Diskussionsforum
  • 08.09.2013 16:08
    einmal geändert am 08.09.2013 16:10
    getodavid schreibt

    "Optimierungsbedarf nicht bedacht"

    So kann man es auch formulieren. Bedeutet nichts anderes, als dass man das Netz in seinen Kernfunktionen in letzter Zeit sträflich vernachlässigt hat. Wer Vodafone-Kunde ist oder war kann ein Lied davon singen, und zwar eines mit sehr unschönen Tönen.

    Selbst in städtischen Bereichen wie Köln die an sich recht gut versorgt sind musste man in letzter Zeit ja schon froh sein, wenn man überhaupt stabile Verbindungen zusammenbekommen hat. Surfen in der S-Bahn während der Hauptverkehrszeit, also dann wenn man Zeit hätte mal schnell Nachrichtenseiten zu lesen? Völlig unmöglich.

    Auf stark befahreren Autobahnen - etwa A1, A3 und Co. - ist selbst zu Tagesrandzeiten das Netz so überlastet, dass teilweise 6-8 Anwählversuche nötig sind bis man ein Telefongespräch zu stande bringt - dass dann oft genug zwischendurch einfach abbricht. Angerufen werden ist in solchen Sitationen eh Glücksache, meistens landet der Anrufer dann direkt auf der Mailbox. Ich bin ja wohl nicht der einzige, der gerade die Fahrtzeit im Auto zu Telefongesprächen nutzen kann und möchte weil ich genau da nämlich Zeit dafür habe.

    Indoorversorgung - etwa in Einkaufsmärkten, Shoppingcentern etc.? Katastrophal. Und Zugstrecken werden sowieso komplett vernachlässtigt - selbst auf dem Abschnitt zwischen Bonn und Köln (Immerhin eine der am stärksten befahrenen Zugstrecken in ganz Europa) - größtenteils kein Netz. Warum auch...

    Kurz um: Für ein angebliches Premium-Netz das Premium-Preise verlangt eine Katastrophe. Und zwar eine Selbstverschuldete, schließlich erkennt man im Netzmanagement Überlastungen. Wenn man dann - jahrelang!! - nicht gegensteuert braucht man sich auch nicht wundern, wenn die Kunden in Massen davonschwirren. Und das tun Sie wenn man sich die letzten Quartalszahlen ansieht ja auch.

    Ich habs auch getan. Bin jetzt seit einer Woche bei T-Mobile. Sicherlich noch etwas zu früh für einen ausführlichen Vergleich. Aber selbst der kurze der mir in den letzten Tagen widerfahren ist spricht Bände. Verbindungsabbrüche? Hatte ich keine. Telefonate auf der Autobahn? Problemlos möglich. Surfen zur Hauptstoßzeit auch. Und Freitag und heute bin ich jeweils auf der Moselstrecke von Trier nach Koblenz mit dem Zug gefahren. Zugegeben: Durch die bauliche Art der Strecke sicherlich nicht einfach zu versorgen. Aber oh Wunder: Zum ersten Mal seit Jahren habe ich dort durch das andere Netz auf dem größten Teil der Strecke Funkversorgung, nur sehr wenige Löcher - und auch durchgehend funktionierendes Internet. Es geht also. Wenn man will und kann.

  • 08.09.2013 19:38
    MrRob antwortet auf getodavid
    Dafür ist das Telekomnetz zwischen Berlin uns der Ostsee katastrofal ausgebaut. Ich bin zur Telekom gewechselt, weil ich dachte, dass ich dort zumindest meistens ein Netz hätte. Weit gefehlt. Während meines regelmäßigen Pendelns zwischen der Hauptstadt und der Ostsee habe ich zu 95% der Zeit kein Datennetz und zu 90% der Zeit nichtmal ein Netz zum Telefonieren. Furchtbar, wie die Telekom die Leute nördlich Berlins vernachlässigt. Und dabei habe ich schon ein Smartphone mit 2G, 3 G und 4G-Empfang. Beste Voraussetzungen, eigentlich...
  • 08.09.2013 20:43
    getodavid antwortet auf MrRob
    Benutzer MrRob schrieb:
    > Dafür ist das Telekomnetz zwischen Berlin uns der Ostsee
    > katastrofal ausgebaut.

    Das Problem bei Vodafone ist nicht primär die Netzabdeckung - die ist (von einigen Ausnahmen gerade an Bahnstrecken abgesehen) eigentlich recht gut. Das Problem ist die Netzkapazität. Es hilft überhaupt nichts, wenn das Netz vorhanden ist und ich Empfang habe - aber weder Daten noch Telefongespräche durchkommen weil alles völlig überlastet ist. Und gerade das lässt sich eigentlich für einen Netzbetreiber perfekt planen - denn die Auslastung des Netzes kann er in seinen Kontrollsystemen sehen und entsprechend reagieren. Die Planungsfrage, ob in einem nichtversorgten Gebiet in dem es gar kein Netz gibt überhaupt ausreichend Bedarf bestünde der einen Ausbau sinnvoll erscheinen lässt ist weitaus schwerer zu beantworten.
  • 08.09.2013 20:43
    mersawi antwortet auf MrRob
    Hallo MrRob...

    Jetzt müßte man natürlich wissen wie das die Netzversorgung der übrigen 3 Mitbewerber in dem von Dir angesprochenem Bereich ist...