Warum wird hier öffentl.-rechtlicher Rundfunk immer gegen den Privaten ausgespielt? Beide Systeme haben ihre Berechtigung und ihre Legitimität. Im dualen System besteht die Vielfalt, die eher noch größer als kleiner werden sollte. Ich finde eigentlich nur Fernsehsysteme interessant, die dual organisiert sind: GB, F, D, ESP, I. Dagegen sind übermächtige ÖR wie in Osteuropa oder Österreich genauso öde, wie rein private Systeme (USA mit Ausnahme von PBS). Also lasst doch das duale System in Ruhe! Die Privaten sind halt rein kommerziell und wenn sich DVB-T nicht rechnet, steigen sie aus. Das ÖR ist hauptsächlich gebührenfinanziert, bringt dafür mehr Qualität, aber meinungsmäßig auch nur den Mainstream des Rundfunkrats.
Wenn jetzt eine Gruppe aussteigt, weil es sich kommerziell nicht rechnet, muss das ganze DVB-T - Konzept hinterfragt werden. Zumal die RTL-Group über M6 sich in Frankreich gleichzeitig um neue DVB-T - Frequenzen bewirbt.
In der Vielfalt der Systeme und der Verbreitungswege liegt der Wert. Im Auto höre ich Radio über UKW, in der Wohnung über DAB+, woanders über Kabel Deutschland. Genauso im TV: zu Hause über Kabel oder Satellit. Mal unterwegs am Computer oder mobilen TV über WLAN oder DVB-T. Dann erwarte ich aber auch, dass zumindest die wesentlichen Programme empfangbar sind. Dazu gehören halt, ARD, ZDF, das lokale 3., aber auch RTL und Sat.1.
[ Antwort ohne / mit Zitat ]
· [ E-Mail an Autor ohne / mit Zitat ]