Benutzer Kai Petzke schrieb:
> Kritisch ist allerdings, dass wir uns im Festnetzmarkt nach
> dieser Übernahme für Privatkunden auf ein Duopol zubewegen
> würden: DTAG und Vodafone als Platzhirschen, dann kommt erstmal
> lange nichts, dann Telefonica/Alice und die weiteren
> Kabel-Anbieter. Reine Reseller wie 1&1, die keine eigenen HVTs
> erschließen, lasse ich mal außen vor. So ein Duopol sollte das
> Kartellamt ebenfalls ablehnen; wobei ich jetzt keine
> Marktanteile der anderen Anbieter im Kopf habe, also nicht
> sagen kann, wie schlimm es wäre.
Wenn man verschiedenen Quellen glauben mag, verliert Vodafone (Ex-Arcor) im Festnetz massive an Marktanteilen und gerade der reine Reseller 1&1 ist nun VOR einer Vodafone (Arcor) und damit die Nr. 1 der privaten Anbieter.
http://www.vatm.de/fileadmin/publikationen/studien/tk-marktstudie-2012.pdf
ist zwar schon leicht veraltet, doch 2013 ist noch nicht da. Man sieht dort deutlich die Zahlen (Seite 14)
DTAG: 12,4 Mio Kd (44,9%)
Vodafone (Ex-Arcor): 3,3 Mio Kd (11,9%)
1&1 : 3,3 Mio Kd (11,9%) [wie gesagt man geht davon aus das 1&1 nun mehr als VF hat]
Telefonica 2,5 Mio Kd (9%)
Unity Media Kabel BW 2 Mio Kd (7%)
Kabel Deutschland 1,6 Mio Kd (5,8%)
Wenn man davon ausgeht, das Vodafone nicht weiter Kunden verliert hätte man dann 4,9 Mio Kd (17,7%).
> WENN das Kartellamt die Übernahme zulässt, dann MUSS die
> Auflage sein, Call by Call für alle Vodafone-Festnetzkunden
> einzuführen. Das wird allerdings Vodafone kaum schlucken.
Das denke ich nicht, viel mehr könnte das eine Nebenrakete sein, den man munkelt auch dass das Vodafone PK (Festnetzgeschäft) verkauft werden soll nach Montabaur.
Der dortige Reseller nutzt das Netz ja schon reichlich und man wäre die Privatkunden los und könnte sich auf die Netzgeschäfte und Margengeschäfte weiter konzentieren.
> Kai
Gruß
Kaweh Jazayeri