> > Ja und? Den paar popeligen Fritzen gibt man dann halt eine
> > ISDN-Flatrate unmetered zum DSL-Preis und die sind
> > ruhiggestellt.
> > Dann schreien wieder andere Leute rum, dass sie auch die
> ISDN-Flatrate wollen, und am besten noch für den halben
> DSL-Preis. Allein aus dem Grund wird sich die Telekom das schon
> nicht zumuten wollen.
Ganz einfach: wer DSL beantragt und aus technischen Gründen nicht bekommen kann, bekommt das Angebot eines flat abgerechneten ISDN-Zugangs zum ISP eigener Wahl, zum einem etwas geringeren Grundpreis wie DSL.
Das würde die ...T. vermutlich Millionen kosten und noch mehr Image, deswegen machen die das natürlich nicht freiwillig.
> Es gibt eine Grosshandelsflatrate. Es gibt nur keine mutigen
> Unternehmer, die aus dem Angebot was machen. Klar, die
> 10-Euro-Flatrate wird es nicht geben können, aber man muss auch
> einfach mal einsehen, dass das völlig unrealistische
> Erwartungen sind.
Man verwechsle nicht die Leitung und den über diese Leitung laufenden IP-Traffic. Die Leitung ist für ISDN und DSL dieselbe, bei DSL steckt sogar noch mehr aufwändigere Technik drin. Weswegen kostet dann die reine Leitung(!) bei ISDN ein Vielfaches? Warum wird die Leitung (nur) im unteren Frequenzband nach Zeit abgerechnet?
*Das* sind die interessanten Fragen. Wenn die RegTP da eingreifen würde, könnte es selbstverständlich eine 10-Euro-Flat für die Leitung (plus Traffic) geben. Oder auch es gibt plötzlich sehr viel mehr DSL-Anschlüsse in Gebieten, wo das gestern noch angeblich technisch unmöglich war.
> > > ISDN ist primär eine Sprachübermittlungtechnik.
> > und sekundaer halt eine Datenübermittlungstechnik.
> > Da es aber in der realen Ausführung eine Dial Up-Technik ist,
> eignet es sich nur bedingt als Datentechnik. Für
> Datenanwendungen sind Always on-Verbindungen der bessere Weg!
Das geht auch mit ISDN. Ob man einen DSLAM neben den Aufsetzpunkt der Leitung in der Vermittlung stellt oder einen ISDN-Router, ist technisch vollkommen äquivalent. Das Offenhalten eines B-Kanals (wohlgemerkt: zu einem Anschluss im gleichen Gebäude, damit nicht wieder behauptet wird, es gebe zu wenig Fernleitungen) kostet nichts.
Nur die Ideologie aus der Kaiser-(bzw. Sommer-)zeit, dass ISDN gleich Sprache ist und das unter allen Umständen nach Zeit berechnet werden muss, ist dagegen. Und die Rechnung, dass man auf diese Weise eben mehr einnimmt, vgl. die Preise für reguläre, mit ISDN-Technik realisierte 64kbps-Standleitungen.
> Das Leben kann manchmal schon grausam sein.
Wer an der Sache interessiert ist, hat solche Anmerkungen nicht nötig.
Olaf