> Ich beschränke mich mal ausschließlich auf den
> Mobilfunkbereich, weil es thematisch paßt und ich ansonsten ein
> Buch schreiben müßte:
>
> Schau dir die Preisentwicklung und die Infrastrukturentwicklung
> auf diesem Gebiet in den Jahren seit der Liberalisierung an.
> Jeder weitere Kommentar sollte sich dann erübrigen.
Vor der EU-Regelung nahm ich versehentlich ein Gespräch im Grenzgebiet an und musste dafür 2 Euro die Minute zahlen. Das wollten die Anbieter auch gar nicht anders. Die wollten, dass alle soviel bezahlen müssen. Daher versagte hier der Wettbewerb.
> Und wer hat die Unterstützung bereitwillig gegeben? Der Staat.
> Niemand hat ihn dazu gezwungen. Mal von der Deutschen Bank
> abgesehen hat wohl keine Bank abgelehnt. Verständlich aber
> dennoch falsch.
>
> Unternehmen können in die Insolvenz gehen. Das gilt auch für
> Banken. Das ist die Wirtschaft. Der Staat hat sich
> rauszuhalten. Und schon gar nicht hat er Banken mit meinen
> Steuergeldern vor der Insolvenz zu retten.
Das kann so leider nicht unterschrieben werden. Vom "Wettbewerb" her gedacht, ist dies zwar richtig. Doch hier ging es darum, nicht eine große Lawine ins Laufen zu bringen. Es ist so schon schlimm genug, was uns gerade ereilt. Wir haben die Talsohle noch lange nicht erreicht!
Ich bin froh, dass mein Festgeld - zumindest noch - sicher ist. Es gibt zwar den Einlagensicherungsfonds. Doch Du glaubst gar nicht, wie schnell der aufgebraucht wäre, wenn bestimmte Banken plötzlich pleite wären.
> Naja, im Gegensatz zu einer Vielzahl von anderen Menschen habe
> ich in meinem Leben bereits Unternehmen durchkalkuliert.
Auch gut durchkalkulierte Unternehmen gehen gerade zur Zeit in die Insolvenz. Sie sind auch "Opfer" von einer "Lawine"; wie oben erklärt. Es brauchen nur ein oder zwei "systemrelevante" - in diesem Fall "firmenrelevante" Kunden zahlungsunfähig werden - und schon reißt es den nächsten gut kalkulierten Betrieb in den Abgrund.
Telly