den Grund für das Sperren
    > von SIM-Karten bei längerer Nichtnutzung daher immer noch
    > nicht.

    Ich hoffe das es jetzt ein bisschen besser Nachvollziehbar ist.
  • 29.10.2012 06:49
    surfboy antwortet auf raio-k
    Hallo raio,

    allerdings fallen doch all die von Dir genannten Datenpflege-Arbeiten eben nicht bei einer SIM an, die längere Zeit gar nicht genutzt wird, denn da ändert der User doch eben i.d.R. auch gar nichts an Tarif und Nutzerdaten.

    Ich vermute so langsam, die Provider wollen einen mit der aus meiner Sicht weiter völlig überflüssigen SIM-Karten-Sperrung nur dazu "animieren", für Umsatz zu sorgen.
  • 29.10.2012 07:30
    NicoFMuc antwortet auf surfboy
    Benutzer surfboy schrieb:
    > Ich vermute so langsam, die Provider wollen einen mit der aus
    > meiner Sicht weiter völlig überflüssigen SIM-Karten-Sperrung
    > nur dazu "animieren", für Umsatz zu sorgen.

    Das brauchst du nicht nur vermuten, das IST so! Stell dir vor: Die wollen damit GELD verdienen ;-)

    Ich finde das nicht überflüssig, sondern legitim.

    Früher ist ja noch das Guthaben verfallen. Das kann man sich nun auszahlen lassen.
    Solange genau gesagt wird wie lange gültig usw, finde ich es in Ordnung.


    Gruß
    Nico
  • 29.10.2012 09:10
    surfboy antwortet auf NicoFMuc
    Dass die Provider kommerzielle Unternehmen sind, ist natürlich klar. Mir geht es aber ja auch gar nicht ums Geld, sondern nur darum, dass die SIM-Karten-Deaktivierung in manchen Anwendungsfällen eben extrem unpraktikabel für den Kunden ist, eben z.B. dann, wenn man eine Daten-SIM nur im Urlaub nutzt.

    Denn wenn ich eben nicht spätestens alle 6 Monate Urlaub habe und diesen in Deutschland verbringe (im Ausland ist die Nutzung ja leider viel zu teuer), verfällt sie, und im nächsten Urlaub stehe ich dann dumm da und muss erst einmal einen Elektroladen suchen, wo ich mir wieder eine neue SIM kaufen kann, und mich anschließend um das Restguthaben der alten kümmern.

    Das ist kein guter Start in den Urlaub. Und die Benachrichtigungs-SMS bekomme ich auf einer ungenutzten Daten-SIM erst gar nicht (ein Brief per Post ist den Providern hingegen scheinbar wieder zu teuer).
  • 29.10.2012 10:10
    NicoFMuc antwortet auf surfboy
    Benutzer surfboy schrieb:
    > Dass die Provider kommerzielle Unternehmen sind, ist natürlich
    > klar. Mir geht es aber ja auch gar nicht ums Geld, sondern nur
    > darum, dass die SIM-Karten-Deaktivierung in manchen
    > Anwendungsfällen eben extrem unpraktikabel für den Kunden ist,
    > eben z.B. dann, wenn man eine Daten-SIM nur im Urlaub nutzt.
    >
    > Denn wenn ich eben nicht spätestens alle 6 Monate Urlaub habe
    > und diesen in Deutschland verbringe (im Ausland ist die Nutzung
    > ja leider viel zu teuer), verfällt sie, und im nächsten Urlaub
    > stehe ich dann dumm da und muss erst einmal einen Elektroladen
    > suchen, wo ich mir wieder eine neue SIM kaufen kann, und mich
    > anschließend um das Restguthaben der alten kümmern.

    t-mobile oder Vodafone halten ja schon mal 12+2 Monate wenn ich mich nicht irre.
    Medion-Mobile sind auch schon mal bis zu 2 Jahre, wenn man einmal richtig was draufgepackt hat (um die 20€). Meine hält jetzt bis 16.10.2014. Und bei jeder Aufladung um 5 € verlängert es sich um 3 (oder warens 6?) Monate? Bei höheren Aufladungen enstprechend länger.

    Klar sind nicht alle so. Aber wenn man sowas braucht, nimmt man die, die sowas klar sagen.

    > Das ist kein guter Start in den Urlaub. Und die
    > Benachrichtigungs-SMS bekomme ich auf einer ungenutzten
    > Daten-SIM erst gar nicht (ein Brief per Post ist den Providern
    > hingegen scheinbar wieder zu teuer).

    *zustimm*

    Wenn man wenigstens eine email schicken würde, wäre auch schon geholfen.

    Gruß
    Nico
  • 01.11.2012 09:21
    surfboy antwortet auf surfboy
    Hallo zusammen,

    das "Verständnis" der Antwortenden für die Mobilfunk-Betreiber erstaunt mich ein wenig. Sind hier nur Mitarbeiter oder Jünger aktiv?
  • 01.11.2012 19:53
    raio-k antwortet auf surfboy
    Benutzer surfboy schrieb:
    > Hallo zusammen,
    >
    > das "Verständnis" der Antwortenden für die Mobilfunk-Betreiber
    > erstaunt mich ein wenig. Sind hier nur Mitarbeiter oder Jünger
    > aktiv?

    Was ist nicht (oder zu schwer) daran zu verstehen, Mobilfunkunternehmen, wie der Name schon sagt, sind Unternehmen die was verkaufen wollen! Wenn bereitgestellte Leistungen nicht abgenommen werden, dementsprechend keine Umsatz erzielt wird, dann trennt man sich von einen "Geschäftspartner", das ist auch "im richtigen Leben" so.

    Wer in einem Forum Fragen stellt und die Meinungen der Antwortenden nicht akzeptiert, weil sie nicht "zu seinem persönlichen Weltbild" passen, muss denen nicht gleich unterstellen das "hier nur Mitarbeiter oder Jünger aktiv" sind.

    Ich persönlich benütze für meine Auslandsaufenthalte i.d.R. auch Prepay-Karten, wobei ich mich vorher informiere wie lange die SIM-Karten (ohne Aufladung) gültig sind und welche Auflademöglichkeiten ich habe um Prepay-Karten aktiv halten zu können.

    In Deutschland liegt die Gültigkeit i.d.R. bei 12 Monaten +, was m.E. ausreichend ist, für eine Prepaidkarte die die meiste Zeit in einer Schublade schlummern.
  • 02.11.2012 05:32
    JStefan antwortet auf surfboy
    Mich erstaunt die unkritische Haltung vieler gegenüber den Banken, die gegenüber den Staaten und Gemeinwesen vieler Länder eine Selbstbedienungs- und Alles-Umsonst-Mentalität an den Tag gelegt haben und weiterhin legen und die Anfrage von Surfboy finde ich legitim!

    Und die verständnisvollen Äusserungen gegenüber den allzu aufwandsfreien Gewinninteressen von gewissen Telekommunikations-Betrieben erstaunen mich erst recht und ich finde sie vor diesem o.g. Hintergrund peinlich, auf jeden Fall aber untauglich als Argumente.

    Denn das Speichern einer Rufnummer in einer Netzbetreiberdatenbank beansprucht nur wenige Bytes. Wenn man bedenkt dass eine zig-Gigabyte-Festplatte mit vielen Milliarden Bytes für unter 100 Euro zu haben ist, dann wird verständlich was ein Google-Experte mal so ausdrückte:
    Die (betriebswirtschaftlichen) Grenzkosten von Speicherplatz sind im IT-Zeitalter EXAKT NULL!

    Die "Argumente" die dann noch vorgebracht werden wie z.b. "Pflegeaufwand" suggerieren, dass da noch Menschen arbeiten. Aber das meiste ist automatisiert und findet im Self-Service statt, auch und sogar Portierungen werden auf maschinenlesbaren Formularen eingetragen.

    Und wenn doch mal ein Anruf bei einer Hotline eines Callcenters stattfindet, dann werden vom Handy aus oftmals 0180- oder 0900-Nummern bepreist, deren Tarif bei 1000% dessen liegen was die Tk-Unternehmen untereinander als Interconnect-Tarif verlangen.

    Also zahlt man anlassbezogen, und das darf dann nicht in einen monatlichen Grund-Pflegeaufwand umgerechnet werden. Shame on your head, wer anderes behauptet!
  • 02.11.2012 11:58
    Mobilfunk-Experte antwortet auf JStefan
    Benutzer JStefan schrieb:

    > Mich erstaunt die unkritische Haltung vieler
    > gegenüber den Banken [...]

    Was haben die bösen Banken mit dem Thema zu tun?

    > Und die verständnisvollen Äusserungen gegenüber
    > den allzu aufwandsfreien Gewinninteressen von
    > gewissen Telekommunikations-Betrieben erstaunen
    > mich erst recht und ich finde sie vor diesem
    > o.g. Hintergrund peinlich, auf jeden Fall aber
    > untauglich als Argumente.
    >
    > Denn das Speichern einer Rufnummer in einer
    > Netzbetreiberdatenbank beansprucht nur wenige
    > Bytes. Wenn man bedenkt dass eine zig-Gigabyte-
    > Festplatte mit vielen Milliarden Bytes für unter
    > 100 Euro zu haben ist, dann wird verständlich
    > was ein Google-Experte mal so ausdrückte:
    > Die (betriebswirtschaftlichen) Grenzkosten von
    > Speicherplatz sind im IT-Zeitalter EXAKT NULL!

    Kritisierst du nun, dass die raffgierigen Konzerne den Aufwand für die Bereithaltung ungenutzter SIM-Karten scheuen, oder behauptest du, das wäre gar kein Aufwand?

    > Die "Argumente" die dann noch vorgebracht
    > werden wie z.b. "Pflegeaufwand" suggerieren,
    > dass da noch Menschen arbeiten. Aber das meiste
    > ist automatisiert und findet im Self-Service
    > statt [...]

    Die Kosten liegen weniger im Speicherplatz oder Pflegeaufwand für die Kundendatenbank, sondern eher bei Netzelementen, von denen einige eine begrenzte Kapazität haben.

    > Und wenn doch mal ein Anruf bei einer Hotline
    > eines Callcenters stattfindet, dann werden vom
    > Handy aus oftmals 0180- oder 0900-Nummern
    > bepreist, deren Tarif bei 1000% dessen liegen
    > was die Tk-Unternehmen untereinander als
    > Interconnect-Tarif verlangen.

    Das spielt keine große Rolle. Die Gesamtkosten eines Callcenters liegen um eine Größenordnung höher.
  • 01.11.2012 23:02
    Christian_Wien antwortet auf surfboy
    Benutzer surfboy schrieb:
    > Dass die Provider kommerzielle Unternehmen sind, ist natürlich
    > klar. Mir geht es aber ja auch gar nicht ums Geld, sondern nur
    > darum, dass die SIM-Karten-Deaktivierung in manchen
    > Anwendungsfällen eben extrem unpraktikabel für den Kunden ist,
    > eben z.B. dann, wenn man eine Daten-SIM nur im Urlaub nutzt.
    >
    > Denn wenn ich eben nicht spätestens alle 6 Monate Urlaub habe
    > und diesen in Deutschland verbringe (im Ausland ist die Nutzung
    > ja leider viel zu teuer), verfällt sie, und im nächsten Urlaub
    > stehe ich dann dumm da und muss erst einmal einen Elektroladen
    > suchen, wo ich mir wieder eine neue SIM kaufen kann, und mich
    > anschließend um das Restguthaben der alten kümmern.
    >
    > Das ist kein guter Start in den Urlaub. Und die
    > Benachrichtigungs-SMS bekomme ich auf einer ungenutzten
    > Daten-SIM erst gar nicht (ein Brief per Post ist den Providern
    > hingegen scheinbar wieder zu teuer).


    Bei 12 Monaten Mindestgültigkeit sollte es aber für dich nicht allzu schwer sein, für entsprechend zeitgerechte Nutzung bzw. Aufladung zu sorgen.
    Aufladen kann man bekanntlich auch im Ausland kostenlos über Onlinedienste, Überweisungen oder auch über einen im Urlaub gekauften Aufladecode.
    Außerdem kostet das reine Einbuchen einer (Daten)SIM in einem Handy keine Roaminggebühren, sodaß dich SMS auf diesem Wege kostenlos erreichen - sofern du die Karte entsprechend regelmäßig eingebucht hast und auf eingehende SMS überprüfst.

    Klar ist nachvollziehbar, daß Netzbetreiber keine Dauerleichen, die noch dazu wertvolle Nummern blockieren aber keinen Umsatz/Gewinn bringen, haben wollen.
    Wenn die angegebenen Gültigkeitsdauern korrekt eingehalten werden ist dies OK.
    Da finde ich Allüren von z.B. Vodafone viel verwerflicher und als KO-Kriterium, wo nach eigenem Gutdünken unrentable Prepaid-Karten schon nach wenigen Monaten nach Information mittels kurzlebiger SMS deaktiviert oder eigenmächtig in einen Tarif mit monatlicher Grundgebühr umgestellt werden.
  • 29.10.2012 20:30
    raio-k antwortet auf surfboy
    Benutzer surfboy schrieb:
    > Hallo raio,
    >
    > allerdings fallen doch all die von Dir genannten
    > Datenpflege-Arbeiten eben nicht bei einer SIM an, die längere
    > Zeit gar nicht genutzt wird, denn da ändert der User doch eben
    > i.d.R. auch gar nichts an Tarif und Nutzerdaten.
    >
    > Ich vermute so langsam, die Provider wollen einen mit der aus
    > meiner Sicht weiter völlig überflüssigen SIM-Karten-Sperrung
    > nur dazu "animieren", für Umsatz zu sorgen.

    Hallo surfboy

    Dem gebe ich Dir recht, die von mir genannten Datenpflege-Arbeiten fallen nicht bei einer SIM an, allerdings da die SIM genutzt bzw. nicht genutzt wird, müssen nun mal die von mir beispielsweise aufgezählten "Leistungen" Seitens des Mobilfunkanbieter unmittelbar bereit gehalten werden.
    Hierbei ist es egal ob die SIM genutzt bzw. nicht genutzt wird.

    Ich hatte geschrieben:
    "SIM-Karten die nicht aktiv genutzt werden verursachen auch "Kosten", so müssen z.B. die Datenbestände gepflegt werden und Rufnummern werden auch blockiert."

    Welches Ziel die Mobilfunkanbieter letztendlich damit verfolgen, hatte ich gewissermaßen auch schon beantwortet.

    Ich versuche mich mal an einen Beispiel ;)

    Wenn ich ein Auto habe, benötige ich Sommer- und gelegentlich auch mal Winterreifen, letztere kaufe ich mir... im Herbst... ich verlange von meinen Reifenhändler doch nicht das er Winterreifen im Frühling oder Sommer für mich bereit hält, i.d.R. kann man aber dennoch welche bekommen, auch wenn ich sie nicht benötige, weil ich z.B. Alljahresreifen benütze.
    Aber der Reifenhändler wäre darauf vorbereitet!

    So ist es auch mit ungenutzten SIM-Karten, ich halte (Dienst-)Leistungen vor, wo ich nicht weiß wann diese benötigt werden, das bindet Kapazitäten und kostest nun mal. Wenn ich keine Leistungen in Anspruch nehme verursache ich also trotzdem Kosten die dem Mobilfunkanbieter nicht vergütet werden, keine Gespräche, keine SMS, kein Datenverbrauch = kein Umsatz... ... ... eine "tote SIM-Karte" die (unbedingt) am Leben erhalten werden will. Wir reden hier ja nicht nur von einer SIM-Karte!
  • 02.11.2012 06:01
    einmal geändert am 02.11.2012 06:08
    JStefan antwortet auf raio-k
    > Benutzer surfboy schrieb:
    > > Ich vermute so langsam, die Provider wollen einen mit der aus
    > > meiner Sicht weiter völlig überflüssigen SIM-Karten-Sperrung
    > > nur dazu "animieren", für Umsatz zu sorgen.

    So sehe ich das auch!

    Benutzer raio-k schrieb:
    (..)
    >
    > Ich versuche mich mal an einen Beispiel ;)
    >
    > Wenn ich ein Auto habe, benötige ich Sommer- und gelegentlich
    > auch mal Winterreifen, letztere kaufe ich mir... im Herbst...
    > ich verlange von meinen Reifenhändler doch nicht das er
    > Winterreifen im Frühling oder Sommer für mich bereit hält,
    > i.d.R. kann man aber dennoch welche bekommen, auch wenn ich sie
    > nicht benötige, weil ich z.B. Alljahresreifen benütze.
    > Aber der Reifenhändler wäre darauf vorbereitet!
    >
    > So ist es auch mit ungenutzten SIM-Karten, ich halte
    > (Dienst-)Leistungen vor, wo ich nicht weiß wann diese benötigt
    > werden, das bindet Kapazitäten und kostest nun mal. Wenn ich
    > keine Leistungen in Anspruch nehme verursache ich also trotzdem

    Wäre der Reifenhändler wirklich so kalkulationsunfähig wie die von dir skizzierten Mobilfunker, dann würde er am Ende der Saison die von surfboy nicht gekauften Neu-Reifen wutentbrannt zur Müllverbrennungsanlage fahren.

    Kein Bäcker an der Ecke und kein Lebensmittel- oder Reifenhändler kann so seine Grundkosten (betriebswirtschaftliche Fixkosten) so selbstmitleidig bejammern wie es die Apologeten der SIM-Abschaltung und -befristung tun! Und gleichzeitig so treuherzig solche Ahnungs- und Hilflosigkeit vorschützen gegenüber dem "Problem" der Kalkulation bzw. der Prognose von Ertrag! Wo doch ein altes Kaufmanns-Sprichwort bereits sagt: "Zufall wird in der Menge kalkulierbar!"

    All die weiter oben genannten Berufskreise bedienen sich einer geistigen Technologie namens "Division" um die Grundkosten in Stückkosten auf die einzelne verkaufbare Leistung umzurechnen und somit umzulegen.

    Diese geistige Technologie namens Division ist dieselbe Grundoperation wie sie auch beim GERECHTEN Aufteilen knapper Güter, wie z.b. der Torte oder des Erdbeerkuchens beim Kindergeburtstag, zur Anwendung kommt und wird daher bereits ab der 1. Klasse Grundschule gelehrt. Mit partiell leider geringem Erfolg, wenn man die PISA-Ergebnisse betrachtet!

    Manager von heute kennen aber keine Knappheit mehr; sie entstammen einer Generation bzw. Schicht die nicht teilen (im doppelten Wortsinn) lernen musste, sondern wo jedem Kind ein eigener Fernseher und eine eigene Torte spendiert wird (Damit es keinen Streit gibt ;-))

    * Daher die schlechten Pisa-Ergebnisse in Mathematik bei gleichzeitig schlechter Performance im Spitzenmanagement, siehe Fall Schlecker- oder Telogic-Pleite.

    * Und daher auch die unheilbare Neigung der Mobilfunker, Grundpreise und Mindestumsätze in Endkundenverträge reinzuzwingen (oder verkappte Variationen davon, wie es z.b. die undurchsichtigen Abschalt-Kriterien bei Prepaid sind): weil sie sich vor statistischen Berechnungen zur Ertragsprognose wieviele Minuten verkaufbar sind drücken wollen und ihrer Unfähigkeit zur Anwendung der Division - um die invarianten Kosten auf die verkaufbaren Minuten umzulegen - freien Lauf lassen wollen!
    Denken - zumal Mathematik - verursacht Schmerzen, und deswegen wird es oft vermieden!
  • 02.11.2012 07:28
    surfboy antwortet auf JStefan
    Hallo JStefan,

    politisch meinte ich meine Kritik an den Providern zwar nicht (und bin auch kein Linker), aber mit den Fixkosten und variablen Kosten hast Du doch genau Recht: Wenn man die fixen Kosten (Verwaltung/Grundkosten) auf alle Kunden umlegt, entfällt natürlich auch auf längere Zeit nicht genutzte SIMs ein Teil dieser Kosten. Allerdings nur kalkulatorische, denn die tatsächlichen Grenzkosten sind Null, d.h. ob ich eine längere Zeit nicht genutzte SIM als Provider weiter im System führe oder nicht, verursacht tatsächlich keinen Kostenunterschied.

    Wäre ich Provider, würde ich längere Zeit nicht genutzte SIMs daher einfach weiter im System lassen, da mir dadurch de facto keine zusätzlichen Kosten entstehen. Im Gegenteil: Ich spare mir die Deaktivierung, die im Gegensatz dazu sehr wohl Kosten verursacht (falls das nicht auch automatisiert ist) bzw. zumindest das Risiko birgt, dass der Kunde sich danach meldet und Fragen hat (Kundenservice-Kosten).

    Vor allem aber: Jede weiterhin aktive SIM ist doch ein Kunde mehr, der zwar derzeit die SIM nicht nutzt, potentiell aber zukünftig wieder. Konkret: Wenn ich im Urlaub verärgert feststelle, dass meine Daten-SIM seit dem letzten Urlaub deaktiviert wurde, muss ich mir eine neue kaufen. Ob das dann wieder genau die gleiche vom selben Anbieter wird, steht in den Sternen. Vielmehr hängt das wohl eher davon ab, welchen Provider der nächstgelegene Shop im Sortiment hat und wie die Tarife dann jeweils sind. Wäre hingegen die alte SIM nicht deaktiviert worden, hätte ich sie einfach weiter genutzt.

    Da geben Provider ein Heidengeld zur Neukundengewinnung aus - und die einfachste Möglichkeit, die nichts kostet, also bei inaktiven Kunden einfach nur zu warten, bis diese ihre SIM ggf. wieder mal nutzen, indem man sie zu diesem Zweck aktiv lässt, verschenken sie.
  • 02.11.2012 09:17
    surfboy antwortet auf surfboy
    Hauptgrund für das Deaktivieren der SIMs nach längerem Nichtgebrauch dürfte sein, dass die Provider das Restguthaben einbehalten möchten (so wie auch Groupon das mit nicht eingelösten Gutscheinen macht und wo dies einen wesentlichen Teil der Gewinne erbringt). Darum muss man dessen Auszahlung ja auch "beantragen" (statt dass es automatisch erstattet wird, so wie meist auch neues Guthaben automatisch eingezogen wird), und darum gibt es für die Auszahlung ja sogar manchmal (wenn auch gerichtlich untersagte, aber Drillisch probiert es trotzdem) "Auszahlungsgebühren".

    Allerdings verstehe ich dabei nicht: Wenn ein Kunde seine SIM irgendwo ungenutzt liegen lässt und vergisst, wird er das Restguthaben doch eh nicht zurückverlangen, egal ob die SIM aktiv bleibt oder nicht.
  • 02.11.2012 09:59
    einmal geändert am 02.11.2012 10:00
    Telly antwortet auf surfboy
    > Allerdings verstehe ich dabei nicht: Wenn ein Kunde seine SIM
    > irgendwo ungenutzt liegen lässt und vergisst, wird er das
    > Restguthaben doch eh nicht zurückverlangen, egal ob die SIM
    > aktiv bleibt oder nicht.

    Wenn er sie "vergisst", magst Du Recht haben. Wenn aber die Karte unerwartet längere Zeit einfach nicht benötigt wird, liegt der Fall anders.

    Man darf nicht vergessen, dass es den Kunden oft nicht einfach gemacht wird, überhaupt festzustellen, wie lange eine Karte ohne Aufladen gültig ist.

    Bei Congstar und ProSieben-Websession aber auch Callya-Websession werden einfach keine klaren Regeln kommuniziert und auch keine klaren Regeln angewandt.

    Telly
  • 02.11.2012 11:40
    Mobilfunk-Experte antwortet auf surfboy
    Benutzer surfboy schrieb:

    > Wenn man die fixen Kosten (Verwaltung/Grundkosten)
    > auf alle Kunden umlegt, entfällt natürlich auch
    > auf längere Zeit nicht genutzte SIMs ein Teil
    > dieser Kosten. Allerdings nur kalkulatorische,
    > denn die tatsächlichen Grenzkosten sind Null,
    > d.h. ob ich eine längere Zeit nicht genutzte SIM
    > als Provider weiter im System führe oder nicht,
    > verursacht tatsächlich keinen Kostenunterschied.

    Ganz so ist es nicht. Es gibt schon ein paar Netzelemente mit begrenzter Kapazität, die nur eine bestimmte Höchstzahl von Mobilfunkanschlüssen bedienen können. Wenn viele ungenutzte SIM-Karten aktiv sind, braucht der Netzbetreiber zum Beispiel mehr HLRs als eigentlich nötig. Egal, ob ein zusätzliches HLR angeschafft oder ein vorhandenes aufgerüstet wird, das ist kein billiger Spaß.

    > Wäre ich Provider, würde ich längere Zeit nicht
    > genutzte SIMs daher einfach weiter im System
    > lassen, da mir dadurch de facto keine
    > zusätzlichen Kosten entstehen.

    Wahnsinnig hoch sind die Kosten pro SIM-Karte zwar nicht, aber sie sind auch nicht völlig zu vernachlässigen.

    > Im Gegenteil: Ich spare mir die Deaktivierung,
    > die im Gegensatz dazu sehr wohl Kosten verursacht
    > (falls das nicht auch automatisiert ist)

    Ich kann mir nicht vorstellen, dass das irgendwo manuell passiert. Bei jedem deutschen Mobilfunkbetreiber dürfte die jährliche Fallzahl in die Millionen gehen.

    > bzw. zumindest das Risiko birgt, dass der Kunde
    > sich danach meldet und Fragen hat (Kundenservice-
    > Kosten).
    >
    > Vor allem aber: Jede weiterhin aktive SIM ist
    > doch ein Kunde mehr, der zwar derzeit die SIM
    > nicht nutzt, potentiell aber zukünftig wieder.

    Die Statistik sagt aber wohl, dass es nach einer gewissen Zeit der Nichtnutzung recht unwahrscheinlich wird, dass der Kunde die SIM-Karte jemals noch nutzen wird. Die Kundenfluktuation beträgt jährlich ungefähr ein Viertel des Prepaid-Bestandes. Irgendwann wird der Provider den Gewinn, den er von einer SIM-Karte noch erwartet, niedriger einschätzen als die Kosten, die sie verursacht.

    > Wenn ich im Urlaub verärgert feststelle, dass
    > meine Daten-SIM seit dem letzten Urlaub
    > deaktiviert wurde, muss ich mir eine neue kaufen.

    Ich verstehe deine Sichtweise durchaus, aber das scheint wohl alles andere als das typische Szenario zu sein. Trotzdem wäre es für solche Fälle natürlich sehr zu begrüßen, wenn die Deaktivierungen etwas transparenter stattfinden würden, z.B. mit klaren Fristen oder mit Kündigungshinweisen, die den Kunden - unabhängig von der betroffenen SIM-Karte - auch wirklich erreichen.
  • 03.11.2012 21:34
    Wiewaldi antwortet auf JStefan
    Oh mann, was bist Du denn für ein Vogel?
    Und sowas schreibt er um 6:01 in der früh.
    Geh mal an die frische Luft oder in den Wald und schrei Deinen Frust laut heraus.
  • 05.11.2012 07:08
    surfboy antwortet auf surfboy
    Benutzer base station schrieb:
    > Benutzer surfboy schrieb:
    > > Hallo zusammen,
    > >
    > > ich finde die Marotte der Netzbetreiber bzw.
    > > Provider/Discounter sehr nervig, dass SIM-Karten nach einigen
    > > Monaten Nichtnutzung oft einfach deaktiviert werden.
    >
    > Finde ich mehr als nervig.
    >
    > Z.b. bei T-Mobile in den USA.
    >
    > Aber wir unterhalten uns hier über den deutschen prepaid SIM
    > Markt und da sind 12 Monate als Mindesgültigzeit üblich. Manche
    > Anbieter wie Telefonica in Deutschland haben eine Gültigkeit
    > knapp kürzer als "ewig".

    Noch so jemand mit großem "Verständnis" für die Provider (und dem vielsagenden Namen "base station")... Tut mir leid, dass ich so maßlose "Forderungen" stelle.

    >
    > > 1. Warum erfolgt überhaupt die Abschaltung - entstehen den
    > > Anbietern für eine nicht genutze SIM Kosten,
    >
    > Das wurde hier in diesem thread schon umfassend durchgekaut und
    > durchdiskutiert.
    >

    1. Ich habe die oben zitierte Frage ja auch ganz zu Beginn gestellt, und nicht erst nach der Diskussion - auch schon mal bemerkt, oder was soll dann dieser Vorwurf?
    2. Das Ergebnis dieser Diskussion war, dass eben keine nennenswerten, echten Grenzkosten entstehen.
  • 05.11.2012 16:23
    einmal geändert am 05.11.2012 16:24
    nboden antwortet auf surfboy
    Die Kosten werden irgendwo zwischen 0 und 5€ (meist die Mindestaufladung bei Überweisung) liegen. Wie hoch diese Kosten genau sind, werden wir wohl nie erfahren.

    Umso unverständlicher ist, dass sich hier schon über Anbieter aufgeregt wird, die zumindest eine gebührenpflichtige Benutzung pro Jahr verlangen - wer weniger als einmal im Jahr telefoniert oder sms verschickt, fährt ansonsten wohl mit der guten alten Telefonzelle günstiger...
  • 05.11.2012 18:20
    Robophone antwortet auf surfboy
    Es gibt doch recht logische und nachvollziehbare Gründe sowohl von der Seite der Mobilfunknetzbetreiber als auch der erbosten und genervten Kunden, die die Sim-Karten nutzen und diese ab und zu deaktiviert werden.

    Was die Netzbetreiber angeht, so behaupte ich, dass es eine billige Aisrede sei, dass bei dennen die Netzbereithaltungskosten und HLR-Wartungsosten in solchen Dimensionen entstehen, dass es nur aufgrund der genutzten Sim-Karten zur Entlastung kommen kann.

    Das ist Blödsinn. Die Einnahmen aus Prepaidbereich könne die Kosten in keinster Weise abdecken. Eher aus Vertragsbereich, wo wesentlich mehr Einnahmen erzielt werden.

    Ausserden fliessen die Gewinne aus den internen Geschäften mit eigenen Tochtergesellschaften und Untermietern, die wesentlich mehr Einnahmen bringen.

    Ich spreche von Telekom und Vodafone. Die können sich schon die "ewige Bereitstellung" der eigenen Callya -und-Xta-Simkarten ohne Kostenargument bewerkstelligen, nur die wollen es halt nicht.

    Die sehen die Geschichte als eine Einwegstrategie. Bringt die Simkarte keinen oder sehr wenig Umsatz wird deaktiviert. Es ist eine reine marktwirtschaftliche amerikanische Mentalität, die sowohl den beiden Monopolisten als auch den Kunden wenig bringt.

    Damit die Anreize für verstärkte Nutzung bei den Kunden ankommen, mussen die Monopolisten mehr tun, um die Kunden zur Nutzung zu bewegen.

    D.h Sprachmnute,SMS auf Discounternivau­,Minuutenpackete rechnerisch unter 9 Cent/Minute, verbilligte Auslandspreise, Festnetzflatrate, eventuell eine Option für Monatsflat in alle Netze für 40 Euro im Prepaidbereich.

    Wenn die das tun werden, dann können die auf Einnahmen hoffen. Ansonsten müssten die sich mit Karteileichen begnügen.

    Die Argumente mit Belegung der Rufnummer stimmen bei Netzbetreiber nicht. Die weggefallene Rufnummer wird nicht wieder vergeben, da man die deaktivierte Karte wieder mit vorgegebenen Daten registrieren kann und es wird gleiche Rufnummer zugewisen.

    Bei Untermieter (Drillisch etc) kann das natürlich anders sein, da bei dennen die Rufnummerknappheit herrscht.

    Sie sollten also Äpfel und Birne vorher streng vonenander abgrenzen, bevor sie die Rufnummerknappheit-Argumente vortragen.

    Ob die Daten nach Beendigung des Vertrages gelöscht werden, wage ich zu verzweifeln.

    Denn es gibt und gab viele Beispiele wo die Töchter der Netzbetreiber dies immer missachtet hatten und die Aufforderung der Datenschutzkommission nach zeitnahen Löschung der Daten der ehemaligen Kunden einfach ignoriert hatten.

    Der leidige Beispiel ist Congstar. Er löscht die daten der Prepaidkunden auch nach ofiziellen Kündigung und Rufnumernportierung auch nach 3 Jahren nicht. Die Betroffenen konnten sich auch nach 3 Jahren in ihrem Kundenlogin.Bereich anmelden und die eigenen Daten und Tarifoptionen anschauen.

    Datenschutz = Quatsch hoch 3.

    Bei unseren Diskussion um die Gründe für die Deaktivierung der Karten sehe ich Vieles zuungunsten der Abschaltung seitens Netzbetreiber.

    Die machen ihr Geschädft kaputt.Aber die Discounter können ruhig abschalten, da sie die günstigen Optionen anbieten.

    Allerdings fnde ich unverschähmt, dass Fonic klammheimlich seine Bedingungen für die Prepaidkarte geändert hat und keiner vor Gericht gezogen ist.

    Im Jahre 2008 hat ein Fonic-Kunde vor Gericht im München das Recht bekommen, dass bei O2-Tochter und O2 selbst das Guuhaben und die Karte nicht verfallen darf.

    der Richter verurteilet das Unternehmen und hat sogar beschlossen, dass die Karten ewig halten sollten. Sowohl Guthaben als auch Simkarte.

    Daraufhin hat Fonic im April 2008 beschlossen die Karten und das Guthaben sind ab der Registrierung im April 2008 unbegrenzt gültig.

    so war es bis jetzt. Plötzlich heist es seit 2011 bei Fonic: Die Karten und das Guthaben sind nur dann unbegrenzt gültig, wenn pro Jahr mindestens 1 mal telefoniert oder smst oder Datenverbindung aufgebaut wird.

    An sich ist verständlich, dass Fonic etwas verdienen will.

    Die Frage ist aber, ob er einseitig die Regelung für die Gültigkeit des Guthabens und der Karte ändern darf.

    Weiterhin ist fraglich, ob die Kunden aus 2008 bis 2011, die den Vetrag unter damaliger Regelung abgeschlossen hatten ebenfalls die neue Regelung akzeptieren sollten.

    Warum sollten die Altkunden nach Fonic Einsicht ihr priveligiertes Recht auf bedingungslose Gültigkeit der Karte und des Guthabens verlieren und sich nicht wehren können?

    Ihr Sieht,dass die Diskussion langsam eskaliert und dass es mehr Argumente für die Kunden gibt, dass sie geschützt werden sollen bei O2-Discountern und Netzbetreibern, die einfach habgierig sind und kein richtiges Interesse an Prepaid haben.


    Im übrigen stimmt die Sache mit Aufladung nicht bei den Netzbetreibern.

    Neulich hat ein Hotlineitarbeiter einem erzählt, dass die Aufladung nicht zwingend ist.

    Entweder 1 Anruf pro 6 Monaten tätigen oder 1 mal in Jahr aufladen. Das ist die Bedingung.
  • 05.11.2012 22:11
    raio-k antwortet auf Robophone
    Ich finde das hier vieles, zum auch zu viel, gesagt wurde und inzwischen das Thema völlig verfehlt ist und dieser Thread nun mal langsam zur Ruhe kommen sollte.

    Irgendwie artet der Thread hier ja vollständig aus und bevor es noch persönlicher wird, denke ich einfach mal, man sollte einfach ein paar Regeln beachten und damit leben, das SIM-Karten nicht ewig leben, aber am Leben gehalten werden können.

    Wer ein Prepaid-Handy hat und wenig telefoniert, sollte folgende Tipps beachten:

    Erkundigen Sie sich beim Kauf einer Prepaid-Karte, ob es Fristen gibt, innerhalb derer Sie das Telefon genutzt haben müssen.

    Legen Sie ihr Handy nicht abgeschaltet in die Schublade. So hilft es Ihnen weder im Notfall, noch sehen Sie, wenn wichtige Mitteilungen per SMS kommen, die Sie über den Stand Ihres Prepaid-Kontos informieren.

    Damit Sie nicht in die Zwickmühle geraten, sollten Sie Ihr Handy wenigstens einmal im Monat für einen Anruf oder eine SMS nutzen.

    Sowohl das OLG München als auch das LG Düsseldorf haben Klauseln für unzulässig erklärt, die einen Verfall von Prepaid-Guthaben vorsahen, die ihre Tarife mit „keine Grundgebühr“, „kein Mindestumsatz“ beworben hatten. Eine grundsätzliche Entscheidung darüber, ob ein Guthabenverfall unzulässig ist, gibt es laut Verbraucherzentrale allerdings nicht.

    Wer sein Guthaben zurückerstatten bekommen möchte, muss schriftlich einen Antrag formulieren. Einige Mobilfunkanbieter stellen dazu Musteranträge auf ihre Internetseite. Auch die Verbraucherzentralen bieten Formulierungshilfen auf ihrer Internetseite an.

    Das Startguthaben, das von vielen Anbietern als Geschenk dazugegeben wird, verfällt.

    Auch wenn die Prepaid-Karte deaktiviert wurde, können Sie sie innerhalb einer Frist wieder aktivieren lassen.

    Ob Ihr Anbieter für die Rückerstattung oder Reaktivierung des Anschlusses Geld verlangt, ist strittig. Die Verbraucherzentrale verweist auf ein Urteil des Oberlandesgerichts Frankfurt, das eine Auszahlungsgebühr für unzulässig hält (Aktenzeichen: 1 U 129/09).

    Quelle: http://www.braunschweiger-zeitung.de
  • 07.11.2012 16:04
    Robophone antwortet auf raio-k
    Benutzer raio-k schrieb:
    >
    > Ob Ihr Anbieter für die Rückerstattung oder Reaktivierung des
    > Anschlusses Geld verlangt, ist strittig. Die
    > Verbraucherzentrale verweist auf ein Urteil des
    > Oberlandesgerichts Frankfurt, das eine Auszahlungsgebühr für
    > unzulässig hält (Aktenzeichen: 1 U 129/09).
    >
    > Quelle: http://www.braunschweiger-zeitung.de


    Die meisten Anbieter im Prepaidbereich berechnen nach deren AGB und auch in der Praxis eine 5 Euro Gebühr für die Auszahlung des Guthabens nach Beendigung des Vertrages.

    Wenn du sagst,das OLG Frankfurt in seinem Urteil (Az: 1 U 129/09) dies ausdrücklich untersagt hatte, dann ist es eine Superentscheidung, um allen Anbietern diese 5 Euro zu verbieten, wenn der Kunde kündigt und das Guthaben verlangt.

    Erzähl bitte, ob die Entscheidung allumfassend ist und für alle Anbieter verpflichtend ist, oder nur für bestimmte Anbieter?

    Wenn für alle Anbieter, dann ist es ein Freibrief für die Kunden, damit sie keine Strafgebühren an die Anbieter zahlen, falls Prepaidkarte endgültig deaktiviert wurde.

    Hier nochmal zur Unzulässigkeit des Guthabenverfalls und der Gültigkeit der Prepaidkarte von O2 und deren Töchtern:

    Der Mobilfunkkonzern Vodafone darf Handy-Guthaben auf Prepaid-Karten nicht verfallen lassen und die Karten auch nicht nach Fristablauf deaktivieren.

    Damit haben Verbraucherschützer für Millionen Mobilfunkkunden vor dem Düsseldorfer Landgericht einen wichtigen Sieg errungen (Az.:12 O 458/05).

    Entsprechende Klauseln in den Allgemeinen Geschäftsbedingungen des zweitgrößten Mobilfunkanbieters in Deutschland seien ungültig. Geklagt hatte der Bundesverband der Verbraucherzentralen.

    15 Millionen Prepaid-Verträge bei Vodafone

    Die 12. Zivilkammer des Gerichts monierte, dass Vodafone seine Guthaben-Karten mit Schlagworten wie „keine Mindestlaufzeit“ und „ohne Vertragsbindung“ bewerbe. Die Verfallsfrist komme aber einer Mindestumsatzverpflichtung gleich.

    Über den ersatzlosen Verfall des Guthabens nach 15 Monaten und die endgültige Sperrung der Karte werde zudem im Internet nur in den Allgemeinen Geschäftsbedingungen informiert, die erst im Zuge des Bestellvorgangs abrufbar seien. Dies sei ein Verstoß gegen das Transparenzgebot. Vodafone hat nach eigenen Angaben etwa 15 Millionen Prepaid-Verträge, jeder zweite Kunde sei Prepaid-Kartennutzer.

    O2-Urteil bereits im Juni

    Ein ähnliches Urteil wegen des Verfalls von Guthaben hatte bereits der Mobilfunk-Netzbetreiber O2 im Juni vor dem Oberlandesgericht München kassiert. Rund 4,8 Millionen Prepaid-Verträge von O2-Kunden waren von dem Münchner Musterurteil betroffen.

    O2 hat inzwischen die Entscheidung der Münchner Richter akzeptiert und angekündigt, künftig die Guthaben nicht mehr nach einem Jahr verfallen zu lassen.

    entscheidend ist jedenfalls das das Guthaben auf Prepaid-Karten nicht verfallen darf.

    Hier sind zur Ergänzung noch die Aktenzeichen, der beiden Urteile, denn auch in München erging bereits ein ähnliches Urteil:

    LG Düsseldorf, Az.: 12 O 458/05 und LG München, Az.: 12 O 16098/05



  • 05.11.2012 22:45
    2x geändert, zuletzt am 05.11.2012 23:01
    Telly antwortet auf Robophone
    Benutzer Robophone schrieb:

    > Ich spreche von Telekom und Vodafone. (...)

    > den beiden Monopolisten

    Das gefällt mir. :-)

    Telly
  • 13.12.2012 22:47
    kel28 antwortet auf Robophone
    Benutzer base station schrieb:

    > Gerade der O2 discounter "NetzClub" ist extrem großzügig.

    absolut!

    > > Entweder 1 Anruf pro 6 Monaten tätigen oder 1 mal in Jahr
    > > aufladen. Das ist die Bedingung.

    Das könnte T-Mobile sein.

    > Über eine kostenfrei Ansage läst sich das Guthaben und die
    > Gütigkeitsdauer, bei allen SIMs die ich kenne abfragen.

    Genau das geht bei T-Mobile und Vodafone eben nicht!

    > Was einem eine hotline erzählt ist nicht verbindlich.

    Aber kann durchaus informativ sein.

  • 07.11.2012 12:24
    surfboy antwortet auf surfboy
    Hallo noch einmal,

    was ich als Thread-Initiator noch einmal sagen möchte: Mir geht es nicht um die SIM in meinem Mobiltelefon. Auch wenn ich damit nur wenig telefoniere und gar nicht surfe, ist es kein Problem, damit notfalls 1x im Monat (wenn ich wirklich mal länger nicht damit telefoniere, obwohl es immer eingeschaltet ist - ich bin halt nicht so eine Quasselstrippe, und wenn, dann altmodisch per Festnetz) einen Anruf irgendwo zu tätigen (und auch dafür zu bezahlen). Mir geht es auch nicht um die paar Euro Guthaben, die möglicherweise verfallen, oder einen etwaigen, geringen Mindestumsatz.

    Mir geht es nur ganz konkret darum: Ich habe, um auf Reisen mit dem Notebook online gehen zu können, einige reine Daten-SIM-Karten (weil es zur normalen SIM im Handy leider keine damit zusammen abgerechnete Daten-Zweit-SIM für den Notebook-SIM-Slot gibt - das wäre am praktischsten): Zwei für Deutschland (zwei, damit ich je nach Ort bei schlechtem Netzausbau noch eine Alternative habe) und eine für Österreich (weil mobiles Internet mit dem Notebook per Roaming immer noch utopisch teuer ist).

    Zu Hause nutze ich die SIMs nicht (VDSL ist weit überlegen, außerdem ist der SIM-Slot im Notebook unter dem Akku, so dass ich zum Einsetzen/Wechseln das ganze System mehrfach herunter- und wieder hochfahren müsste, worauf ich selten Lust habe, nur um kurz pro forma mit der SIM online zu gehen). Manchmal habe ich auf Reisen auch einen LAN-Anschluss oder WLAN, deshalb brauche ich die SIMs gar nicht jedes Mal. So kommt es zustande, dass es manchmal 1-2 Jahre her sein kann, dass ich eine der drei SIMs benutzt habe.

    Wenn ich dann irgendwo in der deutschen Provinz oder in einem österreichischen Skiort bin, und üblicherweise am Wochenende dort ankomme, wenn die Shops mit SIM-Karten (falls es welche gibt) geschlossen sind bzw. ich auch so auf die Schnelle gar nicht weiß, welcher Tarif aktuell überhaupt geeignet ist, stehe ich ggf. tagelang offline da und habe nicht nur Stress, mich nach einer neuen SIM zu erkundigen, sondern kann auch meine Arbeit nicht erledigen. Das ist einfach lästig.

    Also, wie gesagt: Mir geht es noch nicht einmal ums Geld (auch wenn ich das Kostenargument der Provider als vorgeschoben betrachte), sondern schlicht um das sorglose Handling. Jederzeit auspacken, einstecken und läuft - so sollte es eigentlich sein.
  • 07.11.2012 19:11
    raio-k antwortet auf surfboy
    Benutzer surfboy schrieb:
    > dem Notebook online gehen zu können, einige reine
    > Daten-SIM-Karten (weil es zur normalen SIM im Handy leider
    > keine damit zusammen abgerechnete Daten-Zweit-SIM für den
    > Notebook-SIM-Slot gibt - das wäre am praktischsten)

    Wie wäre es denn dann mit dieser Lösung für Deutschland?!

    MultiSIM - Eine Nummer, mehrere SIM-Karten:
    http://www.teltarif.de/multisim

    Allerdings werden diese MultiSIM-Karten nur von den "großen" Mobilfunkbetreibern angeboten.
    Bei sporadischer Nutzung wäre dies wohl die praktikabelste Lösung, was mit Prepaidlösungen ist, dieses Thema hatten wir ja bereits erörtert.

    Zum Thema sparen beim mobilen Internet im Ausland, kann man hier nützliche Informationen finden:
    http://www.teltarif.de/mobiles-internet-...

    Ich hoffe das diese Links weiterhelfen können...