Die Ursachen für das Aus von Quam sind sicherlich hautsächlich intern zu suchen: Die wie unten genannten super-subventionierten Verträge: Keine Grundgebühr plus Gerät. Man rechne 10000 Verträge * 250 € pro Gerät = 2.500.000 € plus die Händlerprovisionen, das selbe nochmal. Dann die Partnerkartenaktion wo die Aktivierung von 50000 Karten (http://www.handyberater.de/html/quamstory.htm) mit der Einstellung des operativen Geschäftes verhindert werden sollte am 25.8.2002 (50000 * 250 € = 12.500.000 € an Händlerprovisionen plus Geräte). Durch die Umbundelung der Angebote wurden Kunden angesprochen, die den Quam Vertrag benutzten um günstig an eine Plastation oder ein Endgerät zu kommen ohne die Absicht einer aktiven Nutzung, die die Vertriebskosten amortisiert. Ein klarer Vertriebsfehler.
Mittlerweile wurde ein Vertriebsdirektor angezeigt wegen eines Fehlbestands von Handys. Es scheinen sich manche Leute massiv bereichert zu haben, was ein Revisor von Telefonica mit der Bemerkung ausdrückte, es sei schlimmer als in Lateinamerika, so die Gerüchte.
Da Quam mit ihren 200000 Kunden die o.g. Beträge nicht erwirtschaften kann müssen die Eigner (Telefonica und Sonera) dafür aufkommen. Ich kann mir vorstellen, daß durch Mißwirtschaft des Quam Managements Quam ein derartiges Faß ohne Boden wurde, daß die Eigner die Notbremse zogen.
Also schiebt die Schuld nicht der Regierung in die Schuhe. Bei Quam müßen sich andere an die Nase fassen.
Benutzer DerMatze schrieb:
> Ob konkret Rot/Grün schuld ist, kann man sicher nicht sagen, > schließlich kann man keiner Farbe eine Schuld zuweisen. > Allerdings kann man durchaus sagen, dass die Politik der > Regierung und der RegTP sicher nicht unschuldig ist. > Die RegTP als zuständige Behörde hätte zum Quam-Start andere > Netzbetreiber dazu verpflichten sollen (insbesondere die beiden > Riesen T und V), Gespräche sofort ins Quamnetz durchzustellen. > So wäre eine Panne schon vermieden worden. > Das andere sind die Bestimmungen für die UMTS-Lizenznehmer, die > dringend gelockert werden sollen. Diese gigantischen Beträge, > die Hans Eichel sehr gelegen kamen, die aber trotz allem in > keiner Wirtschaftsbilanz und Bundeshaushaltsbilanz heute mehr > auftauchen, sind doch wettbewerbsbremsend, denn sie waren > schließlich nur für große, finanzstarke Interessenten > erschwinglich. Und selbst die stecken heute in finanziellen > Engpässen. Sicherlich ist der riesig hohe Preis für die > UMTS-Lizenz auch ein grund, weswegen Quam heute in finaziellen > Engpässen steckt. Und ohne eine kräftige Finanzspritze wird > deren Lizenz einfach verfallen, weil sie den Netzaufbau nicht > hinkriegen. > Und zu guter Letzt bliebe da die berühmte 3star-online-Aktion. > Wo bitte blieb da das Kartellamt? Das Angebot, das > grundgebührfreie Verträge mit subventionierten Endgeräten > ermöglichte, hat Quam noch zusätzliches Blei an die Waden > gehängt. Es war einfach nicht durchdacht. Aber warum hat hier > keine regulierende Kraft eingegriffen?? C&A hat die Klage > verloren wegen der Aktion zum Jahresbeginn, als das Unternehmen > mit Karten zahlenden Kunden 20% Rabatt angeboten hat. Aber das > Angebot von Quam, das noch stärkere Rabatte ermöglichte - bei > der Grundgebühr gar 100% - sollte doch erst recht Auslöser > gewesen sein, um eine Verfügung gegen diese Offerte von Quam zu > erwirken. Vielleicht hätte das ja Quams unbeabsichtigten > Suizidversuche verhindert. > > Ich finde es jedenfalls sehr schade, dass durch falsche Politik > und Versäumnise ein Newcomer auf dem Deutschen Markt das > Handtuch werfen muss. Soviel also zum Thema Wettbewerb und > Angebotsvielfalt! > Natürlich könnte man sicher wieder alles auf eine allgemeine > schwache Weltwirtschaft schieben oder auf 16 Jahre Helmut Kohl > oder einfach behaupten, die Kunden hätten die Angebote nicht > wahrnehmen wollen. Das aber nur, wenn man konsequent wäre, aber > das ist aus den Regierungskreisen ja momentan niemand, denn > dann hätte man Quam ja auch eine 10 Mio. €-Finanzspritze > injeziert, aber nur, wenn man konsequent gewesen wäre ... > > Auf jeden Fall habe ich einen Traum ... dass Quam zurück kommen > wird. Aber ich glaube, es wird wohl ein Traum bleiben ...
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