Benutzer ippel schrieb:
> Benutzer spezi10 schrieb:
> > > Mit dem gleichen Argument könnte man auch fordern, Unternehmen
> > von allen Steuern und Abgaben zu befreien. Sie könnten ja ihre
> > Dienstleistungen dann günstiger anbieten. Oder eben mehr Gewinn
> > machen. Das hängt dann eher davon ab, wie gut oder schlecht der
> > Wettbewerb funktioniert.
> > Vollkommen korrekt und richtig erkannt. Denn Steuern zahlt
> immer der Endverbraucher. Natürlich braucht der Staat eine
> relativ geringe Steuer, um seine Kernaufgaben zu erfüllen. Ob
> diese durch Steuern, Gebühren oder Beiträge bezahlt werden, ist
> dabei tatsächlich zweitrangig.
Das kann man sagen, solange man Steuern und Gebühren (und der Art wie sie erhoben werden) keine Steuerfunktion zuordnet. Und solange man sicher ist, dass ein Unternehmen geringere Kosten (dank wegfallender Steuern und Gebühren) auch brav zur Preissenkung im eigenen Land nutzt. Beidem würde ich nicht zustimmen.
> > > Ich denke, das hat auch wesentlich
> > mehr Einfluß auf das heutige Preisniveau in Deutschland, als
> > z.B. eine UMTS-Versteigerung vor 12 Jahren, die schon lange zum
> > großen Teil abgeschrieben ist...
> > Auch das ist natürlich richtig. Aber erstens war es nicht die
> letzte Versteigerung und zweitens haben die vielen Milliarden
> alle Kunden bezahlt.
Naja, bei der UMTS-Versteigerung gingen zwei der sechs Lizenzen an Unternehmen, die dann nie eigene Netze aufgebaut haben (man erinnere sich an Quam, an dem meiner Erinnerung nach die finnische Sonera beteiligt war). Da hat der deutsche Endverbraucher jetzt nicht so viel Gelegenheit gehabt, das Geld zurück zu zahlen.
Und es ist jetzt auch nicht so klar, ob z.B. die Deutsche Telekom, wenn sie die Lizenzen geschenkt bekommen hätte, ihre Preise gesenkt hätte - oder lieber Schulden abgebaut hätte. Eventuell hätte man also preislich garnichts davon gehabt - nur die Telekom (und Vodafone etc.) hätten weniger Schulden, und der Staat mehr?