Diskussionsforum
  • 31.12.2012 14:03
    Vodka-Redbull schreibt

    Schutz vor Überstunden

    da sollte man bei den (all zu oft auch unbezahlten) Überstunden gleich mal weiter machen. Wenn ich Betriebe sehe in denen so mancher Mitarbeiter >500 Überstunden im Jahr hat und das auch noch unbezahlt läuft da doch eindeutig was falsch!
    Oft wird dann vom Chef auch noch psychisch und indirekt dazu aufgefordert dies mitzumachen. Zum Teil werden auch Ängste vor Arbeitsplatzverlust dazu missbraucht.

    Man kann jetzt zwar sagen: "Dafür bekommen die auch ordentlich Geld" aber es ist und bleibt ausbeute!
    Es gibt zwar wohl die Regel: Im Durchschnitt nicht mehr als 48 und maximal 60 in der Woche aber daran hält sich doch kein Betrieb! Außerdem sind selbst 48 im Durchschnitt zu viel für einen! Früher oder später geht man da kaputt! Das sind fast 10 Stunden die Woche!
  • 31.12.2012 14:13
    spunk_ antwortet auf Vodka-Redbull
    Benutzer Vodka-Redbull schrieb:

    > gleich mal weiter machen. Wenn ich Betriebe sehe in denen so
    > mancher Mitarbeiter >500 Überstunden im Jahr hat und das auch
    > noch unbezahlt läuft da doch eindeutig was falsch!

    derartigeZeitkonten sind für den betrieb sogar ein Nachteil, denn diese Zählen bei Verhandlungen für neue Kredite als bereits laufende Kredite (mit rechtlich hoher Einstufung) was die Bedingungen für weitere Investitionen gewaltig verschlechtert.

  • 31.12.2012 15:21
    Chegga antwortet auf Vodka-Redbull
    Da wo es ungeregelt ohne Betriebsrat läuft, ganz extrem auch noch in der IT und Medienbranche fühlt man sich bei kleineren Firmen wie ein Leibeigener. Es wird ständige Erreichbarkeit, totale Flexibilität und gerne auch mal 50 Stundenwoche und mehr erwartet, das ganze zu einem Gehalt das oft einfach nur ein Witz ist. Ich bin vor einigen Jahren aus diesem Wahnsinn ausgebrochen indem ich bei einer Zeitarbeitsfirma angeheuert habe, gab zwar etwas weniger im Monat aber dafür endlich mal halbwegs geregelte Arbeitszeiten mit echtem Feierabend ohne ständige Erreichbarkeitserwartung. Dabei sind doch in der öffentlichen Diskussion die Zeitarbeitsfirmen immer die bösen Sklaventreiber!?
  • 31.12.2012 16:44
    paeffgen antwortet auf Chegga
    Benutzer Chegga schrieb:
    > (...) Dabei sind doch in der
    > öffentlichen Diskussion die Zeitarbeitsfirmen immer die bösen
    > Sklaventreiber!?

    Habe in der Branche Gute und Böse erlebt. Manche bezahlen in der Tat unterirdisch, eine legt aber ihre Kalkulation sogar im Internet offen, und alle Beteiligten - überlassener Arbeitnehmer und Kunde der Zeitarbeitsfirma - können einsehen, wo wieviel Geld hängenbleibt. Und ein Mitarbeiter gab mir sogar den Rat, mich bei deutlich zu niedrigen Gehaltsvorstellungen anderer Arbeitnehmerüberlasser wortlos zu verabschieden. Es gibt in jeder Branche die einen, die an das Geld denken, was sie mit ihren Mitarbeitern verdienen wollen, und die anderen, die an die Mitarbeiter denken, mit denen sie Geld verdienen wollen.