Benutzer Michigan schrieb:
> > Das kann man so nicht stehen lassen, denn wenn es die
> > Wiedervereinigung nicht gegeben hätte, wäre die Rezession in
> > der BRD um einige Jahre früher gekommen. Oder was glaubst Du,
> > welchen Schub die "Erstversorgung" der Bewohner der ehemaligen
> > DDR mit Konsumartikeln (von Fernseher bis zum Auto)der
> > BRD-Wirtschaft gebracht hat!
> Vielleicht hat das die Wirtschaft etwas belebt. Aber im
> Gegenzug hat sich der Staat dafür verschuldet. Die
> Wiedervereinigung ist einer der Gründe, warum Deutschland in
> der Schuldenfalle steckt. Außerdem wurde den Haushalten im
> Westen über den Solidarbeitrag Geld weggenommen, was sie sonst
> hätten investieren können. Der Westen hat den Ostdeutschen doch
> alle Sachen finanziert, die der Osten konsumiert hat.
Ein dickes Problem der Wiedervereinigung war und ist, daß der Löwenanteil der Gelder die gen Osten gehen Transferzahlungen sind, die nur in den Konsum gehen. Man hat schlicht vergessen, Mittelstandspolitik zu machen und hat die Unternehmer, die etwas bewegen wollten, auf einer dünnen Eigenkapitaldecke sitzen lassen.
> Von daher ein schlechte Überlegung.
Richtig!
> Aber es war auf jeden Fall auch eine
> Historische Entscheidung.
Die man schleunigst korrigieren sollte!
> Also hätte dann nach deiner Aussage
> auch das Volk entscheiden müssen. Und die Wiedervereinigung war
> für Westdeutschland viel schlimmer, als die schlimmsten
> Prognosen für den Euro. Außerdem bremst die hohe
> Arbeitslosigkeit im Osten auch das Wirtschaftswachstum im
> Westen, da dadurch höhere Lohnnebenkosten bezahlt werden
> müssen. Dadurch gibt es dann auch mehr Arbeitslosigkeit im
> Westen. usw. Außerdem hätten wir anders eine niedrigere
> Staatsverschuldung, weil der Osten nicht hätte aufgebaut werden
> müssen.
> Somit hat die Wiedervereinigung Westdeutschland nicht genützt,
> sondern nur geschadet.
>
> Michigan