Diskussionsforum
  • 17.07.2013 10:57
    Kai Poehlmann schreibt
    Moin!

    Ja, jetzt sind Auslandsbriefe trotz EU teurer als Inlandsbriefe. Bis vor einigen Jahren hingegen nicht.

    Und das, obwohl die Postverwaltungen keinen Interconnect zahlen müssen...

    Kai
  • 17.07.2013 11:16
    michael ciesla antwortet auf Kai Poehlmann
    Benutzer Kai Poehlmann schrieb:
    > Moin!
    >
    > Ja, jetzt sind Auslandsbriefe trotz EU teurer als
    > Inlandsbriefe. Bis vor einigen Jahren hingegen nicht.
    Die Post-Lobbies sind halt (noch) stark ...
    Wie kann es im vereinigten Europa angehen, daß ich eine "französische" Briefmarke (in EURO übrigens !!) nicht auf einen "deutschen" Brief kleben darf ...??!!
    O.g. gilt allerdings nicht für den kleinen bis 20g Brief, der kostet EU-weit 58 ct (von D aus).
  • 17.07.2013 11:20
    Kai Poehlmann antwortet auf michael ciesla
    Moin!

    Benutzer michael ciesla schrieb:

    > O.g. gilt allerdings nicht für den kleinen bis 20g Brief, der
    > kostet EU-weit 58 ct (von D aus).

    http://www.portokalkulator.de/portokalkulator/std

    rechnet das aber anders. Da heisst es dann z.B. nach Belgien 75 Cent.

    Kai Pöhlmann
  • 17.07.2013 11:26
    NicoFMuc antwortet auf Kai Poehlmann
    Benutzer Kai Poehlmann schrieb:
    > Moin!
    >
    > Benutzer michael ciesla schrieb:
    >
    > > O.g. gilt allerdings nicht für den kleinen bis 20g Brief, der
    > > kostet EU-weit 58 ct (von D aus).

    Quark. Bis 31.12.2010 waren es 70 Cent für den Standardbrief in die EU. Außerhalb der EU bis zu 1,70€

    > http://www.portokalkulator.de/portokalkulator/std
    >
    > rechnet das aber anders. Da heisst es dann z.B. nach Belgien 75
    > Cent.

    Richtig. Die 75 Cent gelten seit 1.1.2011 und das weltweit. Egal ob nach Salzburg oder Sydney oder ins Karibik. Nach D seit diesem Jahr die krummen 58 Cent. ...

    Gruß
    Nico
  • 17.07.2013 11:46
    chrisild antwortet auf michael ciesla
    Benutzer michael ciesla schrieb:
    > Wie kann es im vereinigten Europa angehen, daß ich eine
    > "französische" Briefmarke (in EURO übrigens !!) nicht auf einen
    > "deutschen" Brief kleben darf ...??!!
    > O.g. gilt allerdings nicht für den kleinen bis 20g Brief, der
    > kostet EU-weit 58 ct (von D aus).

    Tja, denk Dir, wenn Du in Hamburg einen normalen Busfahrschein kaufst, gilt der nicht in München. Trotz EU und Euro.

    Dass Dein Preisbeispiel nicht ganz stimmt, haben ja andere schon geschrieben. Ich finde die jetzige Staffelung bei Briefen im Prinzip durchaus sinnvoll: Sendungen, die im Bereich der Deutschen Post bleiben, kosten Inlandstarif, alles andere - d.h. Sendungen, bei denen andere Postfirmen "involviert" sind - Auslandstarif.

    Aber zurück zu van Damme: Sein Argument, die neuen Roaming-Tarife machten deutlich, dass die Deckelung überflüssig sei, ist falsch. Denn die Europäische Kommission hat ja erst begonnen, Druck zu machen, weil Telekommunikationsfirmen in diesem Bereich lange Zeit exorbitant hohe Preise verlangt haben.
  • 17.07.2013 17:09
    chrispiac antwortet auf chrisild
    Benutzer chrisild schrieb:
    >
    > Tja, denk Dir, wenn Du in Hamburg einen normalen Busfahrschein
    > kaufst, gilt der nicht in München. Trotz EU und Euro.
    >

    Da sieht man mal, wie weit die Niederlande da voraus sind. Dort sind die Busfaht/Bahnfahrtscheine in den ganzen Niederlanden gültig. Und die Bäume werden auch geschoht, es gibt nur noch Plastikkarten, die berührungslos beim Ein- und Aussteigen entwertet werden. Bei Postpaid wird der Betrag dann vom Konto abgebucht. So einfach kann Bus- und Bahnfahren sein.
  • 17.07.2013 13:40
    einmal geändert am 17.07.2013 13:41
    mho73 antwortet auf michael ciesla
    > Wie kann es im vereinigten Europa angehen, daß ich eine
    > "französische" Briefmarke (in EURO übrigens !!) nicht auf einen
    > "deutschen" Brief kleben darf ...??!!

    Das Brot, das Du vom Bäcker holst, kannst Du auch nicht beim Metzger bezahlen, oder? Ist auch beides in Euro.

    Warum soll die Deutsche Post eine Leistung erbringen, wenn die französische Post die Gebühr dafür kassiert hat?

    > O.g. gilt allerdings nicht für den kleinen bis 20g Brief, der
    > kostet EU-weit 58 ct (von D aus).

    Oh, da muss aber jemand jahrelang geschlafen haben :-)

  • 17.07.2013 14:13
    Kai Poehlmann antwortet auf mho73
    Moin!

    Benutzer mho73 schrieb:

    > Warum soll die Deutsche Post eine Leistung erbringen, wenn die
    > französische Post die Gebühr dafür kassiert hat?

    Tut sie doch. Der Absender hat die französische Post bezahlt, aber die deutsche Post stellt zu.

    Die Postzustellung inkl. Vorsortierungen für den Briefträger macht ebenfalls "Arbeit", die bei Sendungen aus dem Ausland nicht direkt bezahlt werden.

    Der Mehrpreis für Briefe *ins* Ausland wird vermutlich zur Quersubvention der Zustellkosten für ausländische Sendungen verwendet.

    Kai Pöhlmann
  • 17.07.2013 17:36
    mho73 antwortet auf Kai Poehlmann
    Benutzer Kai Poehlmann schrieb:

    > Tut sie doch. Der Absender hat die französische Post bezahlt,
    > aber die deutsche Post stellt zu.

    Nun ja, das entspricht eben den internationalen Vereinbarungen: Bezahlt wird die Postgesellschaft des Absenders, die Postgesellschaft im Empfängerland stellt dann quasi "umsonst" zu. Da das andersherum genauso gemacht wird, gleich sich die Sache aus.

    > Der Mehrpreis für Briefe *ins* Ausland wird vermutlich zur
    > Quersubvention der Zustellkosten für ausländische Sendungen
    > verwendet.

    Es funktioniert auch ohne Mehrpreis: Die Post im Absenderland hat nur halben Aufwand, da die Zustellung wegfällt.

    Das macht die Eingangsforderung "französische Briemarke auf deutschen Brief" aber nicht richtiger. Zudem hier überhaupt nicht die Rede davon war, dass es sich um einen Auslandsbrief handelt...
  • 17.07.2013 18:41
    Zündi antwortet auf mho73
    Benutzer mho73 schrieb:
    > Benutzer Kai Poehlmann schrieb:
    >
    > > Tut sie doch. Der Absender hat die französische Post bezahlt,
    > > aber die deutsche Post stellt zu.
    >
    > Nun ja, das entspricht eben den internationalen Vereinbarungen:
    > Bezahlt wird die Postgesellschaft des Absenders, die
    > Postgesellschaft im Empfängerland stellt dann quasi "umsonst"
    > zu. Da das andersherum genauso gemacht wird, gleich sich die
    > Sache aus.
    >

    Ist das wirklich so? Ich könnte mir auch vorstellen, das die französische Post bei Übergabe an die deutsche Post einen Teil ihrer Einnahmen abgeben muss, je nachdem, wie viele Briefe halt übergeben werden. Andersrum natürlich genauso.

    Ist bei Roaming mit dem Handy ja auch so. Da bezahlt der Kunde auch nur an den eigenen Anbieter und trotzdem kassiert der Roaming-Anbieter mit.
  • 17.07.2013 18:49
    mho73 antwortet auf Zündi
    Ich glaube mich zu erinnern, dass das auf Basis "machst Du meins, dann mach ich deins" erledigt wird, nachdem das internationale Postaufkommen zwischen zwei Staaten immer einigermaßen "symmetrisch" ist. Quelle hab ich aber leider keine mehr dazu.
  • 17.07.2013 13:52
    koelli antwortet auf Kai Poehlmann
    Auslandstarife, Inlandstarife...
    Von diesen gedanken sollte man sich mal verabschieden.
    Denn heute kosten Anrufe in die weit entfernte USA weniger als Anrufe ins nahe Bosnien oder Russland.