> Du investierst in Sachwerte, wenn du Anteile an einem solchen
> Fonds kaufst. Du kaufst (Teile von) Häuser und Grundstücke.
> Damit sicherst du dich gegen die Inflation ab. Du kaufst
> Fondsanteile, weil du alleine nicht genügend Geld hättest, um
> selbst Häuser und Grundstücke zu kaufen. Aber wie auch ein
> Direktinvestment, bist du nicht vor Wertschwankungen oder gar
> Verlusten immun. Häuser und Grundstücke kauft man normalerweise
> längerfristig. Und längerfristig ist die Wahrscheinlichkeit,
> damit eine positive Rendite zu erzielen, recht hoch.
Was passiert denn damit, wenn wir eine totale Geldentwertung haben. Also der Euro nix mehr wert ist - der Fonds aber in Euro ausgewiesen ist?
Wenn mir dann ein "Stück Haus" gehört, müsste doch der Wert neu berechnet werden, nach der dann kommenden Währung. Ist dem so? Oder ist mein "Stück Haus" für immer futsch?
> > Du würdest also Deinem besten Freund, bei dem Du
> > davon ausgehen
> > musst, dass er Zeit seines Lebens nicht mehr als 1.200 Euro
> > (brutto) verdienen wird
> > Woher sollte ich oder er selbst das wissen? Niemand kann
> hellsehen.
Naja. Wenn er z. b. 35-40 Jahre alt ist und die (Aus-)Bildung eben nicht optimal, dann kann man das schon abschätzen.
> > und das Schlimmste ist aber, dass
> > ich 93 Jahre alt werden muss, um auch eine Rendite meiner
> > eingezahlten Beiträge zu erhalten.
> Also ich wußte das bei Abschluß. Es sind die Sterbetabellen der
> Versicherungswirtschaft.
> Wie eine jede Rente, zahlt auch Riester eine lebenslange Rente.
> Dein angespartes Kapital wird in eine monatliche Zahlung
> umgewandelt.
Das Prinzip ist auch okay.
> Aber ich wette eben gegen die Versicherung. Lebe ich
> länger, mache ich Gewinn, sterbe ich früh, freut sich das
> Unternehmen.
>
Genau diese Wette ist ja Sinn der Sache. Aber wenn 93 Jahre mein Break-Even-Point ist, dann verzichte ich.
Auch das ist Marktwirtschaft! Und da wollen die Rentenversicherungen einen abzokken. Allesamt!
> Ich würde niemanden raten, später seinen Mitmenschen auf der
> Tasche zu liegen und das schon im voraus zu planen, selbst wenn
> es rechtlich möglich wäre.
So siehts aber doch aus! Und ich empfehle jedem in einer solchen Situation - es zu lassen.
> > Wenn die Bank mit mir einen Vertrag
> > eingegangen ist, obwohl sie weiß, dass ich zuwenig verdiene,
> > um
> > die Raten zu zahlen, ist sie doch selbst schuld.
> > Sie ist AUCH schuld, ja. Du aber genauso. Nur die Bank kann
> entscheiden, ob sie mit dir einen Vertrag eingeht, deine
> Mitbürger als Zahler der Grundsicherung leider nicht.
Würdest DU Dich gegen die Grundsicherung entscheiden?
> Allej die Überlegungen, daß sich eine eigene Altersvorsorge
> nicht lohnt, da es ja die Grundsicherung auf jeden Fall gibt,
> zeigt doch, daß etwas mit dieser Leistung nicht stimmen kann.
Der Gedanke ist nachvollziehbar. Aber nicht richtig. Ob ich nun im Alter 550 Euro oder 650 Euro habe... beides reicht definitiv nicht zum leben. Da kann ich mir auch gleich die Kugel geben. Dafür brauche ich nicht auch noch Jahrelang Beiträge zu zahlen - die mir am Ende nichts bringen.
> Eine
> Institutionalisierung von Nächstenliebe und Wohltätigkeit kann
> nicht gutgehen.
Verstehe ich nicht.
Telly