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Forum: Mangelhaft: Beratung in Mobilfunk-Shops ist miserabel
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es geht NICHT um beratung!

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  • 14.02.2013 19:02
    Nachdenken schreibt
    leider ist schon der ansatz der untersuchung falsch!

    kein mobilfunkshop bietet (ergebnisoffene) beratung. in den shops arbeiten VERKÄUFER/VERTRIEBLER, die nach ihren täglichen vertriebsergebnissen entlohnt werden!
    z.t. wird ein vertrag, der ohne anschlußpreis abgeschlossen wird weniger gewertet als mit. dasselbe gilt für online- und tarife ohne laufzeit.

    KLAR wird ein filialmitarbeiter (fast) ALLES dafür tun, möglichst wenig "goodies" zu vergeben, um nicht seine vertriebsergebnisse und am monatsende sein gehalt zu schmälern.
    ist das verwerflich? NEIN! --> das ist vertrieb

    wer eine ERGEBNISOFFENE beratung (!!!) will, geht zur verbraucherzentrale oder liest stiftung warentest!
  • 14.02.2013 20:24
    Leiter Kundenverarsche³ antwortet auf Nachdenken
    Benutzer Nachdenken schrieb:
    > leider ist schon der ansatz der untersuchung falsch!

    Warum? Wo liegt da der Fehler?

    > kein mobilfunkshop bietet (ergebnisoffene) beratung. in den
    > shops arbeiten VERKÄUFER/VERTRIEBLER, die nach ihren täglichen
    > vertriebsergebnissen entlohnt werden!
    > z.t. wird ein vertrag, der ohne anschlußpreis abgeschlossen
    > wird weniger gewertet als mit. dasselbe gilt für online- und
    > tarife ohne laufzeit

    Naja, es ist schon irgendwo "ergebnisoffen".
    Erstmal geht's da auch gar nicht um einen Tarif sondern um Engeräte zum Vertrag. Verträge mit Hardware werfen nämlich am meisten ab.
    Die preisbewusste Kundschaft muss hier von selbst tätig werden und abblocken. Dann erst kann man über geeignete Tarife reden. Fällt man dem Verkäufer auch hier nicht gleich ins Wort und/oder nennt gleich seinen mtl. Maximalpreis, dann wird der Kollegga selbstverständlich erst ganz oben bzw. ziemlich weit oben auf der Tarifpreisskala einsteigen und mit den tollen Inklusivleistungen werben...

    Überall das Gleiche. Wer ahnungslos da einfach mal reinstoplert ist hoffnunglos verloren. Solche Leute sind zu 100 % auf gute und wohlwollende Beratung aus dem Freundes- und Bekanntenkreis angewiesen.

    Als mündiger Kunde hat man sich vorher in Eigenregie zu informieren. Das gilt nicht nur für den Mobilfunk...

    > KLAR wird ein filialmitarbeiter (fast) ALLES dafür tun,
    > möglichst wenig "goodies" zu vergeben, um nicht seine
    > vertriebsergebnisse und am monatsende sein gehalt zu schmälern.
    > ist das verwerflich? NEIN! --> das ist vertrieb

    Ach, so Kleinbetragspapperlapp wie die Anschlussgebühr geben die doch problemlos. Man muss sich nur getrauen überhaupt danach zu sagen oder zu fragen "...nein, das zahl ich aber nicht!" oder "warum verlangen Sie das?". Daran scheitern doch schon die allmeisten weil sie sich als brave, anständige Bürger dann schlecht vorkommen. Wer da aber zieltrebig reinspatziert wie ein Gockel und sich mehr aufführt wie auf einem Türkischen Basar, der kriegt ein gutes Angebot und muss den ganzen Zusatzfirlefanz nicht bazahlen. Ja, so läuft das "Business" nunmal, liebe Spießbürger...

    > wer eine ERGEBNISOFFENE beratung (!!!) will, geht zur
    > verbraucherzentrale oder liest stiftung warentest!

    Oder in diversen Fachforen im Netz, oder eben - noch besser - geht zu einer bereits oben ganannten Person seines Vertrauens, die sich wenigstens hinreichend damit auskennt.
  • 14.02.2013 21:52
    industrieclub antwortet auf Leiter Kundenverarsche³
    Erfrischend ehrlich und aufrichtig, meine beiden Vorredner, dazu noch nah an der Basis. Sowas liebe ich!
    Eine kleine Anmerkung: Wir sind vielleicht nicht nur
    "Spießbürger", sondern möglicherweise - vereinzelt - auch noch Deutsche/Mitteleuropäer und als solche auf ein Auftreten/Leben
    im "türkischen Basar" nicht unbedingt optimal hin erzogen worden. Darum
    wäre das manchem unangenehm. Wir nutzen u.a. deshalb die Prepaid
    Angebote von Aldi(netzintern und Internet), Kaufhof(netzextern) und Netto(World)(Richtung Ausland) und haben damit hervorragende
    Angebote, ohne feilschen/handeln gemusst zu haben.
  • 14.02.2013 22:35
    Candytina antwortet auf industrieclub
    Richtig,es geht NICHT um Beratung,es geht nur um das Verkaufen!Und was ich selbst in den T-Punkt-Filialen erlebt habe, ist meist das gleiche: das dort arbeitende Personal ist jung,ohne Schul- und Lehrabschluss (nennt man das >bildungsfern<??) und kann nur das verkaufen, was man ihnen kurz vorher erklärt hat. Alles andere geht dann nicht mehr, und es folgen falsche Auskünfte. Eine korrekte Beratung wäre hier: Lieber Kunde, da kenne ich mich jetzt nicht aus, da muss ich meinen Chef fragen. Aber darum geht es ja nicht, es geht nur um VERKAUFEN,
  • 14.02.2013 22:45
    Nachdenken antwortet auf Candytina
    Benutzer Candytina schrieb:
    > das dort arbeitende Personal ist
    > jung,ohne Schul- und Lehrabschluss (nennt man das
    > >bildungsfern<??) und kann nur das verkaufen, was man ihnen
    > kurz vorher erklärt hat.

    also bitte, was soll so niveauloses gerede!
    wenn ich in den filialen keine unbefristeten mitarbeiter mehr einstelle, können die "kurzfristigen" mitarbeiter NICHTS dafür! hier geht es eher um ein gesellschaftspolitisches thema, das auf o.g. niveau sicherlich NICHT diskutierbar ist.

    > Alles andere geht dann nicht mehr, und
    > es folgen falsche Auskünfte. Eine korrekte Beratung wäre hier:
    > Lieber Kunde, da kenne ich mich jetzt nicht aus, da muss ich
    > meinen Chef fragen.

    dafür gibt es beratungsleitfäden, die selbst promotoren kennen müssen.
    --> und zu glauben, daß der "chef" mehr weiß... naja, dessen aufgabe ist es eher die filiale zu leiten und trainings zu organisieren, weniger alles SELBST zu wissen...
  • 14.02.2013 23:14
    Candytina antwortet auf Nachdenken
    Ja, das ist richtig,der >Chef< hat eh meist nur die Aufgabe,den Verkauf anzukurbeln. Aber mit kommt es auf die Ehrlichkeit an, dass der Verkäufer sagt: "da weiß ich nicht weiter,einen Augenblick, da muss ich mal fragen,ich bin gleich zurück!" DAS GIBT ES JA NICHT MEHR! Ich als Kunde werde da falsch beraten, und was mache ich? Ich gehe aus dem Geschäft, und kaufe per Internet! Da wird mir besser geholfen...
  • 14.02.2013 23:00
    industrieclub antwortet auf Candytina
    Ja, das ist überall das Problem - die Krankenschwester versteht möglicherweise kaum Deutsch, der Museumswärter weiß möglicher-
    weise nicht mehr, vor was für einem Bild etc. er steht. Das ist so. Das ist der Markt, in dem auch die Arbeitskraft möglichst
    preiswert sein soll. Ob das allen Beteiligten dann noch Spaß
    macht, ist eine andere Frage. Eine Folge ist, dass man sich mehr
    zurückzieht, möglichst viel SELBST zu wissen, möglichst viel
    selbst zu können versucht, und die Vertrauensgruppen wichtiger
    werden - wie das unsere Vorredner schon angedeutet haben...
    Auf jeden Fall entsteht eine ziemlich andere Gesellschaft als
    wir sie hier traditionell hatten.
    In den 60er Jahren habe ich mit meinen Eltern 4 1/2 Jahre in Bra-
    silien gelebt und fühle mich nun im heutigen D´land des Öfteren
    an das damalige Brasilien erinnert.
    Ob das ein Fortschritt ist?!? Grüße an CandyTina
  • 15.02.2013 02:14
    Sabaro4711 antwortet auf industrieclub
    Naja, aus eigener Erfahrung weiß ich, dass die Leute in den Shops gar nicht richtig beraten können....jedoch nicht weil sie nicht wollen, sondern weil sie sonst nicht ihre Zahlen bringen können.

    Sie MÜSSEN also die Kunden belügen um eben diese Quoten zu erreichen, verschwiegene Anschlusskosten sind da nur ein Thema, angeblich kostenfreie Partnerkarten sind auch so ein Thema. Meistens sind dann die Hotlines die Blitzableiter, die den Zorn dann abbekommen.

    Und dem Shopleiter gehts nicht anders. Dem sitzt der Bezirksleiter im Rücken und legt nur blanke Zahlen vor, die gebracht werden müssen und die meist jenseits jeglicher Realität sind. Wie das erreichbar sein soll, ist der jeweils höheren Stelle doch egal.

  • 15.02.2013 06:37
    Boarder111 antwortet auf Sabaro4711
    Service in den Shops bedeutet: Wie verkaufe ich dem Kunden das teuerste wobei er glaubt günstig abgeschlossen zu haben. Aber der Markt wird sich da selbst regulieren. Das haben ja schon Firmen wie Mobilcom in Co bitter zu spüren bekommen in der Geschichte
  • 15.02.2013 06:58
    Telly antwortet auf Boarder111
    Benutzer Boarder111 schrieb:
    > Service in den Shops bedeutet: Wie verkaufe ich dem Kunden das
    > teuerste wobei er glaubt günstig abgeschlossen zu haben.

    Und jetzt der Schock:

    BankBERATUNG und VersicherungsBERATUNG funktionieren leider genau so. Und da geht es dabei dann auch noch in der Regel um viel mehr Geld.

    Telly
  • 15.02.2013 20:33
    Wiewaldi antwortet auf Telly
    Wisst ihr es immer noch nicht, was ich seit jahren "scherzhaft erwähne": es gibt in Deutschland min. 3 legale Verbrecherorganisationen: Banken, Versicherungen und Gebrauchtwagenhändler. Mein Bankberater hatte mich auch entsetzt angeschaut wegen dieser Bemerkung....jetzt hab ich nen anderen. Obs hilft? ich glaube eher nicht.